26.01.2026 | 04:30
BASF unter DRUCK! KAUFEMPFEHLUNGEN für BioNTech und WashTec Aktie!
Marktführerschaft, Effizienzsteigerung, Dividende und Aktienrückkauf – alles gute Gründe, um die Aktie von WashTec zu kaufen. Diese Einschätzung teilen auch die Analysten von MM Warburg. Ihre Gewinnschätzungen für die kommenden Jahre könnten sogar zu konservativ sein. Bei BASF ist leider nichts konservativ, sondern eher enttäuschend. Der Chemiekonzern hat erneut die Analystenprognosen verfehlt. Der starke Free Cashflow beruht auf geringeren Investitionen – auch kein gutes Zeichen. Wie reagieren Analysten? BioNTech steht vor einem wegweisenden Jahr. Analysten sehen Kurspotenzial. Dabei dürften die News aus der prall gefüllten Produktpipeline die Entwicklung der Aktie maßgeblich beeinflussen.
Lesezeit: ca. 4 Min.
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Autor:
Fabian Lorenz
ISIN:
BIONTECH SE SPON. ADRS 1 | US09075V1026 , WASHTEC AG O.N. | DE0007507501 , BASF SE NA O.N. | DE000BASF111
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Fabian Lorenz
Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.
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WashTec: Analystenprognose zu konservativ?
Marktführerschaft, Effizienzsteigerung, Dividende und Aktienrückkauf – alles gute Gründe, um die Aktie von WashTec zu kaufen. Diese Einschätzung teilen auch die Analysten von MM Warburg. In ihrem jüngsten Research über den weltweit führenden Anbieter von Lösungen für die professionelle Fahrzeugwäsche kommen die Experten zu einer Kaufempfehlung. Den fairen Wert der WashTec-Aktie sehen sie bei 54 EUR. Derzeit notiert die Aktie knapp über 48 EUR. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Schätzungen der Analysten konservativ sind. Es besteht also das Potenzial für eine Kurszielanhebung.
Nach einem starken dritten Quartal sei WashTec auf einem guten Weg, die Umsatzerwartungen der Analysten für das Gesamtjahr 2025 zu erreichen. Auf dem virtuellen Kapitalmarkttag habe das Management einen positiven Eindruck vermittelt. Der Fokus auf Kostensenkungsmaßnahmen und das europäische Chemiegeschäft führe zu steigenden Margen. Entsprechend sei das Unternehmen auf Kurs, das EBIT-Margenziel von 12 % bis 14 % bis 2027 zu erreichen. In ihren Schätzungen bleiben die Analysten noch beim unteren Ende der Guidance. Sie sehen aber bereits das Potenzial, das ihre Erwartungen übertroffen werden könnten.
Interessant sind die Einschätzungen zum Chemiegeschäft von WashTec. Der Bereich ist eine Ergänzung zum klassischen Geschäft mit Waschanlagen. So will WashTec seinen Kunden mehr und mehr Wasch- und Pflegeprodukte verkaufen und damit wiederkehrende Umsätze generieren. Damit versorgt das Unternehmen derzeit etwa 30 % seiner Kunden. Dieser Anteil könnte in den kommenden Jahren verdoppelt werden. Aus Sicht der Analysten könnte allein dies den Konzernumsatz von WashTec um 30 bis 45 Mio. EUR pro Jahr erhöhen. Gleichzeitig sei das europäische Chemiegeschäft die profitabelste Produktlinie von WashTec. Diese Entwicklung passt zu den Zielen des Managements, WashTec vom reinen Anlagenbauer zum Lösungsanbieter mit wiederkehrenden Umsätzen zu entwickeln. Dies wurde im Interview mit Lyndsay Malchuk vom IIF beschrieben.
Insgesamt erwarten die Warburg-Analysten, dass WashTec den Umsatz von 499 Mio. EUR in 2025 bis 2027 auf 556 Mio. EUR erhöhen wird. In dieser Zeit soll das EBITDA von 66 Mio. EUR auf 83 Mio. EUR klettern und der Nettogewinn von 34 Mio. EUR auf 46 Mio. EUR. Entsprechend sollte auch die Dividende in den kommenden Jahren angehoben werden.
https://youtu.be/F4OZjcjaC8U?si=HU_tpm2q5Sok4Ece
BioNTech: Wegweisendes Jahr
Die BioNTech-Aktie hat sich seit Mitte Dezember 2025 mit einem Kurssprung zurückgemeldet. Von einem sauberen Aufwärtstrend wie bei WashTec ist der deutsche Biotechprimus allerdings noch etwas entfernt. Zuletzt hat Berenberg die Kaufempfehlung für die BioNTech-Aktie bestätigt. In einer Sektorstudie beschreiben die Analysten das Umfeld weiterhin als schwierig. Der wichtige US-Markt dürfte weiterhin von der US-Regierung stark beeinflusst werden. Auch die Schwäche in China und die allgemein schwierige konjunkturelle Entwicklung dürften die Branche in 2026 weiter belasten. Allerdings seien die Bewertungen vieler Unternehmen im Sektor inzwischen wieder attraktiv. Der Aktie von BioNTech trauen die Analysten einen Kurs von 155 USD zu.
Operativ gab es bei BioNTech im noch jungen Jahr bereits positive Nachrichten. So hat die U.S. Food and Drug Administration (FDA) den Fast-Track-Status für den mRNA-Krebsimmuntherapie-Kandidaten BNT113 erteilt. Dieser ermöglicht eine beschleunigte regulatorische Prüfung. Die Zulassungserleichterung bezieht sich auf die Erstlinienbehandlung von Patienten mit inoperablen rezidivierenden oder metastasierten Plattenepithelkarzinomen des Kopf- und Halsbereichs.
2026 dürfte für BioNTech ein spannendes Jahr werden. Im laufenden Jahr sollen sechs neue Phase-3-Studien starten. Bis Jahresende will man insgesamt 15 Wirkstoffe in der Phase-3 haben. Sieben wichtige Studienergebnisse werden 2026 erwartet.
BASF: Kein Grund für Optimismus
BASF hat Ende vergangener Woche vorläufige Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 vorgelegt. Der Umsatz sank bereinigt um das aufgegebene Coating-Geschäft von 61,4 Mrd. EUR auf 59,7 Mrd. EUR. Das EBITDA vor Sondereinflüssen lag bei 6,6 Mrd. EUR und damit leicht unter der eigenen Prognose sowie den durchschnittlichen Analystenerwartungen. Als Grund für die Verfehlung gab BASF niedrigere Margen und Währungseffekte an. Positiv war die Entwicklung des Free Cashflows. Aufgrund niedrigerer Investitionen lag er mit 1,3 Mrd. EUR deutlich über der Markterwartung und der eigenen Prognose. Operativ leidet der Chemiekonzern weiterhin unter niedrigen Margen. Das EBIT summierte sich auf 1,6 Mrd. Euro (2024: 1,8 Mrd. EUR) und wurde unter anderem von höheren Restrukturierungskosten und weiteren negativen Sondereinflüsse belastet. Nur dank höhere Ergebnisbeiträge der Beteiligung Wintershall Dea erzielte BASF im Jahr 2025 einen Nettogewinn von 1,6 Mrd. EUR (2024: 1,3 Mrd. EUR).
Analysten reagierten insgesamt verhalten auf die Zahlen. Besonders pessimistisch ist JPMorgan. Sie sehen den fairen Wert der BASF-Aktie bei 40 EUR und stufen sie mit "Underweight" ein. Nach dem schwachen vierten Quartal 2025 erwarten die Analysten deutlich sinkende Schätzungen für 2026. Dies könnte den Druck auf die Aktie erhöhen. Kaufempfehlungen gab es im Anschluss an die Zahlen nur von Warburg und Bernstein. Beide haben ein Kursziel von 53 EUR. Derzeit notiert die BASF-Aktie um die 46 EUR.
Fazit
Ein Kauf der BASF-Aktie drängt sich derzeit nicht auf. Zu unsicher erscheint die Branchenentwicklung und der Chemiekonzern hat in der Vergangenheit immer wieder negativ überrascht. Dagegen spricht viel für einen Kauf der WashTec-Aktie. Anleger investieren hier in einen soliden Weltmarktführer in seinem Segment. Die Ausweitung der wiederkehrenden Umsätze ist spannend. Sie bringt Planbarkeit und höhere Margen. Die Analystenschätzungen scheinen Luft nach oben zu haben und dann sind da auch noch die steigende Dividende und Aktienrückkäufe. BioNTech steht vor einem wegweisenden Jahr. Wie bei forschenden Biotech-Unternehmen üblich wird der Kursentwicklung stark von den Forschungsergebnissen abhängig sein. Nach unten sichern die hohen Cashreserven die BioNTech-Aktie ab.
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