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12.01.2022 | 05:00

BYD, Altech Advanced Materials, Volkswagen: Wer ist so innovativ wie Tesla?

  • Elektromobilität
Bildquelle: pixabay.com

Über Jahre hinkten E-Autos konventionellen Antrieben in vielen Bereichen hinterher: Die Reichweiten waren deutlich geringer und auch der Komfort blieb hinter klassischen Verbrennern zurück. Inzwischen hat sich aber einiges geändert. Vor allem chinesische Hersteller punkten mit Reichweiten von 1.000km. Auch stecken moderne E-Autos längst voller Schnickschack, der auch die Herzen technikaffiner Autofans höher schlagen lässt. Ist die Entwicklung bei E-Autos damit am Ende? Mitnichten! Wir stellen drei Unternehmen aus der Branche vor und analysieren deren Innovationskraft.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: ALTECH ADV.MAT. NA O.N. | DE000A2LQUJ6 , BYD CO. LTD H YC 1 | CNE100000296 , VOLKSWAGEN AG ST O.N. | DE0007664005

Inhaltsverzeichnis:


    BYD: Die Zukunft hat begonnen

    Schon früh haben Hersteller wie BYD die Möglichkeiten der Technik ausgereizt und beispielsweise große Reichweiten mit Lithium-Ionen-Akkus ermöglicht. Inzwischen gehen die Innovations-Trends verstärkt in die Bereiche 'intelligente Fahrzeuge' und 'autonomes Fahren'. Dazu hat BYD zwei Startups zugekauft und investiert damit in Sensortechnik. Das Ziel: Einige Modelle von BYD sollen die „Level 2 plus"- Zertifizierung zum autonomen Fahren erhalten. Die Fahrzeuge würden dann selbständig lenken, beschleunigen und bremsen. Der Fahrer müsste aber bereit sein, um im Notfall einzugreifen.

    Dieser Entwicklungsschritt gilt als Zwischenstufe zum autonomen Fahren. Die Möglichkeiten des rein autonomen Fahrens sind vielfältig: Man denke nur an autonom fahrende Taxis, die umfassende Mobilitätslösungen ermöglichen würden. Schon lange spekulieren Zukunftsforscher über eine Art Flatrate rund um Mobilität. Selbstgenutzte Autos würden dann schnell der Vergangenheit angehören. Bestehende Fahrzeugflotten wären besser ausgelastet und der Preis je km würde weiter sinken. Doch das ist Zukunftsmusik. Die Aktie von BYD hat seit dem Jahreswechsel deutlich nachgegeben und ist aktuell nicht sonderlich interessant.

    Altech Advanced Materials: So werden Batterien besser und sicherer

    Während Unternehmen wie BYD bereits an das autonome Fahren denken, fokussiert sich Altech Advanced Materials auf den wichtigsten Bereich, wenn es um wirtschaftliche Entscheidungen geht – die Kosten. Das Unternehmen hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Kosten pro kWh Batterieleistung zu halbieren. Das konkrete Ziel: Weniger als 100 USD je kWh. Damit folgt Altech einem Trend, der bereits im Gange ist. Auch Branchenprimus Tesla entwickelt die Batterien beständig weiter und überrascht immer wieder mit guten Eckdaten. Um Batterien noch günstiger zu machen, setzt man bei Altech auf ein Verfahren, das Anoden mit einer Schicht aus Aluminiumoxid belegt. Das verhindert, dass Lithium mit gewisser Nutzungsdauer gebunden wird und nicht mehr zur Energieaufnahme zur Verfügung steht.

    Altech hat ein Verfahren entwickelt, das diese Aluminiumoxid-Beschichtung günstig und praktikabel macht und so die Lebensdauer von Batterien deutlich erhöht. Da ein Teil der Kapazitätsverluste ohne eine solche Beschichtung bereits beim ersten Laden erfolgt, sind selbst vergleichsweise neue Batterien dank der Beschichtung leistungsfähiger. Weitere Vorteile der Technologie: Batterien können mit weniger Schaden schnell aufgeladen werden und das völlige Abbrennen bei mechanischen Schäden wird verhindert. Konkret rechnet man bei Altech mit Leistungssteigerungen zwischen 8 und 10% sowie längeren Lebenszyklen von plus 20-30%. Altech gab kürzlich bekannt, dass man eine Liefervereinbarung für das geplante Werk für Batteriematerialen mit SGL Carbon geschlossen hat. Die Aktie läuft seit Monaten um die Marke von 1 EUR seitwärts und ist aufgrund der spannenden Technologie interessant.

    Volkswagen: In der Ruhe liegt die Kraft

    Immer auf der Suche nach Innovationen rund um Elektromobilität dürften auch Konzerne, wie etwa Volkswagen sein. Doch die Mühlen in Großkonzernen mahlen mitunter langsam. Statt vielversprechende Technologie frühzeitig einzukaufen und in den Konzern zu integrieren, hält man bei Großkonzernen lange an etablierten Verfahren fest. Für kleinere Unternehmen am Anfang ihrer Entwicklung und deren Aktionäre kann das eine Chance sein. Aktuell legt Volkswagen seinen Fokus eher auf die Industrialisierung der Batterietechnologie und plant, Verfahren im großen Stil nutzbar zu machen.

    Die nass-chemische Beschichtungsmethode von Altech Advanced Materials ist nach Angaben des jungen Unternehmens einfach zu skalieren und eignet sich für industrielle Anwendungen. Womöglich kommen Altech und Volkswagen am Ende also doch zusammen – in welcher Form auch immer. Volkswagen bleibt eine solide Aktie. Zukunftsfantasie versprüht der Konzern aus Wolfsburg aber nur bedingt.


    Der Markt für Elektromobilität entwickelt sich stetig weiter. Die großen Unternehmen beobachten Entwicklungen genau, setzen aber durchaus eigene Schwerpunkte, so wie BYD im Bereich Sensorik und Software und Volkswagen bei der industriellen Produktion von Batteriekomponenten . Um wirklich isoliert in Technologie zu investieren, sollten sich Anleger Titel wie Altech näher ansehen. Damit sind, wie immer an der Börse, neben großen Chancen auch Risiken verbunden.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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