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11.07.2025 | 04:30

Mehr als 100 % Kursgewinn! Volkswagen, Standard Lithium, BMW-Partner European Lithium Aktie! Comeback bei E-Autos und Lithium!

  • Elektromobilität
  • Lithium
  • Wachstum
Bildquelle: Mercedes Benz Group AG

Lithium-Aktien feiern ohne große Aufmerksamkeit ein Comeback. So hat sich die Aktie von Standard Lithium im laufenden Jahr bereits mehr als verdoppelt. Die US-Amerikaner liefern starke News. Auch European Lithium hat sich zuletzt stark präsentiert. Aus guten Gründen: Man entwickelt nicht nur ein großes Projekt in Europa, sondern hat auch Zugriff auf Seltene Erden in Grönland. Wird man damit bald Partner der EU beim Aufbau einer strategischen Reserve? Schließlich benötigen Volkswagen, BMW und Mercedes immer mehr Batterien. Während BYD und Tesla schwächeln, feiern deutsche Hersteller bei E-Autos zumindest in Europa ein Comeback.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: BAY.MOTOREN WERKE AG ST | DE0005190003 , EUROPEAN LITHIUM LTD | AU000000EUR7 , VOLKSWAGEN AG VZO O.N. | DE0007664039 , STANDARD LITHIUM LTD | CA8536061010

Inhaltsverzeichnis:


    Volkswagen, BMW und Mercedes geben Gas

    Während BYD mit einem Preiskrieg und Überkapazitäten in China kämpft und Tesla unter seinem Chef Elon Musk leidet, geben deutsche E-Auto-Hersteller Vollgas. Mercedes hat zwar im ersten Halbjahr 2025 weniger E-Autos verkauft, aber der neue vollelektrische CLA scheint auf eine hohe Nachfrage zu treffen. So wurde berichtet, dass Mercedes die Produktion erhöhen will.

    Volkswagen konnte im ersten Halbjahr 2025 seine Stellung im europäischen Markt für Elektrofahrzeuge deutlich festigen. Der Konzern verzeichnete einen kräftigen Anstieg der Verkaufszahlen batterieelektrischer Fahrzeuge (BEV) in Europa um rund 89 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Besonders in Deutschland behauptete Volkswagen seine Marktführerschaft eindrucksvoll: Nahezu jedes zweite neu zugelassene E-Auto stammte aus dem Konzernportfolio. Auch die Kernmarke Volkswagen selbst legte global bei den BEV-Auslieferungen um mehr als 14 % zu. In Westeuropa war bereits jedes fünfte ausgelieferte Fahrzeug rein elektrisch – ein klares Signal für den beschleunigten Wandel hin zur Elektromobilität und den Erfolg der Modellstrategie des Konzerns.

    Die Absatzzahlen bei BMW sind solide, aber derzeit steht etwas anderes im Fokus: Die „Neue Klasse“ der Münchner. Sie soll eine neue Ära der Elektromobilität einläuten. Diesmal steht dies jedoch für eine komplett neu entwickelte, batterie-elektrische Fahrzeugarchitektur mit 800 Volt System, 6-Zylinderakkus und integrativer Karosserie für mehr Reichweite und Effizienz. Im Juni 2025 verkündete BMW offiziell, dass die Serienproduktion der Neue Klasse Modelle – beginnend mit dem iX3-Crossover und einer 3er Segment-Limousine – Ende 2025 im brandneuen Werk Debrecen (Ungarn) anläuft. Innerhalb von zwei Jahren sollen mindestens sechs weitere Modelle folgen, unterstützt von digitaler Innovation, nachhaltigem Materialeinsatz und Kreislaufwirtschaftsprinzipien.

    European Lithium: Im Boot mit BMW und bald auch der EU?

    Zum Erfolg der „Neue Klasse“ von BMW soll auch European Lithium beitragen. Denn in Österreich entwickelt das Unternehmen derzeit ein Lithium-Projekt. Und ein wirklich spannendes: Gemäß aktuellen Medienberichte könnte Wolfsberg künftig für rund 4,5 % der weltweiten Lithiumproduktion stehen. BMW hat sich bereits den Rohstoff für Batterien seiner „Neue Klasse“ gesichert und eine Anzahlung in Millionenhöhe geleistet. So soll das Lithium abgebaut und in Saudi-Arabien – bei 80 % niedrigeren Energiekosten – zu Lithiumhydroxid in Batteriequalität weiterverarbeitet werden. Für den Bau einer Raffinerie mit einer jährlichen Produktionskapazität von bis zu 20.000 t Lithiumhydroxid hat man bereits einen lokalen Konzern mit ins Boot geholt.

    Gut möglich, dass bald auch die Europäische Union zum Partner von European Lithium wird. Denn die EU arbeitet an Strategien zur Sicherung ihrer Versorgung mit kritischen Rohstoffen – dazu gehört auch Lithium. Zwar betreibt die EU derzeit noch keine offizielle Lithium-„Reserve“ im klassischen Sinn, wie etwa strategische Ölreserven, aber sie hat mehrere Maßnahmen wie den Critical Raw Materials Act angestoßen.

    Für den Kauf der Aktie von European Lithium spricht auch ein weiteres „kritisches“ Projekt: das Seltene-Erden-Projekt Tanbreez in Grönland. Das Land steht unter dänischer Hoheit und gehört damit zur EU. Gemäß der PEA handelt es sich bei Tanbreez um eines der größten bekannten Seltene-Erden-Vorkommen der Welt. Der Nettobarwert (NPV) wurde auf 2,4 bis 3 Mrd. USD berechnet. Es wurde über eine robuste Ressourcenbasis von 45 Mt @ 0,40 % Gesamt-Seltenerdoxid (TREO) mit 27 % schweren Elementen der Seltenen Erden (HREE) berichtet. Der Anteil an schweren Elementen sei ungewöhnlich hoch. Die eine Explorationsgenehmigung für die kommenden 30 Jahre liegt bereits vor.

    Bei diesen Projekten erscheint die Marktkapitalisierung von knapp über 50 Mio. EUR alles andere als hoch zu sein.

    Standard Lithium: 100 % seit Jahresanfang und jetzt?

    Im Vergleich zu European Lithium bringt Standard Lithium schon 676 Mio. USD auf die Börsenwaage, allerdings ist man bei der Erschließung auch schon ein ganzes Stück weiter. Dennoch zeigt es, in welche Richtung es bei European Lithium noch gehen könnte. Und es gibt auch Neues bei Standard Lithium. Seit April hat sich die Aktie mehr als verdoppelt und notiert derzeit bei 2,39 USD. Der Kursanstieg wurde begleietet von positivem Newsflow.

    Zuletzt hat Standard Lithium gemeinsam mit seinem F&E-Partner Telescope Innovations ein neuartiges, patentgeschütztes Verfahren zur Herstellung von Lithiumsulfid bei niedrigen Temperaturen vorgestellt. Dabei wird Lithiumhydroxid aus der Demonstrationsanlage in Arkansas erfolgreich in batterietaugliches Lithiumsulfid umgewandelt – ein entscheidender Rohstoff für Festkörperbatterien der nächsten Generation. Die Technologie ermöglicht eine flexible Rohstoffbasis, arbeitet unter 100 °C und toleriert Verunreinigungen, was Sicherheit und Wirtschaftlichkeit steigert. Erste Proben wurden bereits an Batteriehersteller in Asien und Nordamerika zur Validierung versandt.

    Parallel dazu hat das Joint Venture Smackover Lithium – bestehend aus Standard Lithium und Equinor – einen wichtigen regulatorischen Meilenstein erreicht: Die Arkansas Oil and Gas Commission hat einen erstmals festgelegten Lizenzsatz von 2,5 % für Lithium aus Sole im Rahmen des South West Arkansas (SWA) Projekts Phase I genehmigt. Das schafft einen Präzedenzfall für die Branche und sichert gleichzeitig die faire Entlohnung lokaler Ressourcenbesitzer.

    Mit einer geplanten Jahresproduktion von 22.500 Tonnen batterietauglichem Lithiumcarbonat ab 2028 positioniert sich Standard Lithium als Vorreiter für moderne Lithiumgewinnung in Nordamerika – sowohl technologisch als auch regulatorisch.


    Fazit

    Die deutschen Automobilhersteller scheinen bei Elektromobilität Anschluss gefunden zu haben. Die kommenden Jahre werden bei VW, BMW und Marcedes in jedem Fall spannend. Wer das Rennen macht, ist jedoch unklar. Klar ist: Alle Hersteller benötigen Batterien und damit Lithium. Die Lithium-Branche hatte 2024 ein schwieriges Jahr, doch derzeit stehen die Börsenampeln auf grün für Standard Lithium und European Lithium. Dabei erscheint letztere Aktie deutliches Nachholpotenzial zu haben.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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