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03.03.2022 | 06:00

BYD, Nevada Copper, Mercedes-Benz Group: Preisschock auch an der Ladesäule

  • E-Auto
Bildquelle: pixabay.com

Dass die Preise an den Zapfsäulen stetig steigen, ist für Autofahrer nichts Neues. Dass jetzt aber auch an den Ladesäulen der Preis-Schock droht, dürfte für viele E-Auto-Fahrer eine neue Erfahrung sein. Anbieter von Ladeinfrastruktur, wie etwa EnBW, Tesla, Enel oder die Stadtwerke München haben ihre Preise in den vergangenen Monaten teils deutlich angeboben: Zwischen 8 und 82% wurde die Kilowattstunde teurer. Wie geht es jetzt weiter? Werden E-Autos zunehmend unattraktiv?

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: BYD CO. LTD H YC 1 | CNE100000296 , MERCEDES-BENZ GROUP AG | DE0007100000 , NEVADA COPPER CORP. | CA64128F7039

Inhaltsverzeichnis:


    BYD: Energie-Effizienz als Verkaufsargument

    Wie das Handelsblatt berichtet, räumen auch andere Anbieter von Ladeinfrastruktur ein, dass die Tarife bald teurer werden könnten. Da ein Teil der genannten Preisanpassungen bereits vor Monaten erfolgte, könnten angesichts der steigenden Energiekosten weitere Preisrunden folgen. Doch wird E-Auto fahren damit unattraktiv? Verglichen mit Diesel und Super bleibt Strom auch nach den Preisanpassungen günstig. Artikel über steigende Preise bei Ladesäulen schlagen medial zwar hohe Wellen und sollten Fahrer dazu animieren, verschiedene Anbieter miteinander zu vergleichen, doch bleibt elektrisch fahren attraktiv. Der Zuspruch zu Unternehmen wie BYD dürfte also weiter anhalten.

    Gerade der chinesische Hersteller von E-Autos ist in Sachen Energieeffizienz auch gut aufgestellt. Die e-platform 3.0 von BYD soll einen Wirkungsgrad von 89% erreichen und zugleich günstiger und sicherer sein, als vorherige Plattformen. So soll es etwa möglich sein, in nur fünf Minuten genug Strom für 150km Fahrt zu tanken. BYD öffnet die Plattform auch für Drittkunden – wenn also andere Hersteller die Plattform nutzen wollen, wird eine Lizenzgebühr fällig. Im Gegenzug entfällt die eigene Entwicklung. Für BYD könnte dieser Ansatz langfristig lukrativ sein. Das Unternehmen ist auch rund um Chips und Software gut aufgestellt und hat gegenüber der Konkurrenz einen Vorsprung. Wenn BYD, das auch deutsche Ingenieure für sich arbeiten lässt, auch die Stückzahlen steigern kann, sollte sich dieser Vorsprung manifestieren. Die Aktie bleibt spekulativ, könnte aber im Bereich von 25 EUR einen Boden gefunden haben.

    Nevada Copper: Zykliker mit gutem Timing

    Einen Boden prägt die Aktie von Nevada Copper seit Monaten aus. Inzwischen pirscht sich der Wert langsam nach oben. Das Unternehmen hat seine Pumpkin-Hollow-Mine in Produktion gebracht, die für 77 Mio. Pfund Kupfer jährlich steht. Eine Tagebau-Mine in unmittelbarer Nähe ist bereits genehmigt und könnte weitere 200 Mio. Pfund jährlich liefern. Darüber hinaus verfügt Nevada Copper über vier weitere Explorations-Projekte. Mit seinem Standort in Nevada agiert das Unternehmen inmitten der US-amerikanischen E-Auto-Industrie. Batteriehersteller und Autobauer sind nicht weit entfernt. Doch auch wenn in diesen Tagen auch E-Auto-Fahrer auf die Energiepreise achten müssen, bleiben E-Autos sauber und günstig. Das befeuert auch die Nachfrage nach neuen Ladesäulen. In diesen steckt, wie auch in Stromleitungen seit jeher: Kupfer.

    Nevada Copper dürfte bei vielen Anlegern noch immer den Ruf eines zyklischen Papiers haben. Tatsächlich fuhr die Aktie in den vergangenen Jahren Achterbahn. Inzwischen hat das Unternehmen aber mit Solway und Mercuria neue Anker-Aktionäre gefunden und befindet sich auf einer Mission: Schritt für Schritt soll Pumpkin Hollow ausgebaut werden. Dieser Prozess kann zwar auch von Rückschlägen gekennzeichnet sein, doch erscheint der Wert angesichts des aktuell niedrigen Bewertungsniveaus attraktiv. Auch rund um ESG hat sich das Unternehmen weitsichtig positioniert. Das 'Enfant Terrible' der vergangenen Monate ist ein Fall für die Watchlist.

    Mercedes-Benz Group: Der Krieg ist näher als man denkt

    Aufmerksamkeit zieht in diesen Tagen auch die Aktie der Mercedes-Benz Group auf sich. Der ehemalige Daimler-Konzern ohne LKW-Sparte verlor in den vergangenen fünf Handelstagen rund 9% an Wert. Woran lag das? In erster Linie dürfte der Krieg in der Ukraine für die Kursverluste verantwortlich sein. Medienberichte über fehlende Kabel sorgten für Ausverkaufs-Stimmung bei Auto-Aktien. Experten halten selbst einen monatelangen Produktions-Stopp für möglich. Anleger sollten dennoch nicht in große Panik verfallen. Entsprechende Kabel sollten sich auch anderweitig besorgen lassen. Auch hat die Chip-Krise gezeigt, dass Produktionsengpässe und satte Margen kein Widerspruch sein müssen – gerade bei Mercedes hat das gut geklappt. Die Aktie ist weiter im Aufwärtstrend. Dieser hält nun schon lange an und ist steil. Die Volatilität bei Mercedes könnte zunehmen.


    Der Preisschock an den Ladestationen verändert den Trend hin zur Elektromobilität nicht. Vor allem Unternehmen, die in den vergangenen Jahren ihre Hausaufgaben gemacht haben, werden profitieren. Auch Kupfer-Produzenten sind eine gangbare Wette auf den Boom der E-Autos. Gerade bei Nevada Copper scheint das Timing zu stimmen – in den nächsten Monaten und Jahren will das Unternehmen seine Liegenschaften zu einem Kupfer-Distrikt ausbauen.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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