31.07.2026 | 04:50
China kauft Gold! Sogar viel mehr als gedacht? Barrick Mining, Newmont und Lahontan Gold profitieren.
Während der Goldpreis die Marke von 4.000 USD verteidigt, kauft China kräftig zu. Nach Angaben der chinesischen Zentralbank hat das Reich der Mitte allein im Juni 15 Tonnen Gold gekauft. Dies ist so viel wie seit Oktober 2023 nicht mehr. Am Markt wird zudem seit Längerem vermutet, dass Chinas tatsächliche Goldkäufe erheblich über den offiziell ausgewiesenen Mengen liegen. Damit könnte Gold vor einer neuen Rally stehen. Für Anleger, die vom langfristig steigenden Goldpreis profitieren wollen, gelten Barrick Mining und Newmont als Basisinvestments im Goldsektor. Sie bieten einen vergleichsweise direkten Hebel auf den Goldpreis. Steigende Verkaufspreise können sich bei stabilen Förderkosten überproportional auf Cashflow und Gewinn auswirken. Gleichzeitig bleiben operative Risiken, Kostensteigerungen und politische Unsicherheiten in einzelnen Förderländern bestehen. Für einen zusätzlichen Hebel auf den Goldpreis bieten sich Explorationsunternehmen zur Depotbeimischung an.
Lesezeit: ca. 4 Min.
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Autor:
Fabian Lorenz
ISIN:
LAHONTAN GOLD CORP | CA50732M1014 | TSXV: LG , OTCQB: LGCXF , BARRICK MINING CORPORATION | CA06849F1080 | NYSE: B , TSX: ABX , NEWMONT CORP. DL 1_60 | US6516391066
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Fabian Lorenz
Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.
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China kauft im Juni große Menden Gold
China hat seine Goldreserven im Juni 2026 erneut kräftig aufgestockt. Nach Angaben der chinesischen Zentralbank stiegen die Bestände um 480.000 Feinunzen beziehungsweise knapp 15 Tonnen auf insgesamt 75,44 Mio. Feinunzen. Dies entspricht rund 2.346 Tonnen Gold. Laut der Nachrichtenagentur Reuters war es der größte monatliche Zuwachs seit Oktober 2023 und zugleich der 20. Kaufmonat in Folge. Einen historischen Monatsrekord stellte der Erwerb allerdings nicht dar. Bereits im Mai hatte die People’s Bank of China nach Angaben des World Gold Council rund 10 Tonnen gekauft – so viel wie seit Dezember 2024 nicht mehr.
Auch die chinesischen Goldimporte blieben zuletzt auf hohem Niveau. Wie "Reuters" unter Berufung auf Daten der Hongkonger Statistikbehörde berichtete, beliefen sich die Nettoimporte vom Finanzzentrum auf das chinesische Festland im Juni auf rund 50,7 Tonnen. Damit haben sie sich gegenüber dem Vorjahresmonat mehr als verdoppelt. Im Vergleich zum Mai gingen die Einfuhren allerdings um gut 5 % zurück. Zudem bildet die Statistik nur Lieferungen über Hongkong ab. Gold, das beispielsweise direkt über Shanghai oder Peking eingeführt wird, ist darin nicht enthalten. Von einem eindeutigen Importrekord kann daher zwar nicht gesprochen werden, die physische Nachfrage aus China bleibt jedoch beträchtlich.
Kauft China sogar mehr?
Am Markt wird zudem seit Längerem vermutet, dass Chinas tatsächliche Goldkäufe erheblich über den offiziell ausgewiesenen Mengen liegen. Die „Financial Times“ verwies auf Analystenschätzungen, wonach die chinesische Zentralbank im Jahr 2025 bis zu 250 Tonnen erworben haben könnte, während offiziell lediglich rund 25 Tonnen gemeldet wurden. Solche Berechnungen beruhen unter anderem auf Handelsströmen, Veränderungen von Lagerbeständen und nicht eindeutig zuzuordnenden Goldkäufen. Sie lassen sich deshalb nicht zweifelsfrei bestätigen. Dennoch sprechen die offiziellen Reservenzuwächse, die hohen Importe und die vermuteten verdeckten Käufe dafür, dass China seine Abhängigkeit von klassischen Devisenreserven weiter reduzieren und Gold als strategischen Vermögenswert ausbauen will.
Mit Barrick und Newmont von Gold-Rally profitieren
Für Anleger, die vom langfristig steigenden Goldpreis profitieren wollen, gelten Barrick Mining und Newmont als Basisinvestments im Goldsektor. Beide Konzerne verfügen über große, geografisch breit diversifizierte Minenportfolios, hohe Produktionsvolumina und umfangreiche Goldreserven. Dadurch bieten sie einen vergleichsweise direkten Hebel auf den Goldpreis. Steigende Verkaufspreise können sich bei stabilen Förderkosten überproportional auf Cashflow und Gewinn auswirken. Gleichzeitig bleiben operative Risiken, Kostensteigerungen und politische Unsicherheiten in einzelnen Förderländern bestehen. Für einen zusätzlichen Hebel auf den Goldpreis bieten sich Explorationsunternehmen zur Depotbeimischung an.
Lahontan Gold: Spannender Explorer für Hebel auf den Goldpreis
Einer der aktuell spannendsten Explorer ist wahrscheinlich Lahontan Gold. Das Unternehmen entwickelt im US-Bundesstaat Nevada ein Portfolio aus vier Gold- und Silberprojekten. Im Mittelpunkt steht die ehemals produzierende Santa-Fe-Mine im rohstoffreichen Walker-Lane-Trend. Zwischen 1988 und 1995 wurden dort im Tagebau rund 359.000 Unzen Gold und mehr als 702.000 Unzen Silber gewonnen. Heute verfügt das Projekt über eine angezeigte Ressource von rund 1,54 Mio. Unzen Goldäquivalent sowie eine abgeleitete Ressource von weiteren 411.000 Unzen. Lahontan will die Mine bereits im kommenden Jahr wieder in Produktion bringen. Beim aktuellen Goldpreis dürfte diese sehr profitabel sein.
Die jüngsten Bohrergebnisse aus dem Sonic-Bohrprogramm 2026 liefern dafür zusätzliche Argumente für den Kauf der Aktie. Untersucht wurde eine historische, früher als niedriggradig eingestufte Halde direkt neben dem zweiten Haufenlaugungsplatz. Ein Bohrabschnitt ergab über 9,9 Meter durchschnittlich 2,40 g/t Gold und 50,7 g/t Silber. Insgesamt erreichten drei der bislang ausgewerteten Bohrungen einen durchschnittlichen Gehalt von rund 2,3 g/t Goldäquivalent. Damit liegen die Gehalte nach Angaben des Unternehmens deutlich über den Erwartungen, die sich aus der historischen Klassifizierung der Halde ergeben hatten.
Besonders interessant ist, dass das Material gut zugänglich ist. Erste metallurgische Hinweise sprechen dafür, dass sich Teile des Goldes mithilfe konventioneller Haufenlaugung gewinnen lassen. Dadurch könnte das Gold potenziell zu deutlich niedrigeren Kosten gewonnen werden. Das Sonic-Programm ist inzwischen abgeschlossen. Lahontan hat fast 100 Bohrungen auf den vier historischen Haufenlaugungsflächen niedergebracht. Weitere Ergebnisse sollen zeitnah folgen.
Für 2026 hat sich Lahontan viel vorgenommen. Geplant sind eine aktualisierte Ressourcenschätzung und eine vorläufige Wirtschaftlichkeitsstudie für Santa Fe. Parallel sollen die Genehmigungsverfahren vorangetrieben werden, damit der Bau der Mine in 2027 beginnen kann. Darüber hinaus will das Unternehmen die bekannten Gold- und Silberzonen bei Santa Fe durch weitere Explorationsbohrungen ausweiten. Beim Satellitenprojekt West Santa Fe ist bis zum Jahresende eine erste Ressourcenschätzung vorgesehen. Die Untersuchung der historischen Haufenlaugungsflächen könnte dabei einen zusätzlichen Werttreiber darstellen.
https://youtu.be/QGRV7IfTWec?si=GHVNPooFwSnStJ6n
Fazit
Gold scheint vor einer neuen Rally zu stehen. Die Marke von 4.000 USD je Feinunze hält. Das Beispiel China zeigt, dass Notenbanken weiterhin auf das Edelmetall setzen. Davon können Anleger mit Barrick Mining und Newmont als Basisinvestments profitieren. Interessant zur Beimischung ist auch Lahontan Gold. Der geplante Produktionsstart im kommenden Jahr schafft Visibilität. Beim aktuellen Goldpreis sollte das Unternehmen sehr gut verdienen und die Kosten für den Minenbau schnell wieder einspielen.
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