14.09.2026 | 04:30
Goldpreis auf 10.000 USD? Zinsschock oder Schuldeneskalation? Barrick Mining, First Majestic Silver und Lahontan Gold im Check.
Während der Goldpreis sein Comeback aufgrund von Zinsängsten unterbrochen hat, sind Experten von dem längerfristigen Potenzial weiterhin überzeugt. State Street und Saxo Bank halten langfristig einen Goldpreis von 10.000 USD je Feinunze für möglich. Aakash Doshi, Head of Gold Strategy bei State Street Investment Management, bezeichnete die Marke zuletzt als eine Frage von „wann, nicht ob“. Als wichtigste Treiber sieht er die weltweit steigende Staatsverschuldung, Risiken einer Geldentwertung sowie eine stärkere strategische Goldallokation institutioneller Anleger. Kurzfristig erwartet State Street zunächst Kurse von bis zu 5.500 USD. Auch Ole Hansen, Head of Commodity Strategy bei Saxo Bank, sieht erhebliches weiteres Potenzial und hält 10.000 USD bis 2030 grundsätzlich für erreichbar. Grund genug, uns die aktuellen News bei den Anlegerlieblingen Barrick Mining und First Majestic Silver sowie dem Geheimtipp Lahontan Gold anzusehen.
Lesezeit: ca. 4 Min.
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Autor:
Fabian Lorenz
ISIN:
LAHONTAN GOLD CORP | CA50732M1014 | TSXV: LG , OTCQB: LGCXF , BARRICK MINING CORPORATION | CA06849F1080 | NYSE: B , TSX: ABX , FIRST MAJESTIC SILVER | CA32076V1031
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Fabian Lorenz
Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.
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Lahontan Gold: Ressource steigt und Produktionsstart im Fokus
Die Equity Story bei Lahontan Gold ist denkbar einfach. Das Unternehmen steht kurz vor dem Sprung zum Goldproduzenten und erweitert gleichzeitig die Ressource. Um im kommenden Jahr die Goldmine auf dem Santa-Fe-Projekt im US-Bundesstaat Nevada zu bauen, hat man zuletzt das Team um drei erfahrene Fachleute aus den Bereichen Technik, operativer Minenbetrieb und Geschäftsentwicklung verstärkt. CEO Kimberly Ann zufolge arbeitet Lahontan parallel an Genehmigungen, technischen Studien und der Vorbereitung des künftigen Minenbetriebs.
Die Basis für die Minenentwicklung hat sich zuletzt deutlich verbessert. Die aktualisierte Ressourcenschätzung für Santa Fe kommt auf rund 2,4 Mio. Unzen Goldäquivalent und damit auf einen projektweiten Zuwachs von 22 %. Besonders dynamisch entwickelte sich die Slab-Zone mit einem Plus von 37 %. Gleichzeitig läuft das Bohrprogramm weiter. Nach Angaben des Managements befinden sich noch bis zu 150 Bohrungen im Labor, deren Ergebnisse in der aktuellen Ressource größtenteils noch nicht berücksichtigt sind. Hinzu kommen 110 Bohrungen in den historischen Heap-Leach-Bereichen. Historische Daten deuten dort auf rund 200.000 Unzen hin, die aufgrund des bereits gebrochenen Materials potenziell vergleichsweise günstig verarbeitet werden könnten. Mit mehr als 12 Mio. USD an liquiden Mitteln sieht sich Lahontan zudem finanziell in der Lage, Exploration und Minenentwicklung parallel voranzutreiben.
Als nächster wichtiger Schritt steht eine detaillierte wirtschaftliche Bewertung des Santa-Fe-Projekts an. Diese soll zugleich zentrale Daten für den finalen Minengenehmigungsantrag liefern. Dabei geht es unter anderem um die Dimensionierung der Anlage und die Frage, ob Santa Fe perspektivisch beispielsweise 80.000 oder 100.000 Unzen Gold pro Jahr produzieren könnte. CEO Kimberly Ann brachte die Priorität in einem Interview auf den Punkt: „What I care about is getting to production.“ Auf dem Weg zur Goldproduktion wird also Vollgas gegeben.
Das weitere Explorationspotenzial bleibt dennoch beträchtlich. Neben Santa Fe selbst sollen weitere Zonen untersucht und die Ressource erneut aktualisiert werden. Davon sollte die Aktie profitieren.
https://youtu.be/QGRV7IfTWec?si=GHVNPooFwSnStJ6n
Barrick: Milliarden für Förderländer
Für einen Goldproduzenten wie Barrick Mining zählt längst nicht mehr nur, wie viele Unzen gefördert werden. Ebenso wichtig ist die Frage, welchen wirtschaftlichen Nutzen die Förderländer aus den Minen ziehen. Mit seinem aktuellen Steuer- und Wirtschaftsbeitragsbericht will Barrick deshalb zeigen, dass Milliardenbeträge über Steuern, Abgaben, Arbeitsplätze, lokale Lieferanten und Infrastruktur in den jeweiligen Ländern verbleiben.
Demnach hat Barrick 2025 insgesamt 15,8 Mrd. USD an wirtschaftlichem Wert in seinen Gastländern geschaffen und damit deutlich mehr als die 12,4 Mrd. USD im Vorjahr. Davon entfielen 5,0 Mrd. USD auf Steuern und Abgaben, nach 2,9 Mrd. USD 2024. Hinzu kamen unter anderem 283 Mio. USD an Dividenden an Staaten sowie umfangreiche Ausgaben für Beschäftigung, lokale Beschaffung und Infrastruktur. Insgesamt war Barrick in 17 Ländern aktiv und beschäftigte Ende 2025 rund 60.070 Menschen, von denen 96 % aus den jeweiligen Gastländern stammten.
Im Jahr 2025 gab Barrick 7,1 Mrd. USD bei mehr als 7.400 lokalen Lieferanten aus, was 75 % des gesamten Beschaffungsvolumens entsprach. In Tansania wurde Barrick als größter Steuerzahler, größter Beitragszahler zu den Staatseinnahmen und bedeutendster Dividendenzahler ausgezeichnet. Die dortigen Aktivitäten trugen rund 1,2 Mrd. USD zur Wirtschaft bei. Die Kibali-Mine in der Demokratischen Republik Kongo generierte rund 1,1 Mrd. USD an wirtschaftlichem Wert. In der Dominikanischen Republik trug der Bergbaukonzern mehr als 1,5 Mrd. USD bei.
Über Steuern und Abgaben hinaus investiert Barrick nach eigenen Angaben gezielt in Infrastruktur, Bildung und lokale Entwicklung. Dazu zählen etwa die Sanierung von Mitarbeiterunterkünften am Paiam Hospital in Papua-Neuguinea sowie die Bildungsinitiative „Future Forward“ in Tansania, die zusätzliche Schulkapazitäten für rund 45.000 Schüler schaffen soll. Barrick betont damit den Anspruch, nicht nur während der Minenlaufzeit wirtschaftliche Impulse zu setzen, sondern langfristig lokale Strukturen und wirtschaftliche Eigenständigkeit zu stärken.
First Majestic Silver meldet hochgradige Silber- und Goldabschnitte
Während die Aktie von First Majestic Silver weiter seitwärts läuft, hat der Konzern hochgradige Silber- und Goldabschnitte aus dem laufenden Explorationsprogramm 2026 auf der Mine San Dimas im mexikanischen Bundesstaat Durango gemeldet. Die Bohrungen zielen sowohl auf die Umwandlung bestehender Ressourcen als auch auf deren Erweiterung. Besonders die Ergebnisse aus den Bereichen Sinaloa-Elia sowie Coronado-Carmen Escobosa unterstreichen nach Unternehmensangaben das Potenzial für zusätzliches Ressourcenwachstum im Umfeld der bestehenden Mine. Gleichzeitig haben neue Treffer bei Convención und El Cristo weitere Explorationsziele eröffnet.
Für 2026 plant First Majestic insgesamt rund 117.000 Bohrmeter, von denen bereits etwa 89.000 Meter abgeschlossen sind. CEO Keith Neumeyer bezeichnet San Dimas als eines der vielversprechendsten und beständigsten Bergbaugebiete des Konzerns. Das umfangreiche Programm soll bestehende Mineralressourcen weiter aufwerten, neue Zielgebiete testen und zusätzliche Wachstumschancen im gesamten Distrikt identifizieren. Damit bleibt San Dimas ein zentraler Baustein der Explorations- und Wachstumsstrategie von First Majestic.
Fazit
Der Goldpreis befindet sich derzeit zwar in einer Korrektur, doch die langfristigen Perspektiven bleiben spannend. Davon unabhängig scheint die Aktie von Lahontan Gold viel Potenzial zu bieten. Denn CEO Kimberly Ann hat im laufenden Jahr mehrfach betont, dass man auch auf dem aktuellen Goldpreisniveau sehr gut verdienen und die Kosten für den Bau der Mine in Rekordzeit wieder einnehmen sollte. Barrick Mining zeigt eindrucksvoll, welchen wirtschaftlichen Impact der Konzern weltweit hat. First Majestic Silver bleibt ein Basisinvestment im Silbersektor.
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