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10.08.2021 | 05:00

Deutsche Wohnen, Stern Immobilien, Vonovia - Ein Detail, über das noch niemand spricht

  • Immobilien
Bildquelle: pixabay.com

Der Immobiliensektor ist beliebt bei Investoren, den finanzierenden Institutionen und der Bauwirtschaft. Das Streben nach den eigenen vier Wänden motiviert die Menschen für ihr eigenes Zuhause zu arbeiten und zu sparen. Im Zusammenhang mit niedrigen Finanzierungskosten steigt jedoch auch die Nachfrage nach Handwerkern und zugleich den benötigten Materialien. Zunehmende Bauauflagen im Zusammenhang mit ESG-Kriterien und politischen Einflüssen verknappen das Angebot und treiben, vereinfacht gesagt, lehrbuchmäßig die Preise in die Höhe. Börsianer können von dieser Entwicklung einfach profitieren.

Lesezeit: ca. 2 Min. | Autor: Mario Hose
ISIN: DEUTSCHE WOHNEN SE INH | DE000A0HN5C6 , Stern Immobilien AG | DE000A13SSX4 , VONOVIA SE NA O.N. | DE000A1ML7J1

Inhaltsverzeichnis:


    Deutsche Wohnen – mit Schwerpunkt Hauptstadt

    Die Deutsche Wohnen ist der größte Vermieter in der Bundeshauptstadt und somit im Fokus der Rot/Rot/Grünen Landesregierung, die beim Thema Wohnraumknappheit in der Vergangenheit versuchte durch Enteignung und Mietdeckel zumindest politisch Herr der Lage zu werden. Rund 114.000 von insgesamt 155.000 Wohnungen der Gesellschaft werden in Berlin und dem Umland vermietet.

    Die Eigenständigkeit von Deutsche Wohnen als börsennotierte Gesellschaft dürfte jedoch nicht mehr von langer Dauer sein, denn der deutsche Immobilienriese Vonovia hat sein Übernahmeinteresse erneut untermauert.

    Stern Immobilien – Aktionäre entscheiden über die Ausschüttung

    Die Stern Immobilien AG hält laut eigenen Angaben schwerpunktmäßig Immobilien im Raum München und entwickelt deren Wert. Im Fokus der Geschäftstätigkeit stehen die Optimierung und der anschließende Verkauf von substanzstarken Wohnobjekten, Geschäftshäusern sowie Grundstücken.

    Das Geschäftsjahr 2020 hat die Gesellschaft mit einem Jahresüberschuss von 12,6 Mio. EUR abgeschlossen. Im Vergleich zum Vorjahr eine enorme Verbesserung, denn in 2019 lag das Ergebnis noch bei -4,3 Mio. EUR. Die Bilanzsumme lag Ende 2020 bei 49,5 Mio. EUR und durch das positive Jahresergebnis ist die Eigenkapitalquote der Gesellschaft per 31.12.2020 auf ca. 55% nach ca. 28% im Vorjahr gestiegen.

    Ein Detail, das noch nicht im Markt vorgedrungen zu sein scheint, ist in der Einladung zur Hauptversammlung am 31. August 2021 zu finden. Wie das Unternehmen bekannt gibt, schlagen Vorstand und Aufsichtsrat die Ausschüttung von über 7 Mio. EUR an die Aktionäre vor. Unterm Strich können die Anteilseigner pro Aktie eine Dividende von 4,00 EUR erwarten. Die Zustimmung dürfte auf dem Aktionärstreffen eine Mehrheit finden, denn der Aktienkurs notiert derzeit bei rund 30,00 EUR und die Ausschüttung entspricht demnach einer Rendite von über 13,3%.

    Vonovia – letzter Versuch

    Deutschlands größter Immobilienkonzern Vonovia ist kürzlich mit dem Versuch gescheitert, die Deutsche Wohnen zu übernehmen. Vonovia scheiterte bei dem Übernahmeversuch an der Mindestannahmeschwelle von 50%. Nun startet das Unternehmen einen erneuten Anlauf und hat dafür auch grünes Licht von der Finanzaufsicht erhalten. Die BaFin habe die erforderliche Befreiung von der einjährigen Sperrfrist erteilt, heißt es vom potenziellen Übernehmer.

    Der dritte und wahrscheinlich letzte Versuch von Vonovia soll zu einem um 1,00 EUR aufgestockten Übernahmepreis von 53,00 EUR je Aktie über die Bühne gehen. Vonovia besitzt per Ende März 2021 knapp 415.000 Wohnungen, wovon sich ca. 354.000 in Deutschland befinden. Bis spätestens Oktober 2021 erwartet das Unternehmen eine erfolgreiche Annahme der Übernahmeofferte seitens der Deutsche Wohnen Aktionäre.


    Während sich die Aktie von Deutsche Wohnen nah am Übernahmepreis von 53,00 EUR bewegt und damit nur noch wenig Kurspotenzial vorweisen kann, bietet Stern Immobilien mit einer Dividende von 4,00 EUR, also derzeit über 13% Dividendenrendite beim aktuellen Aktienkurs, ein äußerst attraktives Investmentprofil.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Mario Hose

    In Hannover geboren und aufgewachsen, verfolgt der Niedersachse die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung rund um den Globus. Die Vielzahl von Reisen und die Teilnahme an Veranstaltungen haben den Aufbau eines persönlichen Netzwerks ermöglicht.

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