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10.01.2024 | 05:05

Bayer mit Blockbuster! Vonovia schwach! Und was macht die Desert Gold Aktie?

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Bildquelle: Vonovia SE

Während Dax, Dow & Co. schwach in das neue Jahr gestartet sind, hält sich die Aktie von Bayer erstaunlich gut und kann die Kursgewinne von Ende 2023 behaupten. Gestützt wird der Kurs von positiven Nachrichten. So steht ein neuer Blockbuster in den Startlöchern. Die Aktie von Vonovia leidet dagegen unter Gewinnmitnahmen. Dabei sehen Analysten weiteres Kurspotenzial. Feiert Betongold ein Comeback? Und wie sieht es beim echten Gold aus? Der Preis schwächelte zuletzt, aber Analysten halten 2.200 USD je Unze für möglich und Zentralbanken kaufen weiter kräftig. Davon sollten nicht nur die großen Goldproduzenten profitieren, sondern auch günstige Explorer wie Desert Gold.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: VONOVIA SE NA O.N. | DE000A1ML7J1 , DESERT GOLD VENTURES | CA25039N4084 , BAYER AG NA O.N. | DE000BAY0017

Inhaltsverzeichnis:


    Desert Gold: 1 Mio. Unzen Goldressource vs. unter 7 Mio. EUR Marktkapitalisierung

    Zentralbanken kaufen weiter kräftig Gold. So sind die offiziellen weltweiten Goldreserven innerhalb eines Monats um netto 42 Tonnen gestiegen. Dies geht aus einem kürzlich veröffentlichten Bericht des World Gold Councils hervor. Es sei durchaus bemerkenswert, dass so viele Zentralbanken Gold in einem so großen Umfang horten. Zu den Käufern zählte erneut China. Das Land hat die Goldbestände in 13 aufeinanderfolgenden Monaten erhöht – Tendenz weiter steigend. So entsprachen die chinesischen Goldreserven von rund 2.214 Tonnen Ende Oktober 2023 nur 4,3 % der Devisenreserven. Dies ist ein relativ geringer Wert. Zum Vergleich: Deutschland verfügte im Sommer letzten Jahres über 3.353 Tonnen Gold. Damit ist der Anteil an Devisenreserven deutlich zweistellig.

    Neben den Käufen der Zentralbanken sprechen auch Analystenprognosen für einen steigenden Goldpreis. So erwarten die Experten von BCA Research einen Anstieg auf 2.200 USD im laufenden Jahr. In ihrem Szenario werde die Inflation nicht auf das allgemeine Zielniveau von 2 % sinken und damit Gold zu einer attraktiven langfristigen Inflationsabsicherung machen. Die Treiber für die langfristige Inflation seien zahlreich: wachsende Staatsverschuldung, die geopolitische Unsicherheit und die Rückschritte in der Globalisierung.

    Davon sollten nicht nur die großen Goldproduzenten wie Barrick & Co. profitieren, sondern die chancenreichen Explorer wie Desert Gold. Die Kanadier werden weit unter ihren Goldressourcen bewertet. Die identifizierte Goldressource liegt bei rund einer Mio. Unzen. Die Marktkapitalisierung beträgt nicht einmal 7 Mio. EUR. Das 440 km² große SMSZ-Projekt von Desert Gold befindet sich in Mali und damit in einer der spannendsten Gold-Regionen Afrikas. Zu den Nachbarn gehören Gold-Konzerne wie Barrick Gold und B2Gold. Damit kann Desert Gold auch als Übernahmekandidat gehandelt werden.

    Bayer: Gute Nachrichten aus der Pharma-Sparte

    Ein Übernahmekandidat wäre Bayer wohl nur bei einer Aufspaltung. Dem hat das Management jedoch erst mal eine Absage erteilt. Aktionäre der Leverkusener können sich auch im Januar über eine Fortsetzung des positiven Newsflows freuen. Besonders erfreulich: Bayer hat wieder einen hoffnungsvollen Blockbuster in der Pipeline: So hat Elinzanetant in zwei zulassungsrelevanten Phase-3-Studien das Hauptziel erreicht. Das Mittel zur Linderung von Beschwerden in den Wechseljahren hat bei der Reduzierung von Häufigkeit und Schwere vasomotorischer Symptome – besser bekannt als Hitzewallungen – überzeugt. Die Analysten der UBS erwarten den Verkaufsstart des Medikamentes im kommenden Jahr und trauen ihm ein Jahresspitzenumsatz von 1,5 Mrd. USD zu. Damit gehört Elinzanetant zu einem der großen Hoffnungsträger in der Pharma-Pipeline von Bayer.

    Und eine weitere positive News kommt aus der Pharma-Sparte des Dax-Konzerns. So hat Bayer in der EU für das Augenmedikament Eylea die Zulassung für eine höhere Dosierung erhalten. Mit der höheren Dosierung soll Eylea gegenüber Wettbewerber-Medikamenten und Nachahmer-Präparaten länger konkurrenzfähig bleiben. Im Jahr 2022 hatte Bayer mit Eylea immerhin stolze 3,2 Mrd. EUR erlöst.

    Steigt Vonovia-Aktie über 36 EUR?

    Zu den positiven Überraschungen zum Ende des Jahres 2023 gehörte die Aktie von Vonovia. Das Wertpapier des Immobilienkonzerns legte von Ende Oktober bis Silvester um rund 40 % zu. Sind die Kursverluste zum Jahresanfang nur eine Verschnaufpause oder hat die Aktie ihr Potenzial vorerst ausgereizt? Geht es nach den jüngsten Analystenstimmen, geht es für die Vonovia-Aktie weiter nach Norden. J.P. Morgan traut dem Wertpapier einen Anstieg auf 31 EUR zu. Derzeit beträgt der Kurs 26,91 EUR. Nach Meinung der Analysten sollte das Zinsniveau im laufenden Jahr sinken. Dadurch würden sich Anleger wieder mehr auf die Fundamentaldaten von Immobilienkonzernen wie Vonovia konzentrieren. Dies spreche für steigende Kurse.

    Beim Kursziel legt Goldman Sachs noch eine Schippe drauf. Die Analysten trauen der Vonovia-Aktie sogar 36,40 EUR zu. Dieses Niveau hatte die Aktie zuletzt im Frühjahr 2022 gesehen. Auch für Goldman ist der erwartete Rückgang des Zinsniveaus der Treiber für die Aktie des Immobilienkonzerns. In ihren Schätzungen haben die Experten die Kapitalkosten von Vonovia um 8 % reduziert.


    Vonovia ist eine Wette auf fallende Zinsen im laufenden Jahr. Ob der Rückgang der Inflation tatsächlich Spielraum für signifikante Zinssenkungen gibt, bleibt abzuwarten. Desert Gold ist mehr als eine Wette auf einen steigenden Goldpreis. Auch auf dem aktuellen Niveau des Edelmetalls erscheint die Aktie, mit Blick auf die Ressourcen, deutlich unterbewertet zu sein. Die vergangenen Wochen haben gezeigt, dass die Aktie von Bayer stark auf positive Nachrichten reagieren kann. Leider dürfte das Thema Glyphosat weiterhin wie eine dunkle Wolke über der Aktie hängen.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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