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15.04.2025 | 04:30

Gold und Rüstung auf REKORDKURS: Deutz, Barrick Gold und Desert Gold – wer vervielfacht sich?

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Bildquelle: Rheinmetall SE

Gold eilt von Rekord zu Rekord. Jetzt hat auch noch Goldman Sachs die Prognose für den Preis je Feinunze angehoben. Barrick und Newmont sind vergangene Woche erwacht und zeigen, dass auch große Investoren wieder in Goldminen-Aktien investieren. Eine Chance auf Vervielfachung bietet sich beim Übernahmekandidaten Desert Gold. An der Aktie ist die Rally bisher vorbeigegangen und man befindet sich seit einem Jahr im Seitwärtstrend. Analysten sehen ein attraktives Chance- zu Risikoverhältnis und empfehlen die Aktie zum Kauf. Zum Kauf wird auch Deutz empfohlen. Die angekündigte Übernahme erscheint Analysten sinnvoll und man könnte künftig auch Militärfahrzeuge elektrifizieren. Und was macht das Gold-Schwergewicht Barrick?

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: BARRICK GOLD CORP. | CA0679011084 , DESERT GOLD VENTURES | CA25039N4084 , DEUTZ AG O.N. | DE0006305006

Inhaltsverzeichnis:


    Barrick Gold: Goldman Sachs hebt Prognose an

    Der Goldpreis hat seine Schwächephase schnell wieder beendet und ist über die Marke von 3.200 USD gesprungen. Und geht es nach Goldman Sachs, ist noch viel Luft nach oben. Wie Reuters berichtet, hat die US-Investmentbank die Prognose für den Goldpreis bis Jahresende auf 3.700 USD je Feinunze angehoben. Treiber für den Preis des Edelmetalls sei zum einen die höher als erwartet Nachfrage seitens zahlreicher Zentralbanken. Weltweit wurden die Goldreserven stark angehoben. Zudem seien die Mittelzuflüsse in goldgedeckte ETFs höher als angenommen. Vor dem Hintergrund der wachsenden Rezessionsangst sollte sich an diesem Trend nichts ändern – Gold sollte eher noch an Attraktivität gewinnen. Denn das Edelmetall als sicherer Hafen bleibe für Anleger eine gute Wahl.

    Wie der Goldpreis hat auch die Barrick-Aktie die Schwächephase schnell beendet. In der vergangenen Woche ging es von 16,13 EUR auf über 18 EUR nach oben. Damit notiert die Aktie des Gold-Schwergewichts an einem wichtigen Widerstand. Bis zum Allzeithoch bei rund 40 EUR ist es allerdings noch ein ganzes Stück. Und es ist auch nicht wahrscheinlich, dass sich die Aktie schnell diesem Niveau nähern sollte. Dafür ist der Konzern zu sehr mit seinen Problemminen beschäftigt. Übernahmen hatte man im vergangenen Jahr eine Absage erteilt. Wenn der Kurs aber weiterhin keine Dynamik entwickelt, könnte man die Strategie ändern. Von der bilanziellen Situation könnte sich Barrick in jedem Fall die eine oder andere Übernahmen leisten. Ein Kandidat wäre Desert Gold.

    Desert Gold: Übernahmekandidat mit Vervielfachungspotenzial

    Während der Goldpreis auf Allzeithoch notiert, bietet sich Anlegern bei Desert Gold viel Nachholpotenzial. Seit fast einem Jahr tendiert das Wertpapier des kanadischen Goldexplorers zwischen 0,06 CAD und 0,07 CAD. Viel zu niedrig, meinen die Analysten von GBC Research. Sie empfehlen die Aktie mit einem Kursziel von 0,425 CAD zum Kauf. Damit ist aus ihrer Sicht eine Vervielfachung möglich.

    Mit einer wachsenden Ressourcengrundlage, einer strategisch günstigen Lage und einem sich verbessernden regulatorischen Umfeld könnte sich Desert Gold zu einem der Gewinner des Goldbooms entwickeln. Angesichts politischer und regulatorischer Reformen, die den Rohstoffsektor in Mali transformieren, sehen die Analysten attraktive Chancen für strategisch gut positionierte Unternehmen – dazu gehört Desert Gold.

    Desert Gold hält ein 440 km² großes Landpaket im Kenieba-Fenster, das von bedeutenden Akteuren wie Barrick Gold, B2Gold, Allied Gold und Endeavour Mining umgeben ist. In der Region befinden sich hochproduktive Minen. Desert Gold konnte bereits 310.300 Unzen nachweisen und 769.200 Unzen andeuten. Dies summiert sich auf starke 1,079 Mio. Goldunzen – Tendenz steigend. Denn zuletzt hat man historische Datensätze von Bohrungen eines australischen Unternehmens erworben. Die Auswertung läuft und es werden noch mal rund 480.000 Unzen vermutet. Damit wird Desert Gold mehr und mehr zum attraktiven Übernahmekandidaten.

    Deutz: Kursziel reduziert

    Weniger Kurspotenzial als bei Desert Gold sehen Analysten bei Deutz. Allerdings kann bei der Aktie von einem Seitwärtstrend auch keine Rede sein. Für den Motorenhersteller läuft es derzeit fast schon zu gut: Man profitiert vom Rüstungsboom und den geplanten Milliarden der Bundesregierung für Infrastruktur. Außerdem dürften die Kölner befürworten, dass Schwarz-Rot das Wärmegesetz streichen und Verbrennerverbot aufheben möchte. Und dann hat man auch noch eine strategisch interessante Übernahme im Bereich der Elektromobilität angekündigt.

    Am Freitag haben die Analysten von Warburg Research ihre Kaufempfehlung für die Deutz-Aktie bestätigt. Das Kursziel wurde allerdings leicht von 11,80 EUR auf 10,90 EUR reduziert. Derzeit notiert das Wertpapier bei 6,23 EUR. Mit der Übernahme der niederländischen UMS würde das Produktportfolio durch neue Technologien gestärkt werden. Der Auftragseingang sollte zum Jahresbeginn leicht zugelegt haben.

    Damit gehört Warburg übrigens zu den Deutz-Bullen. Das durchschnittliche Kursziel liegt gemäß marketscreener.com bei 8,64 EUR. Die 5 covernden Analysten empfehlen alle zum Kauf.


    Fazit

    Die Aktie von Desert Gold ist reif für einen Ausbruch nach oben. Nach unten wird der Kurs durch die Übernahmefantasie abgesichert. Barrick Gold dürfte auch vom steigenden Preis für das Edelmetall profitieren, aber Explorer bietet in der Regel einen größeren Hebel. Die Deutz-Aktie ist bereits gut gelaufen. Das kurzfristige Potenzial dürfte sich entsprechend in Grenzen halten.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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