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11.12.2025 | 05:20

KEINE PANIK! Almonty, Standard Lithium, DroneShield Aktie

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Bildquelle: AI

Rohstoff-Perle Almonty hat am Dienstag einen deutlichen Kursrücksetzer erlebt. Doch die gestrige Erholung zeigt, dass es keinen Grund für Panik gibt. Das Unternehmen ist auf dem Weg zur Wolfram-Supermacht. Daran hat CEO Lewis Black bei seiner letzten Präsentation vor Investoren keinen Zweifel gelassen. Der Wolfram-Spotpreis könnte auf 1.000 USD je MTU steigen. Analysten rechnen mit deutlich weniger und Almonty erzielt bereits bei 300 USD starke Margen. Dass Anleger nach massiven Kursgewinnen sehr sensibel reagieren können, hat die Aktie von DroneShield zu spüren bekommen. Doch inzwischen läuft die Erholungsrally. Auch bei Standard Lithium tut sich etwas. Die Amerikaner scheinen auf einem guten Weg, sich Mrd. USD für den Bau ihrer ersten Lithium-Mine zu sichern.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: ALMONTY INDUSTRIES INC. | CA0203987072 , STANDARD LITHIUM LTD | CA8536061010 , DRONESHIELD LTD | AU000000DRO2

Inhaltsverzeichnis:


    Almonty Industries: Wolframpreis bald bei 1.000 USD?

    Schreck bei Almonty-Aktionären. Am Dienstag rutschte die Aktie kurzzeitig unter die Marke von 6 EUR. Die kurzfristig von der renommierten Bank of America umgesetzte Kapitalerhöhung hatte den einen oder anderen auf dem falschen Fuß erwischt. Gestern notierte die Aktie der Rohstoff-Perle schon wieder bei 6,05 EUR. Für Panik gibt es auch keinen Grund ersichtlich. Altaktionäre wurden um weniger als 10 % verwässert und das Unternehmen hat einen Emissionserlös (brutto) von 112,5 Mio. USD erzielt. Der Nettoerlös wird insbesondere zur Finanzierung der Explorations- und Erschließungsarbeiten im US-Wolframprojekt Gentung Browns Lake, der Erweiterungsarbeiten in der Mine Panasqueira in Portugal und der Explorationsarbeiten im Molybdänprojekt Sangdong genutzt.

    Die Investitionen sollten sich schon bald für Almonty und Aktionäre auszahlen. Denn daran, dass das Unternehmen vor einer goldenen Zukunft steht, ließ CEO Lewis Black in seiner Präsentation auf dem IIF in der vergangenen Woche keinen Zweifel. Demnach könnte sich die Preisrally bei Wolfram weiter fortsetzen. Inzwischen liegt der Spotpreis bei über 800 USD je MTU. Black hält sogar 1.000 USD für möglich. Gründe für hohe Preise gibt es zahlreiche. Die USA wollen, dass das unter anderem für Rüstung, Raumfahrt und Technologie kritische Metall bald nicht mehr aus China bezogen werden darf. Gleichzeitig beschränkt China – von dort stammt bisher über 80 % der Weltproduktion – immer wieder den Export. Und Black wies in seinem Vortrag darauf hin, dass chinesische Minen mehr und mehr Probleme bekommen. Denn die jahrzehntelange Subventionierung durch den Staat geht zu Ende und die Minen sind so veraltet, dass sie auf dem freien Markt nur bei hohen Preisen bestehen können.

    https://youtu.be/3jor7goNPj4?si=jzKcgmAf_3oaStL6

    Damit wird Almonty mit seinen Minen in Portugal, Südkorea und im US-Bundesstaat Montana nicht nur der mit Abstand größte westliche Wolfram-Produzent sein, sondern auch bei der Kostenführerschaft ganz vorne mitspielen. Zur Einordnung: Bei 300 USD je MTU kann Almonty bereits eine sehr ordentliche Marge erzielen. Die Prognosen von Analysten basieren auf Preisen deutlich unter dem aktuellen Niveau. Cantor Fitzgerald beispielsweise kalkuliert mit 450 USD und hat ein Kursziel von 10 USD je Aktie. Sobald im kommenden Jahr klar wird, dass Almonty zu deutlich höheren Preisen verkaufen kann, bietet dies Spielraum für Kurszielerhöhungen.

    https://youtu.be/CDgG7rkTUuY?si=EQRBlxy5BIx9A2Jo

    Standard Lithium: Finanzierung gesichert?

    Während Almonty seine Wolfram-Projekte sauber durchfinanziert hat, kämpft Standard Lithium noch um Kapital, um mit dem Bau von Minen beginnen zu können. Dazu gab es kürzlich ein Update.

    So kommt Standard Lithium nach eigenen Angaben bei der Finanzierung seines South West Arkansas Projekts (SWA) einen großen Schritt voran. Das Gemeinschaftsunternehmen Smackover Lithium – ein Joint Venture mit Equinor – hat demnach Interessenbekundungen von drei großen Finanzierern erhalten, darunter die US-Export-Import-Bank und Export Finance Norway. Insgesamt geht es um mehr als 1 Mrd. USD an vorrangigem, besichertem Projektkredit der die Phase 1 des Lithiumprojekts im Smackover-Becken finanzieren soll. Parallel dazu laufen Gespräche mit internationalen Geschäftsbanken für eine Gesamt-Projektfinanzierung von bis zu 1,1 Mrd. USD.

    Die Projektkredite sollen die veranschlagten Gesamtinvestitionen von rund 1,45 Mrd. USD für das SWA-Projekt – inklusive Finanzierungskosten – teilweise decken. Den Rest wollen Standard Lithium und Equinor mit Eigenkapital sowie einer bereits zugesagten Förderung des US-Energieministeriums über 225 Mio. USD finanzieren.

    Das Management wertet das starke Interesse der Finanzierer als Bestätigung für die strategische Bedeutung und den De-Risking-Status des Projekts: Smackover Lithium sieht sich auf dem Weg, ein „regionaler Champion“ für kostengünstige, nachhaltige Lithiumproduktion in den USA zu werden. Gleichzeitig bleibt die Finanzierung noch nicht in trockenen Tüchern: Alle bisher vorliegenden Interessenbekundungen sind unverbindlich und stehen unter dem Vorbehalt weiterer Due-Diligence-Prüfungen, interner Kreditentscheidungen, der Vertragsverhandlungen sowie klar definierter Bedingungen bis zum Financial Close.

    DroneShield: Erholungsrally läuft

    Die DroneShield-Aktie erlebt nach ihrem Absturz eine spürbare Erholungsrally. Nachdem der Kurs seit dem Hoch im Oktober zeitweise über 70 % eingebrochen war, griffen zuletzt vermehrt Schnäppchenjäger zu. Allein gestern schoss das Wertpapier des Spezialisten für Drohnenabwehr um über 10 % nach oben. Über die Auslöser kann man nur spekulieren: technische Faktoren wie Short-Covering und die Suche nach „gefallenen Engeln“.

    Der massive Kurssturz zuvor war jedoch kein gewöhnlicher Rücksetzer, sondern ein heftiger Vertrauensschock. Nach einer vorangegangenen Kursvervielfachung – getrieben von hohen Auftragseingängen und starken Q3-Zahlen – kippte die Stimmung, als CEO Oleg Vornik und weitere Top-Manager innerhalb weniger Tage Aktienpakete im Wert von rund 50 bis 70 Mio. AUD veräußerten und damit den Eindruck von „Cash-out“ auf dem Hoch nährten. Hinzu kamen Governance-Fragen. So wurde ein bereits bestehender US-Auftrag fälschlich als neue Order dargestellt. Anschließend trat der US-Chef überraschend zurück und er verkaufte sein komplettes Aktienpaket.

    Fazit

    Grund zur Panik gibt es bei diesen drei Aktien derzeit nicht. Bei Almonty hat sich an den Kurstreibern nichts geändert. Bleibt der Preis so hoch, dürften die Analysten ihre Prognosen bald erhöhen. Standard Lithium scheint auf einem guten Weg zu sein, das erste Projekt tatsächlich in Produktion zu bringen. DroneShield bleibt ein heißes Eisen, scheint aber zumindest den Boden gefunden zu haben.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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