11.06.2026 | 04:30
Kupfer-Super-Zyklus! Problem für Nordex? Freeport-McMoRan, Glencore und Power Metallic Mines profitieren!
Eigentlich ist Kupfer ein Konjunkturindikator. Doch der Super-Zyklus stellt die Regel auf den Kopf. Während die Weltwirtschaft schwächelt, sehen Experten bei Kupfer eine Preissteigerung auf 15.000 USD. Es wird sogar vor einem breiteren „Super-Squeeze“ gewarnt, wenn die Straße von Hormus weiter geschlossen bleibt. Freeport-McMoRan und Glencore profitieren von der Kupferrally. Beide Basisinvestments sind schon gut gelaufen. Da lohnt sich ein Blick auf die Explorer. Und in dieser Gruppe fällt Power Metallic Mines positiv auf. Analysten sehen fast 200 % Kurspotenzial. Auf der jüngsten Investorenkonferenz hat das Management einen guten Eindruck hinterlassen. Bereits im Juli soll die erste Ressourcenschätzung veröffentlicht werden. Weitere Kurstreiber stehen mit der vorläufigen Wirtschaftlichkeitsstudie und der NASDAQ-Notierung in den Startlöchern. Siemens, Siemens Energy und Nordex gehören zu den Unternehmen, die hierzulande mittelfristig Probleme durch einen hohen Kupferpreis bekommen könnten. Die Nordex-Aktie ist zuletzt stark gefallen. Ein neuer Auftrag brachte gestern positive Impulse.
Lesezeit: ca. 4 Min.
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Autor:
Fabian Lorenz
ISIN:
FREEPORT-MCMORAN INC. | US35671D8570 , GLENCORE PLC DL -_01 | JE00B4T3BW64 , NORDEX SE O.N. | DE000A0D6554 , POWER METALLIC MINES INC. | CA73929R1055 | TSXV: PNPN , OTCBB: PNPNF
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Fabian Lorenz
Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.
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Freeport-McMoRan und Glencore: Basisinvestments im Kupfer-Super-Zyklus
Die Kupferrally setzt sich trotz anhaltender Konjunktursorgen fort. Das ist bemerkenswert, da Kupfer traditionell als wichtiger Frühindikator für die wirtschaftliche Entwicklung gilt. Der Markt fokussiert sich derzeit jedoch auf die langfristige Angebots- und Nachfragesituation. Treiber sind vor allem die Elektrifizierung, der Ausbau der Stromnetze, Rechenzentren für Künstliche Intelligenz sowie ein begrenztes Minenangebot. Entsprechend erwartet Goldman Sachs, dass sich das Kupferdefizit außerhalb der USA auf rund 640.000 Tonnen ausweiten könnte. Die Analysten verweisen auf wieder anziehende US-Importe sowie eine robuste strukturelle Nachfrage durch die Energiewende und den KI-Boom. Die Citigroup sieht innerhalb der kommenden zwölf Monate sogar die Marke von 15.000 USD erreichbar. Dies könnte sogar schneller erreicht werden. So warnt HSBC vor einem breiteren Rohstoff-„Super-Squeeze“, der im Zusammenhang mit der Schließung der Straße von Hormus entstehen könnte.
Vor diesem bullischen Hintergrund ist es keine Überraschung, dass die Aktie von Freeport-McMoRan auf einem Allzeithoch notiert. Bei einem Kurs von rund 62 USD bringt der Kupfergigant 92 Mrd. USD auf die Börsenwaage und ist kein Schnäppchen. Die Aktie von Glencore hat im laufenden Jahr bereits 37 % zulegen können und notiert nahe dem Allzeithoch. Neben diesen Basisinvestments kann sich ein Blick auf die Explorer lohnen. Und in diesem Bereich fällt insbesondere Power Metallic Mines auf.
Kupfer-Perle Power Metallic Mines
Analysten trauen der Aktie von Power Metallic Mines deutlich höhere Kurse zu. Die Analysten von GBC Research haben zuletzt ihr Kursziel von 2,85 CAD auf 3,00 CAD angehoben. Derzeit notiert die Aktie des Explorationsunternehmens bei 1,08 CAD. Das Wertpapier wird übrigens auch auf Tradegate gehandelt. Auf manchen Börsenportalen findet man es noch unter dem alten Namen Power Nickel.
Auf der digitalen Investorenkonferenz hat das Management von Power Metallic Mines erneut aufgezeigt, warum die Aktie interessant ist. Im Mittelpunkt der Equity Story steht die Lion Zone des NISK-Projekts im kanadischen Québec. Dabei handelt es sich nach Ansicht des Managements um eine der hochgradigsten Kupfer- und Platingruppenmetall-Entdeckungen weltweit. Die Lagerstätte gehört zu den weltweit extrem seltenen orthomagmatischen Vorkommen. Die Lion Zone und das gesamte NISK-Projekt überzeugen durch außergewöhnlich hohe Metallgehalte, die gute Infrastruktur vor Ort mit Straßen-, Strom- und Flughafenanbindung sowie die enge Zusammenarbeit mit den örtlichen Gemeinden.
Ein weiterer Schwerpunkt der Präsentation lag auf dem enormen Wachstumspotenzial des Projekts. Power Metallic hat seine Landposition in der Region auf rund 313 Quadratkilometer ausgeweitet und kontrolliert inzwischen sieben von acht identifizierten Zielgebieten. Besonders vielversprechend erscheint die sogenannte Hydro-Lands-Zone, die als möglicher geologischer Zwilling der Lion Zone angesehen wird. Derzeit läuft ein Bohrprogramm über 100.000 Meter mit sechs Bohrgeräten. Das Unternehmen sieht deutliche Vorteile bei der späteren Minenentwicklung: Die Provinz Québec bietet attraktive Förderprogramme und Steueranreize, wodurch der Kapitalbedarf erheblich reduziert werden könnte.
Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgten die jüngsten metallurgischen Ergebnisse. Laut den präsentierten SGS-Tests wurden Kupfergewinnungsraten von rund 99 % sowie hohe Rückgewinnungsraten bei Platin, Palladium, Gold und Silber erzielt. In den kommenden Monaten stehen mehrere wichtige Meilensteine an. Bereits im Juli soll die erste Ressourcenschätzung veröffentlicht werden, gefolgt von einer vorläufigen Wirtschaftlichkeitsstudie (PEA) im Dezember. Darüber hinaus plant Power Metallic eine NASDAQ-Notierung im Spätsommer und treibt den Aufbau einer Tochtergesellschaft in Saudi-Arabien voran. Mit einer starken Aktionärsbasis, zu der mehrere bekannte Rohstoffinvestoren und Unternehmer zählen, sieht sich das Unternehmen gut positioniert, um die Entwicklung der Entdeckung weiter zu beschleunigen.
https://youtu.be/47K2ZeQN2ac?si=-9hzR_oZqIT8byFc
Die Verlierer der Kupfer-Rally: Vorsicht bei Nordex
Zu den deutschen Unternehmen, die mittelfristig unter einem anhaltend hohen Kupferpreis leiden könnten, gehören insbesondere Siemens, Siemens Energy und Nordex. Alle drei Konzerne gehören zu den Überfliegern der vergangenen Jahre. Doch sie benötigen erhebliche Mengen des Industriemetalls für ihre Produkte und Projekte. Bei Siemens kommt Kupfer unter anderem in der Automatisierungs- und Energietechnik zum Einsatz, während Siemens Energy große Mengen für Transformatoren, Umspannwerke und Stromnetzinfrastruktur benötigt. Auch Nordex ist als Windturbinenhersteller auf Kupfer angewiesen, etwa für Generatoren, Transformatoren und Kabelsysteme. Steigende Kupferpreise erhöhen somit die Materialkosten und können die Margen belasten, sofern die Mehrkosten nicht vollständig an die Kunden weitergegeben werden können. Gleichzeitig profitieren die Unternehmen zwar von den Investitionen in Energiewende und Elektrifizierung, die den Kupferbedarf antreiben, dennoch bleibt ein dauerhaft hohes Preisniveau ein potenzieller Kostenfaktor.
Bei Nordex scheinen sich Anleger langsam der Risiken bewusst zu werden. Stand die Aktie Anfang Mai noch bei 50 EUR, sind es derzeit nur noch rund 38 EUR. Der Newsflow vom Unternehmen bleibt jedoch positiv. Gestern hat Nordex den nächsten Auftrag gemeldet. So wird man 17 Windenergieanlagen vom Typ N163/5.X nach Osteuropa liefern. Die Anlagen haben eine Leistung von über 100 MW und sollen 2028 in Betrieb genommen werden.
Fazit
Kupfer befindet sich im Super-Zyklus. Freeport-McMoRan und Glencore sind Basisinvestments in den Sektor und bereits gut gelaufen. Wer es etwas spekulativer mag, der kann sich Power Metallic Mines ins Depot legen. Analysten halten bei den Kanadiern jedenfalls deutlich höhere Kurse für möglich. Deutsche Unternehmen wie Siemens Energy und Nordex könnten mittelfristig unter höheren Kupferpreisen leiden, wenn der Wettbewerbsdruck Preiserhöhungen verhindert.
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