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23.08.2024 | 05:05

Kurssprung und Aktienrückkauf! Rheinmetall, Barrick Gold, Globex Mining

  • Edelmetalle
  • Rohstoffe
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Bildquelle: pixabay.com

Wann endet die Konsolidierung bei der Rheinmetall-Aktie? Nach dem Sprung auf ein neues Allzeithoch in der vergangenen Woche legte das Wertpapier in der laufenden Wochen den Rückwärtsgang ein. News aus Deutschland und Polen irritieren Anleger. Was sagen Analysten? Dagegen läuft es bei Barrick Gold rund. Nach überzeugenden Quartalszahlen ist die Aktie auf dem Sprung über einen langjährigen Widerstand. Vom Gold-Boom profitiert auch Globex Mining. Der Mineninkubator überzeugt durch einen positiven Newsflow. Kann das Aktienrückkaufprogramm die Aktie antreiben? Experten sehen Chance auf eine Outperformance.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: RHEINMETALL AG | DE0007030009 , BARRICK GOLD CORP. | CA0679011084 , GLOBEX MINING ENTPRS INC. | CA3799005093

Inhaltsverzeichnis:


    Barrick Gold: Gelingt der Sprung über die 18 EUR?

    Seit 2023 warten Barrick-Aktionäre auf den nachhaltigen Sprung der Aktie über die Marke von 18 EUR. Bereits im zweiten Quartal – also noch zu niedrigeren Goldpreisen – hat Barrick den Umsatz von 2,8 Mrd. USD auf 3,2 Mrd. USD gesteigert. Der Nettogewinn kletterte sogar von 305 Mio. USD im Vorjahreszeitraum auf 370 Mio. USD. Inzwischen notiert der Preis für das Edelmetall etwa 10 % über den durchschnittlichen Verkaufspreisen von Barrick im zweiten Quartal. Entsprechend positiv ist das Unternehmen für die zweite Jahreshälfte.

    Und der Goldpreis dürfte die Produzenten und Explorer weiter antreiben. Denn wie jetzt bekannt wurde, hält sich China mit Käufen seit mehreren Monaten zurück. Dass der Preis für das Edelmetall trotzdem auf ein Rekordhoch gestiegen ist, spricht für eine nachhaltige Entwicklung.

    Denn bald könnte die Nachfrage aus China wieder zulegen. So berichtet "Reuters", dass mehrere chinesische Banken von der Zentralbank neue Quoten für den Goldimport erhalten hätten. Diese Quoten pausierten in den vergangenen Monaten. Dabei hatten zahlreiche Experten den starken Anstieg des Goldpreises im laufenden Jahr mit massiven Käufen aus China begründet. Dem Bericht zu Folge ist die chinesische Zentralbank zwar weiterhin der größte Käufer des Edelmetalls, tritt auf dem Weltmarkt aber bei weitem nicht so aggressiv auf wie angenommen.

    Globex Mining: Potenzial für Outperformance

    Von einem steigenden Goldpreis sollte auch Globex Mining profitieren. Dabei bietet der Mineninkubator aus Kanada Anlegern eine wohl an der Börse einzigartige Diversifikation über eine Vielzahl an Rohstoffen – von Edelmetallen wie Gold und Silber über Seltene Erden bis hin zu Lithium. So hat das Unternehmen in den vergangenen Jahren zahlreiche Explorationsprojekte oder stillgelegte Minen aufgekauft und so ein Portfolio von über 250 Projekten aufgebaut. Globex stellt die Projekte anderen Unternehmen zur Exploration zur Verfügung. Dafür erhalten die Kanadier Cash, Aktienoptionen und spätere Royalty-Zahlungen. Damit werden die Kosten und Risiken der Exploration praktisch ausgelagert.

    Während der Newsflow aus den Projekten im laufenden Jahr überzeugt, tendiert die Globex-Aktie seitwärts. Aus Sicht des Managements bietet sich damit die Gelegenheit, eigene Aktien günstig einzusammeln. Daher wurde kürzlich ein Aktienrückkaufprogramm für die kommenden 12 Monate verabschiedet.

    Potenzial für eine Outperformance der Globex-Aktie sehen auch die Experten von researchanalyst.com (zum Artikel). Sie weisen auf die Vielzahl an qualitativ hochwertigen Projekten über den gesamten Rohstoff-Sektor hinweg und die Aussicht auf aussichtsreiche Deals hin. Dazu verweisen sie auf den letzten Bullen-Zyklus im Frühjahr 2022. Damals stieg die Globex-Aktie auf 1,70 CAD. Derzeit notiert sie bei rund 0,90 CAD und ist operativ deutlich weiter als damals.

    Rheinmetall: Aktie mit weiteren 30 % Potenzial?

    Es klingt weiterhin paradox, aber für einige Investoren sind Rüstungsaktien der neue sichere Hafen. Und die Performance der Rheinmetall-Aktie spricht dafür. Allein im laufenden Jahr hat das Wertpapier des größten deutschen Rüstungskonzerns rund 80 % an Wert zugelegt. Erst vergangene Woche erreichte die Aktie nach überzeugenden Zahlen und der Ankündigung einer Milliardenübernahme in den USA ein neues Allzeithoch bei über 560 EUR. In dieser Woche zeigt sich aber auch, dass das Kursniveau wenig Spielraum für Rückschläge bietet. So reagierten Anleger mit Aktienverkäufen auf die Nachricht, dass der neue Haushaltsplan der Bundesregierung wenig Spielraum für Militärhilfen für die Ukraine vorsieht. Auch wenn Politiker kurz danach den unbedingten Willen zur weiteren Unterstützung der Ukraine bekräftigen. Zudem sorgte die Stornierung eines Auftrags der polnischen Regierung für Verstimmung. Die bestellte Artilleriemunition wird bei einem Joint Venture Partner von Rheinmetall in Südafrika produziert. Die dortige Regierung behindert jedoch den Export, da man befürchtet, dass Polen die Munition an die Ukraine weiterreicht. Gerade die Nachricht aus Polen dürfte eigentlich nur einen sehr überschaubaren Einfluss auf die Geschäftsentwicklung von Rheinmetall haben, aber sie zeigt eben, wie sensibel Anleger auf dem aktuellen Kursniveau reagieren.

    Analysten sind derzeit weniger sensibel. Besonders bullish sind die Experten von Hauck Aufhäuser. Sie verweisen auf die starken Zahlen, sinnvolle Übernahme und interessante Partnerschaften mit Leonardo und Lockheed Martin. Daher empfehlen die Analysten die Rheinmetall-Aktie mit einem Kursziel von 680 EUR zum Kauf.


    Rüstungs- und Rohstoffaktien werden voraussichtlich auch im weiteren Jahresverlauf zu den Anlegerlieblingen gehören. Im Rohstoffsektor bietet Globex Mining Nachholpotenzial und gleichzeitig eine Risikoabsicherung durch Diversifikation und Aktienrückkaufprogramm. Bei Barrick Gold ist es charttechnisch sehr spannend. Gelingt der nachhaltige Sprung über die 18 EUR, sind deutlich höhere Kurse drin. Geht es nach den Analysten von Hauck Aufhäuser, hat die Aktie von Rheinmetall fast 30 % Luft nach oben.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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