Menü schließen




23.09.2025 | 04:30

NATO unter Druck! Almonty Kursziel steigt! Renk bei Goldman Sachs nicht Favorit! DroneShield mit Meilenstein!

  • Technologie
  • Rohstoffe
  • rüstung
Bildquelle: Rheinmetall AG

Russland testet die NATO! Immer wieder werden Drohnen und Kampfflugzeuge im europäischen Luftraum geortet. Dies zeigt: Von Deeskalation kann keine Rede sein. Die NATO muss weiter aufrüsten. Damit bieten sich für Anleger Chancen über die gesamte Wertschöpfungskette der Rüstungsindustrie. Im Rohstoff-Bereich ist die Almonty-Aktie erste Wahl. Analysten erwarten beim Wolfram-Produzenten in den kommenden Jahren eine Gewinnexplosion und erhöhen das Kursziel. Kommt sogar der Einstieg der US-Regierung? DroneShield erreicht dank Folgeaufträgen des US-Verteidigungsministeriums einen Meilenstein. Für die Zukunft sieht sich der Spezialist für Drohnenabwehr gut aufgestellt. Zu Renk äußert sich erstmals Goldman Sachs. Doch die Analysten haben andere Favoriten.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: ALMONTY INDUSTRIES INC. | CA0203987072 , RENK AG O.N. | DE000RENK730 , DRONESHIELD LTD | AU000000DRO2

Inhaltsverzeichnis:


    Almonty Industries: Analysten erwarten Gewinnexplosion

    Almonty ist nicht nur einer der wenigen westlichen Wolfram-Produzenten. Schon in wenigen Wochen wird das Unternehmen wohl der größte Lieferant des kritischen Metalls außerhalb Chinas und Russlands sein. Aufgrund der Unverzichtbarkeit bei Rüstung, Raumfahrt und Technologie geben sich seit Monaten Regierungen und Unternehmen bei Almonty die Klinke in die Hand. Almonty-CEO Lewis Black hat bereits angekündigt, dass die Produktion der in Kürze eröffnenden Sangdong-Mine in Südkorea zu großen Teilen in die USA gehen wird. Dorthin wird derzeit auch der Firmensitz verlegt. Zudem wurde zuletzt sogar die Übernahme eines Wolfram-Projekts in den USA ins Spiel gebracht. Eigentlich unglaublich: Derzeit ist das Land zu 100 % auf Importe angewiesen.

    Mit Inbetriebnahme der Sangdong-Mine steht Almonty vor einer Zeitenwende. Wie stark Umsatz und Gewinn in den kommenden Jahren steigen werden, zeigt die jüngste Studie von Briley Securities. Aufgrund des steigenden Preises für Wolfram – allein 21 % seit Juli – wurde das Kursziel für die Almonty-Aktie von 6 auf 7 USD angehoben. Im kommenden Jahr erwarten die Analysten einen Umsatz von 105 Mio. USD. Dieser soll in 2027 auf 267 Mio. USD steigen und in 2028 sollen es bereits 375 Mio. USD sein. Das EBITDA soll in dieser Zeit von 42 Mio. USD in 2026 auf 249 Mio. USD in 2028 explodieren. Der Gewinn je Aktie soll 2028 bei 0,99 USD liegen. Interessant: Ihre Schätzungen basieren sogar auf einem fallenden Wolfram-Preis. Warum die Analysten dies annehmen, erklären sie nicht. Jedenfalls scheinen die Schätzungen damit Luft nach oben zu haben.

    Außerdem verweisen die Analysten darauf, dass die US-Regierung derzeit Gespräche über die Einrichtung eines 5 Mrd. USD schweren Bergbau-Investmentfonds führt. Damit könnte die Finanzierung kritischer Mineralien stark ausgeweitet werden. Dass sich die US-Regierung nach dem Vorbild MP Materials auch an Almonty beteiligen könnte, ist nicht unwahrscheinlich. Die Sitzverlegung, die Belieferung der US-Rüstungsindustrie und der mögliche Aufbau einer US-Wolframproduktion sind jedenfalls eine spannende Mischung und dürften genau zum Investmentprofil der US-Regierung passen.

    Wichtiger Terminhinweis: Am 8. Oktober 2025 wird Almonty-CEO Lewis Black auf der virtuellen Investorenkonferenz IIF präsentieren. Private und institutionelle Anleger können sich hier zur kostenlosen Teilnahme anmelden. Es präsentieren viele spannende deutsche und internationale Small- und Midcaps.

    Renk: Rheinmetall mit besserem Produktportfolio?

    Die Renk-Aktie hat in diesem Jahr schon einiges von dem erhofften Superzyklus in der Rüstungsindustrie vorweggenommen. So liegt das Kursplus 2025 bei stolzen 270 %. Zum Vergleich: Bei BAE Systems sind es "nur" 63 %. Der britische Konzern ist derzeit der Favorit von Goldman Sachs unter den europäischen Rüstungskonzernen. Insgesamt stehe Europa vor dem größten Wiederbewaffnungszyklus seit dem Anfang des Kalten Krieges. Entsprechend positiv sehen die Goldmänner den Rüstungssektor. Allerdings sollten Investoren mit Blick auf die hohen Bewertungen selektiv vorgehen. Aus ihrer Sicht passe übrigens das Produktportfolio von Rheinmetall am besten zu den bestehenden Verteidigungsdefiziten Europas.

    Derweil wird Renk in der Erststudie mit "Neutral" eingestuft. Die Analysten attestieren Renk eine außerordentlich starke Position als europäischer Anbieter im Bereich der Landsysteme. Die Beteiligung an Militärprogrammen wie Lynx, Leopard 2, Puma und der Panzerhaubitze 2000 gebe Planungssicherheit. Entsprechend realistisch sei die Umsatzprognose des Managements für das Jahr 2028 in Höhe von 2 Mrd. EUR. Die Analysten gehen mit ihren Schätzungen sogar etwas über den Konsens hinaus. Dennoch reichte es nicht für eine Kaufempfehlung, da ihr fairer Wert für die Renk-Aktie von 70 EUR nur knapp über dem aktuellen Kursniveau liegt.

    DroneShield: Großaufträge in der Pipeline?

    Nachdem es im Sommer etwas ruhiger um Drohnenabwehr geworden war, haben die Funde russischer Drohnen das Thema wieder auf die Tagesordnung gebracht. Davon sollte der Spezialist DroneShield profitieren. Die Australier haben gerade einen Meilenstein gefeiert: Inzwischen wurden weltweit mehr als 4.000 Handheld-Systeme zu Drohnenabwehr verkauft. Die Marke wurde durch zwei neue Aufträge im Wert von zusammen 7,9 Mio. USD geknackt. Bestellt hat erneut das US-Verteidigungsministerium. Die Lieferung soll noch im laufenden Jahr erfolgen.

    Die Handheld-Lösungen von DroneShield bilden einen Eckpfeiler seines umfassenden Anti-Drohnen-Portfolios, das Lösungen für den Einsatz zu Fuß, auf Fahrzeugen und an festen Standorten umfasst, bei denen mehrere Sensoren und Effektoren durch die fortschrittliche Software von DroneShield miteinander verbunden sind. Zusammen bieten sie eine mehrschichtige Verteidigungsarchitektur, die es Bedienern ermöglicht, feindliche Drohnen schnell und präzise zu erkennen, zu verfolgen, zu identifizieren und zu bekämpfen. Kunden, die sich für die SaaS-basierten KI-Software-Updates angemeldet haben, erhalten vierteljährlich neue Firmware über das sichere Portal des Unternehmens.

    DroneShield-CEO Oleg Vornik: „Da unsere Kunden von anfänglichen kleinen Testkäufen zu vollständigen Beschaffungen übergehen, sehen wir eine schnell steigende Kundennachfrage. Die Drohnenabwehr steckt noch in den Kinderschuhen, und unsere Kunden benötigen sehr umfangreiche Zusatzkäufe, um das erforderliche Niveau der Drohnenabwehr zu erreichen. DroneShield ist ein weltweit anerkannter Branchenführer, und wir gehen davon aus, dass wir weiterhin von dieser steigenden Nachfrage profitieren werden.“ Bewahrheitet sich die Aussage, könnten bei DroneShield in den kommenden Monaten einige Großaufträge bevorstehen.

    Fazit

    Dass Renk auf Getriebe spezialisiert ist, ist Fluch und Segen zugleich. Die Auftragsbücher sind voll, aber bei Themen wie Munition, Drohnen, Flugzeuge und Marine bleibt man eben außen vor. Dagegen wird Wolfram in den unterschiedlichsten Bereichen benötigt. Almonty ist auf dem Weg ein systemkritischer Lieferant zu werden. Mit Blick auf die Perspektiven und Analystenschätzungen scheint die Aktie auf dem aktuellen Niveau zu günstig zu sein. Günstig ist DroneShield sicher nicht, aber der Highflyer scheint nach der Konsolidierung wieder reif für einen Kursanstieg zu sein.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.

    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

    Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.esg-aktien.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Fabian Lorenz vom 01.04.2026 | 04:30

    Übernahme, Kaufempfehlung! 150 % mit SAP, D-Wave und Aspermont?!

    • Technologie
    • KI
    • software
    • cloud
    • Quantum

    Wer sind die KI-Gewinner und wer die Verlierer? Diese Frage treibt die Börse in den vergangenen Monaten um. SAP wird dabei von vielen in die Ecke der Verlierer gestellt. So hat die Aktie der Walldorfer in den vergangenen Monaten kräftig verloren. Doch Analysten sehen SAP für die KI-Zeitenwende gut positioniert. Bringt eine Übernahme neue Impulse? Ein KI-Gewinner ist Aspermont. Die Australier verfügen über einen Datenschatz im Rohstoffsektor und haben diesen in den vergangenen Jahren digitalisiert. Mit KI soll er jetzt monetarisiert werden. Analysten erwarten deutlich steigende Umsätze und insbesondere Gewinne. Die Aktie hat über 150 % Luft nach oben. Mehr als halbiert hat sich im laufenden Jahr die Aktie von D-Wave. Ist der Quantum-Hype vorbei?

    Zum Kommentar

    Kommentar von Fabian Lorenz vom 31.03.2026 | 05:20

    GOLD-NEWS! Probleme bei Barrick Mining? Kaufchance bei B2Gold und Desert Gold!?

    • Gold
    • Edelmetalle
    • Rohstoffe
    • Kupfer

    Braut sich da etwas bei Barrick Mining zusammen? "Bloomberg" berichtet jedenfalls von Problemen in Pakistan. Dort befindet sich mit Reko Diq eines der größten und wichtigsten Projekte von Barrick. Aufgrund der wachsenden Sicherheitsbedenken in dem südasiatischen Land und im Nahen Osten wird die Entwicklungsgeschwindigkeit des riesigen Kupfer-Gold-Projekts reduziert. Dagegen zeigt die Aktie von Desert Gold relative Stärke. Die Neubewertung läuft und Analysten halten eine Vervielfachung für möglich. Schon im Sommer soll Gold produziert werden. Und was macht B2Gold? Die Aktie hat in den vergangenen Wochen rund 25 % verloren. Kommt nach dem jüngsten Explorationsupdate der Rebound?

    Zum Kommentar

    Kommentar von Fabian Lorenz vom 31.03.2026 | 04:30

    Aktien für Schnäppchenjäger!? 50 % mit TKMS, Kontron oder Lahontan Gold möglich?

    • Rohstoffe
    • Edelmetalle
    • Gold
    • Rüstung
    • Technologie

    Über 50 % Kurspotenzial sehen Analysten bei TKMS. Sie verweisen auf die Visibilität im Marinegeschäft. Allerdings erwähnen sie nicht die Komplexität. Auch die Schätzungen für die kommenden Jahre sprechen eigentlich nicht für den Kauf der Aktie. Dagegen könnte Lahontan Gold zum Outperformer 2026 werden. Das Unternehmen macht den Schritt vom Explorer zum Produzenten und wird damit auch zum Übernahmekandidaten. Insbesondere wenn die Ressource bald tatsächlich deutlich über 2 Mio. Unzen steigt, sollten die großen Goldproduzenten anklopfen. Und was ist mit Kontron? Zuletzt hat man mit Zahlen und Ausblick enttäuscht. Nach dem Kursrutsch raten Analysten zum Einstieg. Ist die Aktie ein Schnäppchen?

    Zum Kommentar