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21.04.2021 | 05:00

NEL, Varta, Kodiak Copper: Diese News hat der Markt verkannt

  • Elektromobilität
Bildquelle: pixabay.com

Die Mobilitätswende ist real. Waren es im vergangenen Jahr noch Titel wie NEL, die bei Anlegern für Wasserstoff-Fantasie sorgten, so rückt 2022 wieder die batteriegetriebene Elektromobilität in den Fokus. Der Grund: Unternehmen wie Volkswagen oder auch Daimler setzen bekennen sich immer mehr zur Elektromobilität. Das eröffnet Chancen. Wir stellen drei Aktien vor.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: CA50012K1066 , NO0010081235 , DE000A0TGJ55

Inhaltsverzeichnis:


    NEL: Wenn Aufträge für Enttäuschung sorgen

    Die Aktie des norwegischen Komplett-Anbieters rund um Wasserstoff, NEL, ist nach spektakulären Monaten wieder ein wenig zurückgekommen und handelt inzwischen um 2,50 Euro. Obwohl das Unternehmen zuletzt einige Kooperationen und Aufträge vermelden konnte, ist bei der Aktie ein wenig die Luft raus. Noch vor rund zwei Wochen vermeldete NEL, dass man einen Auftrag zum Bau einer Wasserstoff-Tankstelle im kanadischen Quebec erhalten habe. Was eigentlich ein positives Signal sein sollte, verpufft bei einem Unternehmen, das immer noch mit rund 3,5 Mrd. EUR bewertet ist – Anleger erhoffen sich endlich den großen Wurf. Eine Wasserstoff-Tankstelle ist da zu wenig.

    Trotzdem zeigen die zahlreichen Ankündigungen und auch die Partnerschaften von NEL im maritimen Bereich, dass das Unternehmen für viele potenzielle Ansprechpartner die erste Adresse ist. Nimmt das Wasserstoff-Thema Fahrt auf, sollte auch die Aktie von NEL wieder anspringen. Aktuell überwiegt aber die Schwäche. Unter 2,40 EUR könnte es für die Aktie schnell in den Bereich von 2,15 EUR gehen. Auch wenn NEL mit seinen Lösungen rund um Lagerung, Transport und Herstellung von Wasserstoff gut positioniert ist, brauchen Anleger aktuell keine Kaufpanik haben. Bei einem derart volatilen Wert bieten sich Investments in einzelnen Tranchen sowieso an.

    Varta: Aktuell kein Handlungsdruck

    Ein ähnliches Bild gibt aktuell Varta ab. Der Batteriehersteller ist bekannt für seine leistungsstarken Knopfzellen und bietet sich nun auch als Hersteller von Akkus für Elektroautos an. Nachdem die Elektroauto-Fantasie über Monate um die Aktie von Varta waberte, bekannte sich das Unternehmen selbst zu den Plänen und kündigte an, größere Zellformate entwickeln zu wollen. Das Unternehmen ist also voll auf E-Auto-Kurs. Doch der Kurs entwickelt sich seit Monaten eher schwach. Das liegt an den großen Vorschusslorbeeren, die der Markt vor allem im vergangenen Jahr verteilt hat. Selbst nach der Korrektur der Aktie ist die Fantasie rund um die Elektromobilität eingepreist. Zwar sind Autobatterien aus Deutschland mittelfristig ein interessantes Thema, aktuell besteht aber kein Handlungsdruck.

    Kodiak Copper kauft zu und erweitert MPD-Liegenschaft deutlich

    Eine Aktie, bei der der Markt alle positiven Erwartungen bereits wieder ausgepreist hat, ist Kodiak Copper. Dabei gilt das Kupfer-Projekt MPD in British Columbia innerhalb der Bergbau-Szene als äußerst attraktiv. 2020 sorgten Entdeckungen von Kupfer-Vorkommen dafür, dass die Aktie in der Spitze auf über 3 CAD schoss – aktuell handelt der Wert bei rund der Hälfte. Dabei gelang es Kodiak, weitere erfreuliche Bohrergebnisse zu veröffentlichen und ein neues Bohrprogramm an den Start zu bringen. Dass dem MPD-Projekt fast die ganze Aufmerksamkeit gehört, unterstreicht auch der jüngste Zukauf: Kodiak sicherte sich die 4.980 Hektar große Axe-Liegenschaft, die unmittelbar an MPD anschließt. Insgesamt verfügt Kodiak in dem aussichtsreichen Kupfer-Gebiet nun 14.716 Hektar Land. Die Geologie von Axe soll der Beschaffenheit von MPD ähneln und an Gesteinsformationen, wie sie in unmittelbarer Nachbarschaft bereits mehrere produzierende Minen ausbeuten, ähneln.

    Die Axe-Liegenschaft wurde in den 1960er Jahren bereits exploriert. Damals wurden vor allem in der Nähe der Oberfläche signifikante Gehalte an Kupfer und Gold gefunden. Highlights umfassen 124 Meter mit 0,38% Kupfer und 0,22 Gramm Gold je Tonne sowie eine hochgradige Zone innerhalb der Bohrstrecke, die 10,5 Meter mit 1,55% Kupfer und 0,94 Gramm Gold / Tonne umfasst hat. Kodiak Copper bezeichnet den Zukauf als perfekte Ergänzung und verspricht sich großes Explorationspotenzial, vor allem in der Tiefe und an bislang kaum explorierten Stellen. „Die beispiellos positiven Marktbedingungen für Kupfer machen Kodiaks Kontrolle über eine leicht zugängliche Kupfer-Gold-Region innerhalb des produktiven Quesnel-Gürtels zu einer überzeugenden Gelegenheit für unsere Aktionäre. Frühere Bohrungen auf dem Grundstück könnten hochgradige Kupfer-Gold-Ziele im Stil der Gate Zone übersehen haben, die möglicherweise auch bei Axe existieren. Kodiak wird nun denselben systematischen Explorationsansatz anwenden, der zur Entdeckung der Gate-Zone bei MPD führte", fasst Kodak-Chairman Chris Taylor zusammen. Kodiak bezahlt für die Liegenschaft 950.000 Aktien und gewährt eine Netto-Schmelzrendite in Höhe von 2%, von der 0,5% jederzeit gegen eine Zahlung von 2 Mio. CAD abgelöst werden können. Weitere kleinere Barzahlungen sind an die Entwicklung der Axe-Liegenschaft geknüpft und werden etwa bei Bohrungen, Ressourcenschätzungen und Machbarkeitsstudien fällig.

    Kodiak Copper: Breite Nachfrage und dynamisches Wachstum?

    Während Aktien wie NEL oder auch Varta noch immer auf einem hohen Niveau handeln, hat die Aktie von Kodiak Copper ihren Boden bereits gefunden. Als Kupfer-Unternehmen profitiert Kodiak Copper von der steigenden Nachfrage seitens der Elektroautoindustrie – in jedem E-Auto steckt rund drei Mal mehr Kupfer als in klassischen Verbrennern. Hinzu kommt die Kupfer-Nachfrage aus Bau- und Infrastrukturprojekten. Die bevorstehende Öffnung der Wirtschaft nach der Pandemie könnte dem Industriemetall einen zusätzlichen Schub geben. Die Aktie von Kodiak Copper ist langfristig interessant. Das Bild vom großen Kupfer-Projekt in British Columbia wird immer klarer. Alle spekulativ orientierten Investoren sollten sich den Wert näher ansehen.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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