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08.08.2022 | 06:00

Neue Chancen im Weltall: Deutsche Lufthansa, Kleos Space, Airbus

  • Weltall
Bildquelle: pixabay.com

Das Bodenpersonal an deutschen Flughäfen bekommt mehr Gehalt. Damit ist ein Problem für Lufthansa und Co. gelöst. Doch der Personalmangel bleibt. Die wirklich großen Chancen findet man ohnehin oberhalb unserer Atmosphäre. Im Weltall werden nicht nur die Probleme unserer Zeit erforscht, sondern auch Lösungen für drängende Probleme erarbeitet. Anders als im Flugverkehr ist die Konkurrenz überschaubar. Wir erklären, wie Sie in die Luft- und Raumfahrt investieren können.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: KLEOS SPACE CDI/1/1 | AU0000015588 , AIRBUS | NL0000235190 , LUFTHANSA AG VNA O.N. | DE0008232125

Inhaltsverzeichnis:


    Lufthansa gilt als „Gemischtwarenladen"

    Die Aktie der Deutschen Lufthansa ging freundlich aus der vergangenen Woche. Vor allem die Einigung mit dem Bodenpersonal im Tarifstreit machte Hoffnung. Doch die Branche bleibt unter Druck. Die angespannte Situation an den Energiemärkten kann auch die Öl- und damit indirekt die Kerosinpreise wieder befeuern. Auch trifft die Inflation viele Konsumenten mit Verzögerung – viele Urlauber dürften die Buchungen für kommenden Sommer erst einmal zurückstellen und zunächst einen Blick auf ihre Nebenkostenabrechnung werfen wollen. Das erschwert es den Airlines, die Flugpläne zu planen und kappe Kapazitäten rechtzeitig zu sichern.

    Auch bei den Flugzeugen hat die Lufthansa noch Optimierungspotenzial. Insgesamt fliegt die Kranich-Airline 15 Flugzeugtypen. Die Konkurrenz, etwa Ryanair, ist hier deutlich einfacher gestrickt. Das macht Personal im Zweifel leichter austauschbar und senkt die Kosten für Wartung und Instandhaltung. Auch hat die Lufthansa in den vergangenen Jahren viele Airlines geschluckt, die wiederum integriert werden müssen. Auch hier schlummern Ineffizienzen. Angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen und dem Auftreten der Lufthansa als eine Art „Gemischtwarenladen rund um Flugreisen" ist die Aktie trotz ihres jüngsten Höhenfluges nicht sonderlich interessant.

    Kleos Space: Daten aus dem All – neue Satelliten starten bald

    Während die Lufthansa zwischen Billigheimern wie Ryanair und der Protz-Konkurrenz aus Nahost zerrieben wird, hat der Satelliten-Betreiber Kleos Space kaum Konkurrenz. Kleos Space hat bereits drei Satelliten-Cluster in den Orbit geschossen. Ein Cluster besteht aus mehreren Satelliten, die Funk-Aktivitäten auf der Erde identifizieren und gemeinsam mit Software auf der Erde auswerten können. So kann das Unternehmen etwa auf die Aktivität von Schmugglern, Piraten oder Menschenhändlern schließen. Diese Daten verkauft das Unternehmen an Kunden, wie Reedereien oder auch Behörden. Zwischen September und November soll der vierte Satelliten-Cluster starten.

    Je mehr Cluster im Orbit angekommen sind, desto besser wird die Datenqualität. Um mit Daten zu experimentieren, arbeitet Kleos mit seinen Kunden zusammen. Zuletzt gab Kleos Space bekannt, gemeinsam mit der US-Navy Daten auswerten zu wollen. Weiterhin meldete das Unternehmen im Juni, dass man innerhalb von zwei Monaten Aufträge und Bestellungen in einem Gesamtvolumen von 1 Mio. EUR erhalten habe. Die Kommerzialisierung des Geschäftsmodells macht also Fortschritte. Angesichts der Einzigartigkeit der Lösungen von Kleos Space und der engen Zusammenarbeit mit den Kunden, besteht die Chance, weitere Einkommensquellen zu identifizieren. Die Aktie ist wie viele Wachstumswerte in den vergangenen Monaten zurückgekommen, ist aber dank ihrer Perspektive für spekulativ ausgerichtete Investoren interessant.

    Airbus: Alles in einer Aktie, aber keine Fantasie

    Ein Wert, der Luft- und Raumfahrt perfekt zusammenbringt, ist Airbus. Die Europäer sind der wichtigste Hersteller von Zivilflugzeugen und zudem für die Ariane-Raketen-Systeme verantwortlich. Auch im Rüstungsbereich hat Airbus einiges zu bieten. In den vergangenen Monaten gelang es dem Unternehmen, seine Produktion deutlich zu steigern. Die Branche, die noch vor einem halben Jahr wenig gefragt war, ist heute interessant. Jeder will in den Urlaub - und das mit möglichst geringem CO2-Abdruck. In punkto Sparsamkeit hat sich Airbus in der Pandemie einen Namen gemacht und die Profitabilität gesteigert. Auch hat man ehrgeizige Ambitionen, was alternative Spritquellen für Flugzeuge angeht und visioniert etwa über Wasserstoff. Die Aktie verläuft seit rund einem Jahr volatil seitwärts. Langfristig ist Airbus aber gut aufgestellt – einen spektakulären Steigflug wird die Aktie aber nicht zeigen.


    Während die beiden Traditionsunternehmen Airbus und auch Lufthansa aktuell nicht so vielversprechend sind, befindet sich der Satelliten-Betreiber und Datensammler Kleos Space erst am Anfang. Die Kooperationen mit großen Namen, wie die US Navy, machen Hoffnung. Auch ist Kleos Space weitgehend konkurrenzlos. Die Aktie ist und bleibt spekulativ, die Kehrseite davon sind aber handfeste Chancen für den Fall, dass Kleos Space schon bald Geld verdient.


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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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