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17.04.2026 | 04:30

Nordex-Aktie verkaufen? Verbio im Analystencheck! Dividenden-Perle RE Royalties vor Neubewertung!

  • erneuerbareenergie
  • Energie
  • Dividende
Bildquelle: KI

Paukenschlag bei RE Royalties. Das Management zieht Konsequenzen aus der klaren Unterbewertung und prüft alle strategischen Optionen bis zum Verkauf. Der Schritt ist richtig, denn die Dividendenrendite von rund 10 % ist eigentlich viel zu hoch. Die Aktie müsste deutlich höher stehen. Kommt jetzt die Neubewertung? Welche Kräfte manchmal freigesetzt werden, haben Nordex und Verbio gezeigt. Beide Aktien sind in den vergangenen Monaten extrem gut gelaufen. Doch jetzt senken Analysten den Daumen. Bei Nordex sinkt der Auftragseingang. Bei den Analystenstimmen zu Verbio fällt etwas Kurioses auf.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: RE ROYALTIES LTD | CA75527Q1081 | TSXV: RE , OTCQX: RROYF , NORDEX SE O.N. | DE000A0D6554 , VERBIO VER.BIOENERGIE ON | DE000A0JL9W6

Inhaltsverzeichnis:


    RE Royalties: Neubewertung überfällig

    Solide Cashflows mit der Produktion von erneuerbarer Energie und eine hohe Dividende. Dennoch ist die Aktie von RE Royalties noch ein Geheimtipp. Dabei bietet sie Anlegern nicht nur die Chance auf Kursgewinne, sondern auch eine Dividendenrendite von rund 10 %.

    Der Begriff „Royalties“ weckt bei vielen Investoren noch immer Assoziationen mit Bergbau. Doch RE Royalties ändert dies. Das Geschäftsmodell: Projektentwickler erhalten Kapital, ohne Anteile abzugeben. Dafür wird RE Royalties an künftigen Umsätzen beteiligt. Dabei finanziert man ausschließlich bewährte Technologien wie Solar, Wind, Wasserkraft und Energiespeicher. Aufgrund zahlreicher Projekte in den USA profitiert RE Royalties vom KI-Boom. Die Projektpipeline des Unternehmens – es wird mit 20 Mio. CAD bewertet – hat inzwischen ein Volumen von bis zu 200 Mio. USD. Denn die stark wachsende Anzahl an Rechenzentren trifft oft auf veraltete Netze und eine begrenzte Stromversorgung. Deshalb gewinnen dezentrale Lösungen wie Wind-, Solar- und Speicherprojekte massiv an Bedeutung.

    Auf die Diskrepanz zwischen Marktkapitalisierung und Unternehmensentwicklung reagiert das Management. Derzeit wird die strategische Ausrichtung intensiv überprüft. Um den Shareholder Value zu optimieren, liegen sämtliche Optionen auf dem Tisch: Partnerschaften, neue Finanzierungsstrukturen bis hin zum Verkauf des gesamten Unternehmens.

    Vor diesem Hintergrund dürfte es am 20. Mai 2026 spannend werden. Da präsentiert der COO Peter Leighton auf dem International Investment Forum. Die Anmeldung zur virtuellen Investorenkonferenz ist für Anleger kostenlos.

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    Nordex: Auftragseingang sinkt, Aktie verkaufen?

    Während bei RE Royalties viel für steigende Kurse spricht, gerät bei Nordex die Kursrally ins Stocken. Dieser Meinung ist jedenfalls mwb research. Die Analysten haben die Aktie des Windturbinenherstellers im Anschluss an die Veröffentlichung der Q1-Auftragseingänge auf "Verkaufen" abgestuft.

    Nach einem Rekordjahr fiel der Auftragseingang in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres schwächer aus. So habe das Unternehmen einen Rückgang der neuen Orders um 14 % auf 1,9 GW gemeldet. Aus Sicht der Analysten sollte sich dieser Trend im Gesamtjahr fortsetzen.

    Außerdem sind die mwb-Experten beim Ausblick auf die Q1-Zahlen zurückhaltender als ihre Kollegen. So erwarten sie, dass Nordex am 27. April lediglich einen Umsatzanstieg um bis zu 2 % berichten wird. Der Konsens erwartet ein Plus von 9 % im Vergleich zum Vorjahresquartal. Beim EBITDA erwartet mwb, dass Nordex 100 Mio. EUR bis 120 Mio. EUR melden wird. Hier liegt der Konsens bei 113 Mio. EUR. Insgesamt halten die Analysten die Jahresprognose des Unternehmens – Umsatz 8,2 bis 9,0 Mrd. EUR und EBITDA-Marge von 8 % bis 11 % – für realistisch.

    Grund für die Verkaufsempfehlung ist die hohe Bewertung. Aus Sicht der Experten hat die Kursrally seit Jahresbeginn von rund 50 % das Risiko-Ertrags-Profil zu stark verschoben. Mit einem KGV von 26 für das laufende Jahr sei die Aktie mit Blick auf die geopolitische Unsicherheit zu teuer. Die Analysten sehen den fairen Wert bei 40 EUR. Derzeit notiert die Aktie knapp über 46 EUR.

    Verbio: Was ist mit den Analysten los?

    Ein Überflieger der vergangenen Wochen ist Verbio. Das Wertpapier des Anbieters von Bio-Kraftstoffen hat allein seit Anfang 2026 über 78 % zulegen können. Seit Oktober 2025 hat sich die Aktie sogar mehr als verdreifacht.

    Auch hier erwarten Analysten eher ein Ende der Kursrally. Jefferies hat das Kursziel für Verbio von 21 EUR auf 25 EUR angehoben. Eine Erhöhung der Prognose für das laufende Jahr sei durchaus möglich. Allerdings notiert die Verbio-Aktie knapp unter 40 EUR. Daher raten die Analysten zum "Halten". Warum sie sich aufgrund der großen Differenz zwischen Kursziel und aktuellem Kurs nicht zu einem "Verkaufen" durchringen konnten, bleibt ihr Geheimnis.

    Auch bei der Deutschen Bank passen Empfehlung und Kursziel nicht richtig zusammen. Sie haben ihr Kursziel von 29,60 EUR auf 40,50 EUR angehoben. Mit Blick auf den aktuellen Kurs sollte man da eine Halteempfehlung erwarten, doch falsch gedacht. Die Analysten raten zum Kauf.


    Fazit

    Bei RE Royalties ist eine Neubewertung überfällig. Egal wie die Überprüfung aussieht, die Aktie sollte positiv reagieren. Sich einige Stücke ins Depot zu legen, könnte sich lohnen, insbesondere, weil die Dividende den Kurs nach unten absichert. Bei Nordex sind Anleger renditeverwöhnt, müssen sich aber wohl auf ein etwas ruhigeres Jahr einstellen. Verbio dürfte weiter von den hohen Benzinpreisen profitieren, ist aber ebenfalls bereits ambitioniert bewertet.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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