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12.03.2026 | 05:15

Ölpreisschock treibt diese Aktien!? Nordex, Nel, Dividenden-Perle RE Royalties!

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Bildquelle: Orsted

Wie wichtig Alternativen zu Öl und Gas sind, wird in diesen Tagen wieder deutlich. Davon profitiert beispielsweise RE Royalties. Das Unternehmen finanziert Projekte in den Bereichen Solar, Wind, Wasserkraft und Energiespeicher. Aufgrund der Aktivitäten in den USA profitiert man direkt vom Energiebedarf der KI-Datenzentren. Zudem lockt die Aktie mit einer Dividendenrendite von über 9 %. Eine Dividende will künftig auch Nordex ausschütten. Die Aktie ist eigentlich reif für eine Konsolidierung. Doch immer neue Aufträge treiben das Wertpapier weiter an. Von einer Dividende sind Nel-Aktionäre weit entfernt. Zuletzt haben die Zahlen für Q4 2025 und der Ausblick enttäuscht. Sind neue Impulse in Sicht?

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: RE ROYALTIES LTD | CA75527Q1081 , NEL ASA NK-_20 | NO0010081235 , NORDEX SE O.N. | DE000A0D6554

Inhaltsverzeichnis:


    RE Royalties: Aktie startet endlich durch

    Wie wichtig Alternativen zu Öl und Gas sind, wird in diesen Tagen wieder deutlich. Genau davon profitiert RE Royalties. Die Aktie gehört zu den Kursraketen 2026. Es hat länger gedauert, aber endlich erkennen Anleger die Chancen des Geschäftsmodells und honorieren die hohe Dividendenausschüttung. Die Dividendenrendite ist inzwischen zwar unter 10 % gefallen, aber mehr als 9 % sprechen weiterhin für den Kauf der Aktie.

    Im Bereich der Erneuerbaren Energien verfügt RE Royalties über ein interessantes und vielleicht sogar einzigartiges Geschäftsmodell. Wie aus dem Bergbau bekannt, finanziert man Projekte im Rahmen eines Royalty-Modells. Die Kredite werden häufig schon innerhalb weniger Jahre zurückgezahlt und das Kapital steht RE Royalties für neue Investments zur Verfügung. Die Royalty-Zahlungen laufen dagegen 20 Jahre oder länger. Dabei fokussieren sich die Kanadier auf Projekte innerhalb bewährter Technologien wie Solar, Wind, Wasserkraft und Energiespeicher.

    Da RE Royalties stark in den USA aktiv ist, profitiert man vom Energiebedarf der KI-Datenzentren. Seit der Kooperation mit dem US-Projektentwickler Solaris Energy hat dies auch die Börse endlich erkannt. Im Rahmen der Zusammenarbeit hat RE Royalties bereits insgesamt 4,8 Mio. USD in 15 Projekte in verschiedenen US-Bundesstaaten investiert. Die ersten Projekte stehen bereits kurz vor der Inbetriebnahme. RE Royalties und Solaris Energy wollen weiter eng zusammenarbeiten. Der Newsflow sollte die Aktie von RE Royalties in den kommenden Wochen weiter antreiben. Teuer erscheint das Wertpapier jedenfalls weiterhin nicht zu sein.

    https://youtu.be/n_aO2Hv12p4?si=V9cCrsDcQF_UCflT

    Nordex: Konsolidierung bereits beendet?

    Ist die Konsolidierung bei der Nordex-Aktie vielleicht doch schneller vorbei, als gedacht war? Als Spezialist für Windenergieturbinen profitiert man vom steigenden Ölpreis und der damit verbundenen Suche nach alternativen Energiequellen. Dazu zieht das Unternehmen einen Auftrag nach dem anderen an Land.

    Am Dienstag gab es die nächste Erfolgsmeldung. So wird Nordex Windenergieanlagen mit einer Leistung von insgesamt 279,2 MW für Projekte in Deutschland liefern. Die 40 Turbinen hat wpd bestellt. Bei dem Bestandskunden von Nordex handelt es sich um einen weltweit aktiven Entwickler und Betreiber von Wind- und Solarparks. Ihm liefert Nordex im Rahmen des aktuellen Auftrags insgesamt 36 Windenergieanlagen des Typs N163/6.X sowie vier Turbinen des Typs N175/6.X. Die Anlagen sind für verschiedene Windparks in Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Hessen und Niedersachsen bestimmt. Zudem wird Nordex die Wartung der Anlagen über einen Zeitraum von 15 Jahren übernehmen.

    Zuletzt hatte wpd im September des vergangenen Jahres bei Nordex Turbinen mit einer Leistung von 126 MW geordert.

    Nel ASA: Zahlen können nicht überzeugen

    Während sich die Aktie von RE Royalties im Aufwärtstrend befindet, gibt es bei Nel keine positiven Impulse. Zuletzt konnte der Wasserstoffspezialist weder mit den Zahlen für Q4 2025 noch mit dem Ausblick überzeugen. Der Umsatz aus Kundenverträgen sank im Jahresvergleich um 20 % auf 330 Mio. NOK. Die gesamten Erlöse gingen von 450 Mio. NOK auf 361 Mio. NOK zurück. Gleichzeitig blieb das EBITDA mit minus 36 Mio. NOK erneut in der Verlustzone. Besonders schwer wiegt jedoch der Nettoverlust von 870 Mio. NOK, nachdem im Vorjahresquartal nur ein Minus von 64 Mio. NOK angefallen war. Hauptgrund dafür sind hohe Wertberichtigungen von insgesamt 799 Mio. NOK in den Bereichen PEM und Alkaline. Damit zeigt sich, dass Nel trotz technischer Fortschritte operativ und bilanziell weiter unter erheblichem Druck steht.

    Ein Lichtblick war zwar der Auftragseingang, der im Quartal auf 686 Mio. NOK anzog und sich gegenüber dem schwachen Vorjahreswert mehr als vervierfachte. Auch gegenüber dem dritten Quartal legte der Auftragsbestand deutlich zu und erreichte 1,319 Mrd. NOK. Dennoch fällt der Blick auf Jahressicht deutlich nüchterner aus: Gegenüber dem Vorjahresquartal liegt der Auftragsbestand immer noch 18 % niedriger.

    Hinzu kommt, dass Nel selbst einräumt, wie schwierig das Jahr verlaufen ist. Verzögerte Investitionsentscheidungen der Kunden, verschobene Projektmeilensteine und rückläufige Erlöse zeigen, dass der Wasserstoffmarkt weiter hinter den früheren Erwartungen zurückbleibt. Zwar verfügt Nel mit rund 1,6 Mrd. NOK noch über ein solides Cash-Polster, doch auch dieses ist im Vergleich zum Vorjahr geschrumpft.

    Auch der Ausblick überzeugt nicht. Nel verweist zwar auf technologische Fortschritte, die Kommerzialisierung der neuen druckbasierten Alkaline-Plattform und die Hoffnung auf wettbewerbsfähigeren grünen Wasserstoff. Doch bis man belastbare Umsätze und ordentliche Margen erzielen kann, dürfte noch Zeit vergehen.


    Fazit

    RE Royalties lockt mit einer Dividendenrendite von über 9 %. Aufgrund des breit diversifizierten Geschäftsmodells erscheint dies sehr attraktiv. Zudem profitiert man direkt vom Energiehunger der Hyperscaler. Dagegen drängt sich ein Kauf der Nel-Aktie nicht auf. Dafür braucht es Großaufträge, steigende Umsätze und sinkende Verluste. Eine Verschnaufpause würde der Nordex-Aktie wahrscheinlich gut tun, aber die Auftragsflut spricht dagegen.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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