24.04.2026 | 04:30
SCHOCK und CHANCE: Nel ASA, K+S und Bayer-Partner MustGrow! Welche Aktie überzeugt?
Wann startet endlich die Aktie von MustGrow durch? Eigentlich kann dies nur eine Frage der Zeit sein. Die Kanadier ersetzen konventionellen Dünger durch Senf. In den USA hat man bereits Zulassungen erhalten. Allein dort liegt das Umsatzpotenzial bei 100 Mio. USD. Das Unternehmen wird derzeit lediglich mit 35 Mio. CAD bewertet. Um das weltweite Potenzial zu erschließen, hat man unter anderem Bayer ins Boot geholt. Daher erscheint die Aktie viel zu günstig zu sein. Bei K+S scheint die Bewertung zum Problem zu werden. Trotz überraschend starker Zahlen, sehen Analysten kein weiteres Kurspotenzial. Zahlen hat auch Nel veröffentlicht. Damit hat der Wasserstoff-Spezialist seine Aktionäre jedoch eher geschockt. Die Entwicklung ist alarmierend und der Kursrutsch um über 10 % könnte erst der Anfang von Schlimmerem gewesen sein.
Lesezeit: ca. 4 Min.
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Autor:
Fabian Lorenz
ISIN:
MUSTGROW BIOLOGICS CORP. | CA62822A1030 | TSXV: MGRO , OTCQB: MGROF , K+S AG NA O.N. | DE000KSAG888 , NEL ASA NK-_20 | NO0010081235
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Fabian Lorenz
Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.
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MustGrow: Wann startet die Aktie von MustGrow durch?
Während Landwirte unter den hohen Düngemittelpreisen leiden, bietet ihnen MustGrow eine spannende Alternative. Denn das Unternehmen ersetzt klassischen Dünger durch Senf. Richtig gelesen, Senf. MustGrow isoliert und konzentriert die Moleküle, die man von Wasabi oder Meerrettich kennt („der Kick in der Nase“) und überführt sie in praxistaugliche Anwendungen für Landwirte. Damit soll auf natürliche Weise Erträge erhöht, die Bodenbiologie gestärkt und der Einsatz synthetischer Chemie reduziert werden. Dabei kann der Bio-Dünger von MustGrow ohne größere Anpassungen den bestehenden landwirtschaftlichen Alltag integriert werden. Das senkt die Markteintrittsbarrieren und erhöht die Chance, dass Landwirte die Produkte einsetzen.
In den USA, dem weltweit wohl wichtigsten Markt, ist das Produkt TerraSante bereits in mehreren Bundesstaaten zugelassen. Aufgrund der Zertifizierung kann es sowohl in der konventionellen als auch in der ökologischen Landwirtschaft eingesetzt werden.
Die Marktchancen sind riesig. Allein in den USA liegt das Volumen des adressierten Marktes bei rund 3,5 Mrd. USD. MustGrow hat sich zunächst einen Marktanteil von 3 % zum Ziel gesetzt. Dies wären 100 Mio. USD. Die Marktkapitalisierung des Unternehmens liegt lediglich bei rund 35 Mio. CAD.
Selbstverständlich besteht auch weltweites Potenzial. Um dieses schnell und ohne massive Kosten zu erschließen, setzt MustGrow auf starke Partner. Besonders spannend ist die Kooperation mit Bayer. Die Leverkusener haben nicht nur Lizenzen für Europa, Afrika und den Nahen Osten, sondern sind sogar bereit, selbst einen zweistelligen Millionenbetrag in Registrierungen zu investieren. Damit kann MustGrow Meilensteinzahlungen erhalten, ohne die Anfangsinvestitionen selbst stemmen zu müssen. Daher kann es eigentlich nur eine Frage der Zeit sein, bis die Aktie durchstartet.
https://youtu.be/XFGCBf1w8mg?si=R5FK2CGJh2gkzB4F
K+S überrascht positiv, aber...
Während MustGrow Landwirten eine Möglichkeit bietet,
Der Düngemittel- und Salzhersteller hat in dieser Woche nach einem starken ersten Quartal seine Prognose für das Gesamtjahr angehoben. Im laufenden Jahr soll das EBITDA zwischen 630 Mio. EUR und 730 Mio. EUR liegen. Bisher hatte der Konzern 600 Mio. EUR bis 700 Mio. EUR erwartet.
In den ersten drei Monaten des Jahres hat K+S bereits ein EBITDA in Höhe von 280 Mio. EUR generiert. Damit hat man die Markterwartungen klar übertroffen. Analysten hatten durchschnittlich mit 225 Mio. EUR gerechnet. K+S will auch in den kommenden Monaten von den hohen Düngemittelpreisen profitieren.
Die Aktie reagiert mit einem Kurssprung von über 8 % auf die Meldung und kletterte über 16 EUR. Damit hat das Wertpapier im laufenden Jahr bereits über 27 % zulegen können. Damit ist aus Sicht von Analysten aber auch das Ende der Fahnenstange erreicht.
Im Anschluss an die Zahlen hat die DZ Bank das Kursziel für die Aktie von K+S zwar von zuvor 14,50 EUR angehoben, mit 15,25 EUR sieht man allerdings weiterhin kein weiteres Kurspotenzial. Daher wird das Wertpapier mit "Halten" eingestuft. Die Analysten lobten zwar die Zahlen, aber die Bewertung des Konzerns würde diese positive Entwicklung eben schon einpreisen.
Besonders pessimistisch ist weiterhin Jefferies. Der Konzern hat den Markt mit seinen Zahlen zum ersten Quartal und dem Ausblick auf das Gesamtjahr zwar positiv überrascht, dennoch sieht man kein Kurspotenzial. Die Analysten sehen die Aktie von K+S bei 11,50 EUR fair bewertet. Entsprechend stufen sie das Wertpapier mit "Underperform" ein.
Nel ASA schockt Aktionäre
Nel-Aktionäre reagierten geschockt. Die Aktie des Wasserstoff-Spezialisten hat in dieser Woche über 10 % an Wert verloren. Und dafür gibt es gute Gründe. Denn die Norweger haben mit ihren Zahlen zum ersten Quartal 2026 enttäuscht. Zwar gelingt es dem Unternehmen, die Verluste leicht zu reduzieren, damit war es das allerdings auch mit den positiven News. Denn die operative Dynamik lässt deutlich nach.
Der Umsatz sank um 13 % auf 152 Mio. NOK. Gleichzeitig verbessert sich das EBITDA zwar von -115 auf -100 Mio. NOK, doch der Verlust bleibt hoch und die Reduzierung gelingt langsam. Auch unter dem Strich bleibt ein hoher Nettoverlust von -144 Mio. NOK bestehen.
Besonders kritisch ist jedoch die Entwicklung im Neugeschäft: Der Auftragseingang bricht um drastische 73 % auf nur noch 85 Mio. NOK ein. Entsprechend sinkt auch der Auftragsbestand deutlich um 24 % im Jahresvergleich. Der Auftragsbestand ist mit 1,1 Mrd. NOK zwar noch ausreichend, aber der Trend ist klar negativ.
Zwar verweist das Management auf eine mögliche Belebung im PEM-Segment sowie auf Chancen durch geopolitische Entwicklungen und den steigenden Fokus auf Energiesicherheit. Konkrete Impulse schlagen sich bislang jedoch nicht in den Zahlen nieder. Auch kleinere Folgeaufträge nach Quartalsende ändern nichts am schwachen Gesamtbild.
Fazit
Die Aktie von MustGrow erscheint mit Blick auf das Umsatzpotenzial viel zu günstig. Spätestens wenn die ersten Verkaufszahlen überzeugen, sollte die Aktie kräftig durchstarten. Dagegen spricht bei Nel ASA viel für fallende Kurse. Der Einbruch des Auftragseingangs ist alarmierend. Das Unternehmen wird immer noch mit über 4 Mrd. NOK bewertet. Die Aktie von K+S ist stark gelaufen. Eine Konsolidierung wäre keine Überraschung.
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