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08.06.2023 | 06:00

Recycling als Anlageidee: Regenx Tech Corp., SMA Solar, Mercedes-Benz

  • Edelmetalle
  • Katalysatoren
Bildquelle: pixabay.com

Aus Alt mach Neu. Upcycling liegt im Trend. Das gilt nicht nur bei DIY-Projekten. Auch in der Industrie ist Recycling zunehmend ein Thema. Vor allem in der Industrie kommt es immer mehr darauf an, dass Vorprodukte nachhaltig gefördert sind. Wer bereits bestehende Vorprodukte oder Rohstoffe einfach noch mal nutzt, kann gleich mehrfach punkten: Sowohl die Zahlen, als auch der Zuspruch von Investoren und Kunden, können profitieren. Wir stellen ein Unternehmen vor, das Edelmetalle aus Katalysatoren holt und so zum Hoffnungsträger von gleich mehreren Milliarden-Branchen wird.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: REGENX TECH CORP | CA75903N1096 , MERCEDES-BENZ GROUP AG | DE0007100000 , SMA SOLAR TECHNOL.AG | DE000A0DJ6J9

Inhaltsverzeichnis:


    Regenx Tech: Platin und Palladium waren nie so grün

    Zugegeben: Der Bergbau ist längst nicht mehr so dreckig, wie er einmal war. Verseuchte Böden, riesige Abraumhalden und giftiges Trinkwasser gehören in den meisten Regionen der Welt glücklicherweise der Vergangenheit an. Doch auch im Bergbau gilt: Wo gehobelt wird, da fallen auch Späne. Ganz ohne die üblichen Begleiterscheinungen bei der Produktion von Edelmetallen kommt das kanadische Unternehmen Regenx Tech Corp. aus Edmonton aus. Das Unternehmen will Katalysatoren recyclen und die darin enthaltenen Edelmetalle Palladium und Platin gewinnen. Der Markt für das Cleantech-Unternehmen ist groß. Rund 84 % des weltweiten jährlichen Palladium-Angebots steckt aktuell in Katalysatoren. Neben Fahrzeugen gibt es auch in Industrieanlagen zahlreiche Katalysatoren, die nach und nach ausgetauscht werden müssen. Aktuell werden nur rund 30 % des Palladiums aus Katalysatoren recycelt.

    Die dazu eingesetzten Anlagen funktionieren zwar, gelten jedoch ebenfalls nicht uneingeschränkt als umweltfreundlich. Regenx will das ändern und hat ein Verfahren entwickelt, das bis zu 90 % der Edelmetalle aus Katalysatoren erneut nutzbar machen kann. Die von Regenx geplanten Verarbeitungsanlagen sind modular konzipiert und sollen täglich 10 Tonnen Katalysator-Material verarbeiten können. Die dafür nötigen Investitionen soll eine Anlage bereits nach rund einem Jahr wieder reinholen. Eine erste Verarbeitungsanlage hat Regenx bereits 2022 auf den Weg gebracht. Als Partner, der Katalysatoren zuliefert, hat das Unternehmen bereits die US-Firma Davis Recycling aus Tennessee gewonnen. Regenx ist in Kanada und Deutschland an der Börse gelistet und bringt aktuell 36,4 Mio. CAD auf die Waage.

    Auch Mercedes-Benz setzt auf Recycling

    Das Geschäftsmodell des Cleantech-Unternehmens ist deswegen so interessant, weil es nicht nur dazu geeignet scheint, kostengünstig Edelmetalle aus Katalysatoren zu gewinnen, sondern weil es auch typische Probleme von Industrieunternehmen löst. Wer immer Rohstoffe verbaut, wird in Zukunft Rechenschaft über deren Herkunft und Klimabilanz ablegen müssen. Bereits bestehende Regelungen dürften in Zukunft noch strenger werden. Wer diese Rohstoffe aus recyceltem Material gewinnen kann, hat in diesem regulatorischen Umfeld alle Trümpfe in der Hand. Potenzielle Beispiele sind etwa Autobauer, wie Mercedes-Benz. Erst in diesem März hat das Unternehmen im badischen Kuppenheim den Grundstein für eine nachhaltige Batterie-Recyclingfabrik gelegt. „Dieser Grundstein symbolisiert den entscheidenden Schritt zur Schließung des Wertstoffkreislaufs von Batterien von Mercedes-Benz. Mit einer Recyclingquote von mehr als 96 % entsteht hier in Kuppenheim sinnbildlich eine ‚Mine von morgen'", kommentierte damals Jörg Burzer, Mitglied des Vorstands der Mercedes-Benz Group AG.

    Lieferketten müssen nachhaltiger werden

    Die Mine von morgen im Bereich der Edelmetalle könnte von Regenx Tech stammen. Gerade in vielen Zukunftstechnologien, wie Photovoltaikanlagen, Brennstoffzellen oder auch Wechselrichtern stecken Edelmetalle. Hinzu kommt, dass Platin und Palladium aktuell in erster Linie aus Südafrika und Russland stammen – zwei Volkswirtschaften, die mehr oder weniger geopolitisch eigene Wege gehen und wie im Falle Russlands, in der westlichen Welt gänzlich isoliert sind. Auch Unternehmen wie der Wechselrichter-Hersteller SMA Solar legen großen Wert auf Recycling und wollen ihren CO2-Fußabdruck minimieren.

    Regenx Tech könnte dabei helfen, dass künftig mehr klimaneutrale Edelmetalle verfügbar sind und so die Lieferketten von Unternehmen wie Mercedes-Benz, aber auch SMA Solar, nachhaltiger machen. Als potenzielles Zusatzgeschäft könnte das Unternehmen auch CO2-Zertifikate generieren , da das Verfahren von Regenx im Vergleich zum klassischen Bergbau deutlich grüner ist. Regenx Tech plant, seine Verarbeitungsanlagen CO2-neutral aufzustellen. Gelingt es, die erste Anlage erfolgreich zu etablieren, könnten Bankkredite das weitere Wachstum voranbringen.


    Regenx ist eine spannende Cleantech-Aktie und muss aufgrund des Stadiums des Unternehmens als spekulativ gelten. Noch in diesem Sommer soll die erste Verarbeitungsanlage für Katalysatoren jedoch ihre volle Kapazität erreicht haben. Es könnte sich daher lohnen, das Unternehmen und die zugehörige Aktie genau zu beobachten.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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