18.06.2026 | 04:30
Über 1.000 % mit Bloom Energy nicht genug? SFC Energy mit Rüstungsfantasie! RE Royalties Aktie vor Neubewertung?
Zieht die 1.000 %-Aktie Bloom Energy wieder an? Es hat etwas gedauert, bis die Quartalszahlen verdaut wurden. Doch jetzt scheint der Energie-Highflyer aus dem Seitwärtstrend ausbrechen zu wollen. Bei RE Royalties ist eine Aufwärtsbewegung eigentlich überfällig. Seit Februar läuft das Wertpapier seitwärts. Dabei profitiert das Royalty-Unternehmen im Bereich der erneuerbaren Energien vom Energieboom in den USA. Und zusätzlich gibt es eine Dividendenrendite von rund 10 %. Kommt die Neubewertung in den kommenden Monaten? Bei SFC Energy läuft die Neubewertung bereits auf Hochtouren. In dieser Woche hat die Aktie bereits 10 % zulegen können. Ein Meldungsfeuerwerk zur Rüstungsmesse in Paris sorgt für Kauflaune.
Lesezeit: ca. 5 Min.
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Autor:
Fabian Lorenz
ISIN:
RE ROYALTIES LTD | CA75527Q1081 | TSXV: RE , OTCQX: RROYF , SFC ENERGY AG | DE0007568578 , BLOOM ENERGY A DL-_0001 | US0937121079
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Fabian Lorenz
Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.
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RE Royalties: Neubewertung im zweiten Halbjahr?
Rechenzentren benötigen enorme Mengen Strom und zwar möglichst verlässlich, bezahlbar sowie zunehmend auch grün. Genau in diesem Umfeld positioniert sich RE Royalties. Die Kanadier finanzieren Projekte aus den Bereichen Solar, Wind, Speicher, Wasserkraft und Energieeffizienz. Im Gegenzug erhalten sie langfristige Umsatzbeteiligungen. Damit setzt das Unternehmen auf ein Royalty-Modell, das im Rohstoffsektor längst etabliert ist, im Bereich erneuerbare Energien in Europa aber noch wenig bekannt ist.
Nach Angaben des Managements wurden seit der Gründung mehr als 80 Mio. USD in ein diversifiziertes Portfolio investiert. Insgesamt ist das Unternehmen an Projekten mit einer Kapazität von 492 MW beteiligt. Die Anlagen liefern rechnerisch genug Strom für rund 152.000 Haushalte und vermeiden jährlich mehr als 488.000 Tonnen CO2. Der Schwerpunkt liegt klar auf Nordamerika und damit im Herzen des KI-Booms. Mehr als 80 % der Projekte befinden sich in Kanada und den USA. Gerade dort wächst der Bedarf an flexiblen Finanzierungslösungen für kleinere und mittelgroße Energieprojekte. Klassische Banken tun sich in diesem Segment häufig schwer. Damit besetzt das Unternehmen eine Nische, die vom langfristigen Ausbau erneuerbarer Energien, vom Wunsch nach mehr Energiesicherheit und vom steigenden Strombedarf durch KI-Rechenzentren profitieren könnte.
In den vergangenen fünf Jahren ist der Umsatz kontinuierlich gewachsen. Im vergangenen Jahr erzielte RE Royalties einen Umsatz von 6,2 Mio. CAD. Aufgrund des Geschäftsmodells sind die Kosten niedrig. Und die Zukunftsperspektiven stimmen. So verweist das Management auf eine mögliche Projektpipeline von bis zu 200 Mio. CAD. Die Börsenbewertung liegt weiterhin unter 20 Mio. CAD. Entsprechend groß ist der Hebel, sollte es gelingen, die Pipeline schrittweise in neue Investments umzusetzen.
Die Aktie notiert seit Februar zwischen 0,35 CAD und 0,40 CAD. Ausbruchsversuche sind mehrfach gescheitert. Damit soll bald Schluss sein. Auf der digitalen Investorenkonferenz IIF hatte COO Peter Leighton zudem deutlich gemacht, dass das Management mit dem aktuellen Aktienkurs unzufrieden ist und verschiedene Optionen prüft, um Werte für Aktionäre zu heben. Dazu zählen Partnerschaften, neue Finanzierungsstrukturen – aber auch ein möglicher Verkauf des gesamten Unternehmens.
Daher könnte im zweiten Halbjahr eine Neubewertung der Aktie erfolgen. Bis dahin können sich Aktionäre über eine Dividendenrendite von mehr als 10 % freuen. Im vergangenen Jahr hat RE Royalties 0,04 CAD je Aktie ausgeschüttet. Bisher gibt es keine Anzeichen dafür, dass es weniger werden.
https://youtu.be/5dQvcZkFR7E?si=jx0IeY-Wu7Cfqgm6
Bloom Energy: Gelingt der Ausbruch?
Während RE Royalties noch auf den Durchbruch an der Börse wartet, ist er bei Bloom Energy längst gelungen. Die Aktie hat sich im laufenden Jahr nahezu verdreifacht. In den vergangenen 52 Wochen liegt das Kursplus sogar bei über 1.000 %. Inzwischen bringt das Unternehmen stolze 82 Mrd. USD auf die Börsenwaage.
Damit steigen auch die Erwartungen an die operative Entwicklung. Ende April hatte Bloom Energy die Zahlen für das erste Quartal 2026 veröffentlicht. Die Börse wusste zunächst nicht, wie sie diese einordnen sollte und die Aktie lief seitwärts. Doch in den vergangenen Tagen ist die Aktie angesprungen und arbeitet sich an das Allzeithoch bei 322 USD heran.
Im ersten Quartal 2026 stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal um 130,4 % von 326,0 Mio. USD auf 751,1 Mio. USD. Die Bruttomarge erhöhte sich von 27,2 % auf 30,0 %. Das bereinigte EBITDA erhöhte sich von 25,2 Mio. USD auf 143,0 Mio. USD im ersten Quartal 2026. Zudem erwirtschaftete Bloom Energy einen operativen Cashflow von 73,6 Mio. USD, nachdem im Vorjahresquartal noch ein Mittelabfluss verzeichnet worden war. Der starke Jahresauftakt veranlasste das Management dazu, die Prognose für 2026 anzuheben. Beim Umsatz rechnet Bloom Energy nun im Mittel mit einem Wachstum von rund 80 % gegenüber dem Vorjahr. Zuvor hatte die Zielmarke bei rund 60 % gelegen. Gleichzeitig stellte das Unternehmen eine höhere Bruttomarge sowie ein besseres operatives Ergebnis in Aussicht. Damit bleibt Bloom Energy klar auf Wachstumskurs, muss die starke Dynamik nun aber über die kommenden Quartale bestätigen. Die Bewertung ist sportlich und verzeiht keine Fehler.
SFC Energy: Rüstungsmesse sorgt für Dynamik
Mit einem Kurssprung von zwischenzeitlich 10 % reagiert die Aktie von SFC Energy auf Meldungen des Unternehmens von der Eurosatory 2026 in Paris. Auf der Rüstungsmesse werden zum einen gemeinsam mit General Dynamics European Land Systems neue Hybrid-Energieversorgungslösungen für militärische Fahrzeugplattformen präsentiert. Im Mittelpunkt steht die Integration der EMILY 3000 Brennstoffzelle in ein PANDUR-Fahrzeug von GDELS. Die Lösung soll insbesondere Anwendungen wie „Silent Watch“ und „Silent Operation“ unterstützen. Dabei können Fahrzeuge elektrische Energie bereitstellen, ohne dass das Hauptantriebsaggregat dauerhaft laufen muss. Dies kann Kraftstoffverbrauch, akustische und thermische Signaturen sowie logistische Belastungen reduzieren. Gleichzeitig sollen längere Einsatzzeiten und eine höhere operative Flexibilität ermöglicht werden.
Die Unternehmen wollen zudem Gespräche über eine vertiefte gemeinsame Evaluierung taktischer Hybrid-Energie- und Brennstoffzellenlösungen aufnehmen. Ziel ist es, Integrationsanforderungen frühzeitig bei bestehenden und künftigen Plattformarchitekturen zu berücksichtigen. Erfahrungen aus laufenden Projekten, unter anderem aus der Lieferung von Hybrid-Energieversorgungssystemen für militärische und zivile Einsatzszenarien in der Ukraine, sollen in die Weiterentwicklung zukünftiger Energiearchitekturen einfließen. CEO Dr. Peter Podesser sieht in der hohen Nachfrage nach einsatzerprobten Brennstoffzellensystemen eine Bestätigung für die Relevanz der Technologie im operativen Einsatz.
Bereits wenige Tage zuvor hatte SFC Energy weitere Defense-Neuheiten für die Eurosatory angekündigt. Dazu zählt insbesondere die NGTFC 100, eine portable Brennstoffzellenlösung, die derzeit für taktische Einsätze, Expeditionsoperationen und das Laden von Drohnen entwickelt wird. Das System soll unter anderem BB-2590-Batterien, Six-Pack-Batteriesysteme, Kommunikations- und Drohnenabwehrsysteme im Feld versorgen können. Aufgrund der geringen akustischen und thermischen Signatur zielt SFC vor allem auf verdeckte und einsatzkritische Anwendungen ab. Zudem präsentiert das Unternehmen mit JENNY und EMILY bewährte Brennstoffzellenserien für tragbare, mobile und fahrzeugintegrierte Anwendungen. Ergänzt wird das Portfolio durch den EFOY ProShelter für langfristige autonome Einsätze in arktischen Umgebungen sowie LAPS-Stromversorgungssysteme für Hochenergielaser und Systeme mit gerichteter Energie. SFC will davon profitieren, dass moderne Streitkräfte angesichts von Drohnen, Sensorik, Kommunikationstechnik und zunehmender Elektrifizierung einen wachsenden Bedarf an robusten, mobilen und signaturarmen Energielösungen haben. Die SFC-Aktie hat im laufenden Jahr bereits rund 78 % zulegen können.
Fazit
Mit Energie und Rüstung verbindet SFC Energy gleich zwei Megatrends. Allerdings ist die Aktie im laufenden Jahr schon gut gelaufen und bringt inzwischen rund 380 Mio. EUR auf die Börsenwaage. Gute Gründe für steigende Kurse gibt es bei RE Royalties. Das zweite Halbjahr dürfte spannend werden. Die hohe Dividendenrendite sichert die Aktie nach unten ab. Bloom Energy ist einer der Stars der US-Energieaktien. Das Unternehmen profitiert vom KI-Boom. Allerdings darf man sich beim Wachstum keine Verschnaufpause erlauben.
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