27.03.2026 | 04:30
Übernahme! Drohnenfantasie! Volle Pipeline! Rheinmetall, DroneShield und First Hydrogen Aktie!
Drohnen und andere unbemannte Systeme drängen massiv in den militärischen und zivilen Alltag. Von dem Milliardenkuchen will sich First Hydrogen in Zukunft ein Stück abschneiden. Dafür hat man sich die Technologie für KI-gestützten Robotik-Bodendrohnen gesichert. Gelingt der Aufbau des neuen Geschäftsbereichs, ist die Aktie wahrscheinlich derzeit viel zu günstig. Günstig ist DroneShield sicher nicht. Doch in der jüngsten Investorenpräsentation sorgte eine prall gefüllte Vertriebspipeline für Aufmerksamkeit. Wird diese umgesetzt, sind Milliardenumsätze möglich. Milliarden macht Rheinmetall derzeit insbesondere mit Kampfpanzern, Munition und anderen Systemen der klassischen "alten" Kriegsführung. Doch auch die Düsseldorfer haben die Entwicklung erkannt und haben die Mehrheit an einem Spezialisten für autonome Systeme übernommen.
Lesezeit: ca. 4 Min.
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Autor:
Fabian Lorenz
ISIN:
RHEINMETALL AG | DE0007030009 , First Hydrogen Corp. | CA32057N1042 | TSXV: FHYD , DRONESHIELD LTD | AU000000DRO2
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Fabian Lorenz
Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.
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First Hydrogen: KI-gestützte Robotik-Bodendrohnen
First Hydrogen arbeitet daran, sich als breit aufgestellter Zukunftstechnologie-Anbieter zu etablieren. Ausgangspunkt bleibt die Wasserstoffstrategie des Unternehmens. Seit dem vergangenen Jahr forscht man an Small Modular Reactors, kurz SMRs. Diese kompakten Reaktorkonzepte gelten als möglicher Baustein einer künftigen Energieversorgung. Sie sollen verlässlichen Strom liefern und zugleich vergleichsweise dezentral sein. Es passt zu First Hydrogen, da man den Strom zur Produktion von sauberem Wasserstoff nutzen kann. Gerade in den USA setzt die KI-Branche auf die Entwicklung von SMRs.
Jetzt folgt der Einstieg in die KI-gestützten Robotik-Bodendrohnen. Damit erschließt First Hydrogen gleich mehrere Zukunftsmärkte. Dafür hat sich das Unternehmen weltweite Exklusivrechte an der Weiterentwicklung eines patentierten unbemannten Bodenfahrzeugs gesichert. Die Plattform ist für autonome oder ferngesteuerte Einsätze gedacht und adressiert Anwendungen, die von Sicherheits- und Überwachungsaufgaben über Logistik bis hin zu Einsätzen in gefährlichen Umgebungen reichen. Gerade in Verteidigung, Infrastruktur und Industrie wächst der Bedarf an Systemen, die Personal entlasten, Risiken reduzieren und Prozesse automatisieren.
Technologisch setzt das Konzept auf einen interessanten Mix. Das Fahrzeug soll mit Solarenergie, Batterie und eben der Kernkompetenz von First Hydrogen, nämlich Wasserstoff, betrieben werden. Dadurch verspricht sich First Hydrogen eine Kombination aus Ausdauer, leisem Betrieb und lokal emissionsfreier Nutzung. Hinzu kommt ein modularer Aufbau. Acht bewegliche Beine mit integrierten Radkomponenten sollen dafür sorgen, dass sich die Plattform nicht nur auf festen Untergründen effizient bewegt, sondern auch in anspruchsvollem Gelände zurechtkommt. Mit austauschbaren Modulen könnte die Plattform für sehr unterschiedliche Aufgaben angepasst werden – etwa für Materialtransport, Sicherheitsdienste, Notfalleinsätze oder als mobile Unterstützung für Drohnenoperationen.
Spannend ist zudem das geplante Geschäftsmodell. First Hydrogen denkt die Technologie nicht nur als Produkt, sondern als Dienstleistungslösung. Damit knüpft das Unternehmen direkt an sein bestehendes Hydrogen-as-a-Service-Modell an und überträgt diesen Ansatz nun auf den Robotikbereich. Drones-as-a-Service ("DaaS") ist ein On-Demand- oder Abonnementmodell, das es Unternehmen ermöglicht, die Produkte inklusive Piloten zu nutzen, ohne die hohen Investitionskosten für den Kauf und die Wartung der Ausrüstung selbst tragen zu müssen. Laut Precedence Research wird der aktuelle Markt für Drohnendienste auf 20,2 Mrd. USD geschätzt und soll bis 2035 auf 142,2 Mrd. USD vervielfachen.
Rheinmetall: Übernahme für das moderne Schlachtfeld
Rheinmetall ist für viele noch immer vor allem der Konzern für Kampfpanzer, Munition und andere schwere Systeme der klassischen "alten" Kriegsführung. Doch moderne Konflikte werden zunehmend von Vernetzung, Automatisierung und unbemannten Plattformen geprägt. Auch die Düsseldorfer haben diese Entwicklung erkannt und richten ihr Portfolio Schritt für Schritt auf die Anforderungen des Gefechtsfelds der Zukunft aus.
Dazu passt der mehrheitliche Einstieg bei DOK-ING. Rheinmetall übernimmt 51 % an dem kroatischen Unternehmen und sichert sich damit Know-how bei unbemannten Fahrzeugen sowie einen strategischen Standort in Kroatien. DOK-ING ist vor allem für ferngesteuerte und zunehmend autonome Systeme bekannt, die bei Minenräumung und Einsätzen in gefährlichen Umgebungen genutzt werden. Gerade im Krieg in der Ukraine erweisen sich solche Lösungen als wertvoll.
Gemeinsam wollen beide Unternehmen auf Basis der modularen Hybrid-Plattform „Komodo“ neue unbemannte Systeme für Kampf- und Unterstützungsmissionen entwickeln. Rheinmetall steuert dafür unter anderem Module für Feuerunterstützung, Aufklärung, Logistik sowie Minenräumung und -verlegung bei. Perspektivisch geht es sogar um bewaffnete unbemannte Unterstützungsfahrzeuge, die zusammen mit Kampfpanzern und Schützenpanzern eingesetzt werden können. Rheinmetall zeigt damit, dass der Konzern nicht nur die alte Kriegswelt bedient, sondern auch in der autonomen Landkriegsführung der nächsten Generation mitspielen will.
DroneShield: Milliarden in der Pipeline
Je mehr Drohnen und andere unbemannte Systeme das moderne Schlachtfeld prägen, desto wichtiger wird ihre Abwehr. Genau darauf ist DroneShield spezialisiert. Die Australier entwickeln Technologien zur Erkennung und Abwehr von Drohnen und treffen damit einen Nerv der Zeit. Die Aktie hat im laufenden Jahr bereits rund 30 % zulegen können. Bei einem Kurs von 2,56 EUR bringt sie inzwischen rund 2,5 Mrd. EUR auf die Börsenwaage. Sportlich bei einem Umsatz von 216,5 Mio. AUD im Jahr 2025. Allerdings dürfte das Unternehmen rasant wachsen.
In der jüngsten Investorenpräsentation sorgte eine prall gefüllte Vertriebspipeline für Aufmerksamkeit. Insgesamt lag die Sales Pipeline Ende Februar 2026 bei 2,3 Mrd. AUD. Allein in den ersten beiden Monaten des laufenden Jahres ist sie damit um rund 259 Mio. AUD, also mehr als dem Jahresumsatz 2025, angewachsen. Besonders stark ist derzeit Europa inklusive Großbritannien. Dort beziffert DroneShield seine Pipeline auf 1,2 Mrd. AUD aus 78 Projekten. In Asien ohne China summiert sich die Pipeline auf 481 Mio. AUD aus 28 Projekten. Für die USA weist DroneShield immerhin 283 Mio. AUD aus 112 Projekten aus.
Fazit
Die Pipeline von DroneShield rückt die Bewertung in ein anderes Licht. Die Aktie ist kein Schnäppchen, dürfte aber in den kommenden Jahren eben auch kräftig wachsen. Dagegen bringt First Hydrogen derzeit überschaubare 17 Mio. CAD auf die Börsenwaage. Spätestens wenn es Kooperationen oder Aufträge rund um die neuen Bodendrohnen gibt, dürfte sich dies schnell ändern. Rheinmetall bleibt ein Basisinvestment im europäischen Rüstungssektor. Allerdings tut sich die Aktie derzeit schwer.
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