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01.04.2026 | 04:30

Übernahme, Kaufempfehlung! 150 % mit SAP, D-Wave und Aspermont?!

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Bildquelle: Pixabay

Wer sind die KI-Gewinner und wer die Verlierer? Diese Frage treibt die Börse in den vergangenen Monaten um. SAP wird dabei von vielen in die Ecke der Verlierer gestellt. So hat die Aktie der Walldorfer in den vergangenen Monaten kräftig verloren. Doch Analysten sehen SAP für die KI-Zeitenwende gut positioniert. Bringt eine Übernahme neue Impulse? Ein KI-Gewinner ist Aspermont. Die Australier verfügen über einen Datenschatz im Rohstoffsektor und haben diesen in den vergangenen Jahren digitalisiert. Mit KI soll er jetzt monetarisiert werden. Analysten erwarten deutlich steigende Umsätze und insbesondere Gewinne. Die Aktie hat über 150 % Luft nach oben. Mehr als halbiert hat sich im laufenden Jahr die Aktie von D-Wave. Ist der Quantum-Hype vorbei?

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: ASPERMONT LTD. | AU000000ASP3 | ASX: ASP , SAP SE O.N. | DE0007164600 , D-WAVE QUANTUM INC | US26740W1099

Inhaltsverzeichnis:


    Aspermont: Mehr als 150 % Kurspotenzial

    Ein spannender Smallcap im KI-Bereich ist Aspermont. Die Australier haben in den vergangenen Jahren eine tiefgreifende Transformation vollzogen. Vom klassischen B2B-Fachverlag in der Rohstoff- und Minenwelt hat man sich zur abonnementgetriebenen Daten- und Intelligence-Plattform für den globalen Rohstoffsektor gewandelt.

    Heute basiert das Geschäftsmodell auf wiederkehrenden Abonnementerlösen, einem umfangreichen Content-Archiv sowie einem wachsenden Portfolio hochwertiger Daten für Entscheidungsträger im Rohstoffsektor. Denn als Herausgeber renommierter Branchenpublikationen wie dem Mining Journal sitzt Aspermont auf einem echten Datenschatz. Diesen hat man in der Datenplattform Mining IQ digitalisiert. Sie ermöglicht tiefgehende Analysen von Einzelprojekten bis hin zu geopolitischen Risiken. Der Bergbauriese Rio Tinto zahlte im vergangenen Jahr rund 550.000 AUD für die exklusive Nutzung. Mit dem Geschäftsmodell geht eine deutliche Verbesserung der Qualität und Planbarkeit der Umsätze einher.

    Die Transformation ist inzwischen abgeschlossen und die Analysten von GBC Research empfehlen die Aktie von Aspermont zum Kauf. Sie erwarten, dass die hohe mittel- bis langfristige Skalierbarkeit zu einer deutlichen EBITDA-Verbesserung führen wird. Das Kursziel der Analysten liegt bei 5,00 AUD bzw. 3,03 EUR. Derzeit notiert die Aktie von Aspermont bei 1,13 EUR.

    Die Analysten erwarten, dass Aspermont den Umsatz im laufenden Jahr auf 16,90 Mio. AUD steigern wird. Im Jahr 2028 sollen es dann bereits 21,30 Mio. AUD sein. Stark soll sich auch die Profitabilität verbessern. Im laufenden Jahr soll das EBITDA mit 0,15 Mio. AUD bereits leicht positiv sein und bis 2028 auf 2,93 Mio. AUD ansteigen. Das Nettoergebnis soll im kommenden Jahr mit 0,53 Mio. AUD erstmals positiv sein und bis 2028 auf 1,73 Mio. AUD klettern. Das Unternehmen wird derzeit mit 22,99 Mio. AUD bewertet. Dies scheint alles andere als teuer zu sein.

    SAP: Bringt Übernahme die Wende?

    Bringt eine Übernahme der SAP-Aktie den lang ersehnten Turnaround? Seit Sommer 2025 geht es mit dem Wertpapier des größten deutschen Softwarekonzerns steil bergab. Inzwischen belaufen sich die Kursverluste vom Hoch im Juni auf rund 45 %. In dieser Woche geht es zumindest leicht bergauf.

    Zuletzt hat SAP mit einer geplanten Übernahme für Aufmerksamkeit gesorgt. So wollen die Walldorfer Reltio Inc. schlucken und damit Unternehmensdaten KI-bereit machen, unabhängig davon, ob sie aus SAP- oder Drittanwendungen stammen. Ziel ist eine einheitliche, hochwertige Datenbasis, die Business-KI effizient unterstützt und die Datenintegration über verschiedene Systeme hinweg vereinfacht. Reltio ist ein Spezialist für Master Data Management (MDM)-Software.

    Nach der Integration soll Reltio als Kernbestandteil der SAP BDC dienen und Unternehmen helfen, strukturierte und unstrukturierte Daten zu harmonisieren und in Echtzeit nutzbar zu machen. Die Technologie unterstützt agentengesteuerte KI-Workflows und branchenspezifische Lösungen, sodass Kunden Entscheidungen auf Basis konsistenter, vertrauenswürdiger Daten treffen können. Reltio bleibt dabei auch als eigenständiges Angebot verfügbar, um flexible Nutzungsmöglichkeiten innerhalb und außerhalb der SAP-Produktfamilie zu gewährleisten.

    Im Anschluss an die Meldung hat die Bank of America ihre Kaufempfehlung für die SAP-Aktie bestätigt. Den fairen Wert sehen die Analysten bei 308 USD. Die Analysten sehen die Übernahme als Chance für SAP, Unternehmen von einem Wechsel zu überzeugen. Zudem betonten die Experten, dass sie die Walldorfer gegen KI-Risiken als gut positioniert sehen. Das KI-Risiko war der wesentliche Grund für den Abverkauf der vergangenen Monate.

    D-Wave-Aktie nach über 50 % Verlust

    Noch stärker als SAP hat es in den vergangenen Monaten die Aktie von D-Wave erwischt. Die Aktie des Quantum-Pureplays hat allein im laufenden Jahr mehr als 50 % an Wert verloren. Mit 11,36 EUR notiert das Wertpapier weit vom Allzeithoch bei rund 40 EUR aus dem Herbst 2025 entfernt.

    Zuletzt sorgten die Zahlen 2025 für schlechte Stimmung. Der Spezialist für Annealing- und Gate-Model-Quantencomputerplattformen meldete einen Jahresumsatz von 24,6 Mio. USD. Dies waren 179 % mehr als im Vorjahr. Analysten und Anleger hatten allerdings mehr erwartet. Zumal der operative Verlust deutlich höher ausfiel als prognostiziert. D-Wave verbuchte für 2025 einen Nettoverlust von 355,1 Mio. USD und damit mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr (2024: -143,9 Mio. USD).

    D-Wave verwies in seiner Mitteilung auf zahlreiche Highlights. Dazu zählen die Übernahme des Gate-Model-Quantencomputing-Unternehmens Quantum Circuits, die ersten skalierbaren Kryogenik-Kontrollen für Gate-Model-Qubits und mehrere neue Kundenverträge, darunter ein achtstelliges Enterprise-QCaaS-Abkommen. Die Bookings im vierten Quartal stiegen auf 13 Mio. USD, was einem Zuwachs von 471 % gegenüber dem Vorquartal entspricht. Letzteres könnte sich im laufenden Jahr positiv bemerkbar machen, wenn sich das negative Sentiment wieder ändert.

    D-Wave betont, dass 2026 ein entscheidendes Jahr werden könnte, unterstützt durch neue Systeme und strategische Partnerschaften, doch kurzfristig steht das Unternehmen vor der Herausforderung, die Profitabilität zu verbessern und die hohen operativen Aufwendungen in Einklang mit den Einnahmen zu bringen. Analysten sehen weiterhin Potenzial, warnen jedoch vor den Risiken hoher Verluste und der volatilen Marktstimmung für Quantencomputing-Aktien.


    Fazit

    Der Abverkauf bei SAP scheint tatsächlich etwas übertrieben zu sein. Die jüngste Übernahme ist sicher kein Gamechanger, aber scheint zumindest zu einer Bodenbildung beizutragen. Dagegen ist Aspermont ein klarer KI-Gewinner. Die Australier haben ihren einzigartigen Datenschatz digitalisiert und können jetzt skalieren. Mit Blick auf die Schätzungen von GBC erscheint die Aktie alles andere als teuer. Der Quantum-Hype ist erstmal vorbei. Aber sobald die Börse wieder in den Risikomodus wechselt, wird sich dies auch wieder ändern. Und D-Wave ist ein Basisinvestment in dem Sektor.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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