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07.03.2025 | 05:05

100 %-RALLY! Und jetzt? Renk, Salzgitter und AppLovin-Partner MiMedia

  • cloud
  • KI
  • Stahl
  • Rüstung
Bildquelle: pixabay.com

Kann es nach einer 100 %-Rally weiter nach oben gehen? Bei der noch weitestgehend ungekannten MiMedia-Aktie spricht viel dafür. Die Cloud-Perle steht vor einem Umsatzsprung und setzt bei der Monetarisierung seiner Cloud-Dienste auf AppLovin – selbst ein KI-Highflyer aber inzwischen zu hoch bewertet. Dagegen will MiMedia im laufenden Jahr mit der Skalierung starten. Mit einem Kurssprung von über 15 % hat Salzgitter am Mittwoch für Furore gesorgt. Auch wenn gestern Gewinne mitgenommen wurden, sehen Analysten weiteres Kurspotenzial. Ist sogar eine Neubewertung möglich? Gute Gründe für Gewinnmitnahmen nach der 10 %-Rally im laufenden Jahr gibt es bei Renk. Doch die Aktie will weiter nach oben. Die Deutsche Bank empfiehlt den Kauf, aber es gibt einen großen Haken.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: RENK AG O.N. | DE000RENK730 , SALZGITTER AG O.N. | DE0006202005 , MIMEDIA HOLDINGS INC | CA60250B1067

Inhaltsverzeichnis:


    MiMedia: Cloud-Geheimtipp vor Durchbruch in 2025

    Noch ein Geheimtipp im Cloud-Universum ist die Aktie von MiMedia. Das Unternehmen bietet eine auf Künstlicher Intelligenz (KI) basierende Cloud-Plattform für Medieninhalte. Dabei konzentriert man sich auf Android-Geräte – und damit das weltweit am weitesten verbreitete Smartphone-Betriebssystem – wobei die Plattform grundsätzlich mit allen Betriebssystemen läuft. Mit Blick auf die Märkte ist man natürlich im wichtigen US-Markt aktiv, fokussiert sich jedoch auf Schwellenländer in Lateinamerika, Südostasien und Afrika. Dort steht die Nutzung von Cloud-Diensten beispielsweise um Fotos zu speichern, zu bearbeiten und mit anderen zu teilen noch am Anfang. In 2025 könnten dort 1 Mrd. neuer Smartphones hinzukommen und wenn MiMedia nur auf einem Bruchteil davon vorinstalliert ist, winken Millioneneinnahmen.

    Dabei will MiMedia nicht nur eine günstige Cloud anbieten, sondern durch KI ein einzigartiges Nutzererlebnis bieten. Überzeugen will man Nutzer mit lokalisierten Features, darunter Sprachunterstützung für Afrika mit Swahil und indische Dialekte. Damit ist der Zugang zu der App, die durch 16 erteilte Patente geschützt ist, Nutzern weltweit möglich. Zur Marktdurchdringung arbeitet MiMedia weltweit mit Smartphone-Herstellern und Telekommunikationsanbietern zusammen und bietet seinen Partnern wiederkehrende Umsatzströme, verbesserte Kundenbindung und Marktdifferenzierung. Die Entwicklungsphase hat MiMedia abgeschlossen, die App ist in den gängigen App-Stores vorhanden und soll bei mehr und mehr Smartphonegeräten bereits vorinstalliert sein.

    Daher sollen Umsatz und Ertrag im laufenden Jahr deutlich steigen. Seit Januar 2025 läuft die Auslieferung von Smartphones, auf denen die Lösung von MiMedia als vorinstallierte Mediathek integriert ist. Laut Unternehmensangaben werden in den USA bereits die ersten 2 Mio. Smartphones ausgeliefert und verkauft, auf denen die App vorinstalliert ist – ein Meilenstein, da in den USA die Werbeeinnahmen besonders hoch sind. Allein dort sieht man ein Bruttoumsatzpotenzial von über 125 Mio. USD, basierend auf aktuellen Geräteverträgen. Zur Einordnung: Die Marktkapitalisierung von MiMedia liegt derzeit im niedrigen zweistelligen Millionen CAD Bereich.

    Um das Werbepotenzial voll auszuschöpfen, hat MiMedia die Kooperation mit AppLovin – dem KI-Highflyer des vergangenen Jahres – ausgeweitet. So soll mit der KI von AppLovin die Anzeigenausspielung innerhalb der MiMedia-Plattform optimiert und damit die Monetarisierung verbessert werden.

    Diese Aussichten sollten die MiMedia-Aktie weiter antreiben.

    Renk: Kaufen mit Kursziel 29 EUR?

    Genauso wie MiMedia hat sich auch die Aktie von Renk in den ersten Monaten 2025 verdoppelt. Mit einer Marktkapitalisierung von inzwischen fast 4 Mrd. EUR ist der Getriebe-Spezialist allerding nicht mehr günstig und alles andere als ein Geheimtipp.

    Mit einem Kurs von rund 38 EUR notiert die Renk-Aktie nahe dem Allzeithoch und glänzt mit relativer Stärke. Nach der Rally wird die Aktie jetzt auch in den MDAX aufgenommen. Damit ist man dem DAX-Konzern Rheinmetall auf den Fersen. Allerdings ist man den Kurszielen der Analysten ein ganzes Stück enteilt. Beispielsweise hat die Deutsche Bank die Kaufempfehlung für die Renk-Aktie in dieser Woche bestätigt. Nach dem Eklat im Weißen Haus sei erneut deutlich geworden, dass Europa beim Thema Verteidigung mehr und mehr auf sich alleine gestellt ist. Entsprechend positiv sehen die Analysten die Wachstumschancen für deutsche Rüstungsunternehmen. Jetzt der Haken: Das Kursziel für die Renk-Aktie liegt bei 29 EUR. Der Kurs müsste also vom aktuellen Niveau stark einbrechen. Wie dies zur Kaufempfehlung passt, wissen wohl nur die Analysten.

    Salzgitter: Neubewertung?

    Für Aufsehen sorgte am Mittwoch die Aktie von Salzgitter. Für das Wertpapier des Stahlkonzerns ging es um über 15 % nach oben. So könnte auch der Stahlkonzern von den in Deutschland geplanten Milliardeninvestitionen in Rüstung und Infrastruktur profitieren. Aufgrund dieser Perspektiven wurde die Aktie von der DZ Bank von "Halten" auf "Kaufen" hochgestuft. Das Kursziel wurde von 20 EUR auf 28 EUR erhöht. Derzeit notiert die Aktie unter 25 EUR. Die Analysten halten eine Neubewertung für möglich und sehen mehrere Treiber: die Milliarden für Infrastrukturprojekte, eine noch stärkere Fokussierung auf eine klimafreundliche Stahlproduktion und Schutzmaßnahmen für den Stahlsektor in Europa.

    Mit Blick auf den stark gestiegenen Aktienkurs sollte Salzgitter bei der nächsten Zahlenmeldung besser einen positiven Ausblick geben. Im Jahr 2024 wurde nämlich noch ein hoher Verlust generiert.


    Fazit

    Auch nach einer Kursverdoppelung kann eine Aktie noch günstig bewertet sein. Dies gilt jedenfalls für MiMedia. Die App ist entwickelt und das Unternehmen kann sich in diesem Jahr voll auf das Wachstum fokussieren. Die Bewertung erscheint für eine Cloud-Aktie sensationell günstig. Renk ist inzwischen alles andere als günstig. Die Erwartungen sind hoch und das Unternehmen – genauso wie Rheinmetall und Hensoldt – muss zeigen, dass Umsatz und Ergebnis in den kommenden Jahren kontinuierlich zulegen können. Salzgitter ist eine Turnaround-Wette. Ob tatsächlich die Wende im operativen Geschäft gelingt, muss sich noch zeigen.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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