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03.04.2025 | 04:30

Aktie vor 100 %-Rally! Evotec, thyssenkrupp, Vidac Pharma Aktie vor goldenem April?

  • biotechnologie
  • rüstung
  • Wachstum
Bildquelle: pixabay.com

Können sich Aktionäre bald über 100 % Kursgewinn freuen? Geht es nach Analysten, könnte dies bei Evotec bevorstehen. Allerdings müssen Aktionäre zuvor einen wichtigen Termin im April markieren. Dort wird voraussichtlich die mittelfristige Kursentwicklung entschieden. Bei Vidac Pharma sehen Analysten sogar deutlich mehr als Verdopplungspotenzial. Da bietet die aktuelle Kursschwäche eine spannende Einstiegschance. Denn operativ kommt das Biotech-Unternehmen voran. Zu den Überraschungen der laufenden Woche gehört thyssenkrupp. Das Unternehmen profitiert von den Milliarden für Rüstung und Infrastruktur. Und jetzt könnte man auch noch vom Trump Zoll-Hammer profitieren. Analysten raten zum Kauf.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: EVOTEC SE INH O.N. | DE0005664809 , VIDAC PHARMA HOLDING PLC | GB00BM9XQ619 , THYSSENKRUPP AG O.N. | DE0007500001

Inhaltsverzeichnis:


    Vidac Pharma: Auf dem Weg zur Vervielfachung

    Bei Vidac Pharma passen positiver Newsflow und Aktienkursentwicklung weiterhin nicht zusammen. Während die Aktie nach 0,81 EUR zum Jahresstart inzwischen nur noch bei 0,53 EUR steht, arbeitet das Unternehmen konsequent an neuen Klassen für Krebsbehandlungen. Daraus ergibt sich eine interessante Kaufgelegenheit. Die Analysten der deutschen Sphene Capital halten übrigens eine Vervielfachung der Vidac-Aktie für möglich. Ihr Kursziel liegt bei 4,90 EUR.

    Zuletzt hat Vidac Pharma die Gründung eines bahnbrechenden Forschungskonsortiums zur Bekämpfung von pädiatrischen Hirntumoren bekannt gegeben. Auf Grundlage des von Vidac entwickelten Produkts ALMAVID soll das "TME++" genannte Konsortium die Forschung beschleunigen und neue Perspektiven einbringen. So gehören TME++ drei universitäre Forschungsgruppen sowie zwei führende Krankenhäuser an. Die neue Formulierung von Vidac sei nicht nur für pädiatrische Hirntumore vielversprechend, sondern könnte auch Basis für die Behandlung anderer solider Tumore sein.

    Vidac fokussiert sich derzeit auf die beiden onkologischen und onko-dermatologischen Wirkstoffkandidaten VDA-1275 und VDA-1102. Sie basieren auf dem patentierten Ansatz von Vidac, den bösartigen Stoffwechsel von Krebszellen umzukehren und die normale Zellfunktion wiederherzustellen.

    Evotec: Es wird spannend

    Steht Evotec vor einer 100 %-Rally? Dies glauben jedenfalls die Analysten von RBC. Nach einer turbulenten Zeit dürften Anleger im laufenden Monat endlich mehr darüber erfahren, wohin die strategische Reise des Biotech-Unternehmens in Zukunft gehen soll. Am 17. April hat Evotec die Veröffentlichung des Jahresabschlusses 2024 geplant. Dann wird ggf. auch darüber informiert werden, welche Altlasten der neue Vorstand noch gefunden hat. Noch wichtiger für die Aktie dürfte jedoch sein, welche strategische Ausrichtung für die Zukunft geplant ist und welche Umsatz- und Margenziele ausgerufen werden. Kurz nach seinem Amtsantritt im vergangenen Jahr hatte der neue Vorstand ja bereits angekündigt, dass man künftig Ertrag vor Umsatz stellen will. Was dies für Margen und Umsatzwachstum bedeuten soll, wird über die weitere Kursentwicklung von Evotec entscheiden. Die Analysten der kanadischen Bank scheinen jedenfalls überzeugt zu sein, dass die Strategie überzeugen wird. Ihr fairer Wert für die Evotec-Aktie liegt bei 11,60 EUR und damit rund 100 % über dem aktuellen Niveau.

    Dass es am 17. April auch in die andere Richtung mit der Aktie gehen kann, ist ebenfalls möglich. Denn es könnten weitere Abschreibungen aufgrund der Altlasten mitgeteilt werden und das künftige Umsatzwachstum könnte Investoren zu niedrig sein bzw. die Margen nicht hoch genug.

    Zu den Evotec-Bären gehört schon länger die Deutsche Bank. Die Analysten der Bank glauben, dass der strategische Umbau des Biotech-Unternehmens länger dauern wird. Ihr Kursziel liegt bei 4 EUR. Daher ist die Aktie für die Experten derzeit ein "Sell".

    thyssenkrupp: Gewinner des Zollkriegs?

    Nichts für schwache Nerven ist derzeit auch die Aktie von thyssenkrupp. Nach der Rally von 4 EUR auf über 10 EUR korrigiert das Wertpapier derzeit. Vor dem Hintergrund des starken Anstiegs halten sich die Abschläge jedoch im Rahmen. Am Dienstag ist die Aktie sogar wieder über 10 EUR gestiegen. Könnte thyssenkrupp ein Gewinner des Zollstreits mit den USA sein? Dies sieht jedenfalls Kepler Cheuvreux so. Die Analysten haben die Aktie von thyssenkrupp, wie auch von Salzgitter zum Kauf empfohlen. Der von Donald Trump vom Zaun gebrochene Handelskrieg habe die Stahlpreise bereits ansteigen lassen. In Verbindung mit den Milliardeninvestitionen in Rüstung und Infrastruktur müsste thyssenkrupp ordentlich Rückenwind bekommen. Daher haben die Analysten die Aktie von "Halten" auf "Kaufen" hochgestuft.

    Nachdem in den vergangenen Wochen die Marinesparte für Kursfantasie gesorgt hatte, kommt jetzt also noch das Stahlgeschäft hinzu. Um einen möglichen Börsengang der Marienesparte war es in der vergangenen Woche etwas ruhiger geworden. Dafür hatten auf der Fachmesse für Unterwasserverteidigungstechnologie (UDT) „Undersea Defender Technology“ (UDT) in Oslo thyssenkrupp Marine Systems und die norwegische Ulstein Verft eine Kooperation bekannt gegeben. Sollte thyssenkrupp den Auftrag zum Bau der nächsten modernen Fregatten für die norwegische Marine erhalten, würde ein großer Teil der Wertschöpfung bei Ulstein erfolgen. Es wird berichtet, dass Norwegen die Bestellung von bis zu sechs Fregatten plant.


    Fazit

    Der inzwischen doch deutliche Kursrückgang bei Vidac Pharma bietet Anlegern eine spannende Einstiegschance. Im laufenden Jahr sollte es weiteren regen Newsflow geben. Damit sollte es wieder in Richtung des Kursziels der Analysten gehen. Bei Evotec wird es stark auf die Inhalte der neuen Strategie ankommen. Dabei kann es durchaus zu Enttäuschungen kommen. thyssenkrupp reitet derzeit die Erfolgswelle. Allerdings ist die Aktie auch schon gut gelaufen.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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