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12.05.2026 | 05:30

KURSRUTSCH bei Nel ASA und Evotec! KURSCHANCE bei HPQ Silicon!

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  • biotechnologie
Bildquelle: KI

Steht die Aktie von HPQ Silicon vor einer Neubewertung? Dafür gibt es jedenfalls gute Gründe. Die Hochleistungsbatterien haben erneut überzeugt. Damit könnte für Anwendungen in Drohnen, Verteidigung, Mobilität und High-End-Elektronik ein bedeutender Technologiesprung bevorstehen. Ein Technologiesprung soll die neue Generation druckbetriebener alkalischer Elektrolyseure von Nel ASA darstellen. An der Börse sorgte die Meldung jedoch für einen Abverkauf der Aktie. Anleger hatten nach der Rally wohl auf eine größere News spekuliert. Ernüchterung auch bei Evotec. Der Vorstand gab im Rahmen der Q1-Zahlen einen optimistischen Ausblick. Doch Umsatz und EBITDA im ersten Quartal überzeugten zunächst nicht. Die Kursziele der Analysten gehen weit auseinander.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: HPQ SILICON INC | CA40444L1031 | TSXV: HPQ , OTCQB: HPQFF , NEL ASA NK-_20 | NO0010081235 , EVOTEC SE INH O.N. | DE0005664809

Inhaltsverzeichnis:


    HPQ Silicon: Hochleistungsbatterien überzeugen erneut

    Für eine bevorstehende Neubewertung der Aktie von HPQ Silicon gibt es gute Gründe. Zuletzt hat das kanadische Technologieunternehmen insbesondere mit neuen Hochleistungsbatterien auf sich aufmerksam gemacht. Für Anwendungen in Drohnen, Verteidigung, Mobilität und High-End-Elektronik könnte ein bedeutender Technologiesprung bevorstehen.

    Wie das Unternehmen zuletzt mitteilte, erreichte ein neuer Semi-Solid-Drohnenakku mit dem GEN4-Silizium-Anodenmaterial eine Energiedichte von beeindruckenden 395 Wh/kg auf Pack-Ebene. Damit liegt die Leistung laut HPQ deutlich über klassischen Lithium-Polymer- und vielen modernen Lithium-Ionen-Drohnenbatterien. Der getestete 8S-Batteriepack lieferte eine Kapazität von 15.900 mAh bei einem Gesamtenergiegehalt von 457 Wh – und das bei einem Gewicht von lediglich 1,16 Kilogramm. Gegenüber öffentlich bekannten Benchmark-Systemen entspricht dies einer Leistungssteigerung von rund 23 % bis 36 %.

    Dies sind nicht die ersten überzeugenden Tests. Bereits zuvor wurde die Leistungsfähigkeit in 21.700-Rundzellen mit über 7.000 mAh sowie in verschiedenen Drohnenkonfigurationen demonstriert. Nun folgt der erfolgreiche Einsatz in Semi-Solid-Systemen – einem Bereich, der als besonders vielversprechend für die nächste Generation leistungsfähiger und sichererer Batterien gilt. Über die exklusive nordamerikanische Vermarktung unter der Marke HPQ ENDURA+ verfügt das Unternehmen zudem bereits über Zugang zu industriellen Produktionskapazitäten. Damit könnte HPQ Silicon zu einem spannenden Player im milliardenschweren Markt für Silizium-Anoden und Hochleistungsbatterien avancieren.

    Im Anschluss an die überzeugenden Tests hat HPQ bereits mit der vorkommerziellen Produktion in branchenüblichen Formaten begonnen. Zudem wird die Zusammenarbeit mit potenziellen Partnern intensiviert. Damit steht die Kommerzialisierung kurz bevor.

    Der HPQ-CEO präsentiert auf dem IIF am 20. Mai 2026. Jetzt kostenlos anmelden.

    Nel ASA: Kurs rutscht ab

    Über mehrere Wochen hatte die Aktie von Nel ASA mit steigenden Kursen geglänzt. Innerhalb von rund vier Wochen ging es von 0,19 EUR auf ein neues 52-Wochen-Hoch bei 0,33 EUR nach oben. Handfeste Gründe für die Rally waren nicht ersichtlich. Vielleicht wussten einige mehr und es steht eine spannende News bevor? Wer darauf spekuliert hatte, wurde in der vergangenen Woche enttäuscht. Es gab zwar eine Meldung, aber dieser war nicht spektakulär und so rauschte die Nel-Aktie im Anschluss von 0,26 EUR nach unten.

    Die Meldung ist durchaus interessant, rechtfertigt aber eben keine Kursexplosion von über 50 %. So haben die Norweger die kommerzielle Einführung ihrer neuen Generation druckbetriebener alkalischer Elektrolyseure gemeldet. Die Plattform soll die Produktion von grünem Wasserstoff vereinfachen und gleichzeitig Kosten, Effizienz und Skalierbarkeit verbessern. Nach mehr als acht Jahren Entwicklung und erfolgreichen Großtests am Standort Herøya in Norwegen sei das System nun marktreif. Laut Nel ermöglicht die neue Lösung bei einer 25-MW-Anlage Gesamtkosten von unter 1.450 USD pro kW und damit deutlich niedrigere Investitionskosten als bei vielen heutigen Großprojekten. Das modulare, standardisierte Design mit vormontierten Einheiten soll zudem Projektlaufzeiten verkürzen und die Komplexität reduzieren. Durch den Betrieb bei 15 bar Druck sinkt außerdem der Bedarf an zusätzlicher Wasserstoffkompression.

    Nach Angaben des Unternehmens könnten die Systemkosten im Vergleich zu heutigen Marktstandards um 40 % bis 60 % reduziert werden. Die Plattform basiert auf patentierten Produktionsmethoden und ist laut Nel für industrielle Großanwendungen optimiert. Zielmärkte sind unter anderem die Ammoniak- und Methanolproduktion, die Dekarbonisierung der Chemie- und Raffinerieindustrie sowie Anwendungen im Bereich nachhaltiger Flugkraftstoffe und emissionsarmer Stahlproduktion. Parallel gewinnt Wasserstoff laut Nel auch für Energiespeicherung, Netzstabilisierung und dezentrale Energieversorgung an Bedeutung. Die Industrialisierung der neuen Plattform erfolgt nach einer Investitionsentscheidung aus dem Jahr 2025 mit einer geplanten Produktionskapazität von zunächst bis zu 1 GW pro Jahr am Standort Herøya. Unterstützt wird das Vorhaben durch Fördermittel des EU-Innovationsfonds in Höhe von bis zu 135 Mio. EUR.

    Evotec: Q1-Zahlen sorgen für Ernüchterung

    Ernüchterung gab es in der vergangenen Woche auch bei Evotec. So sorgten die Quartalszahlen für einen Kursrutsch von rund 10 %.

    Dabei hatte Evotec-CEO Dr. Christian Wojczewski einen positiven Ausblick gegeben: „Im weiteren Jahresverlauf erwarten wir eine Verbesserung der Geschäftsentwicklung von Evotec, unterstützt durch eine Erholung des Marktumfelds sowie eine Stabilisierung unserer D&PD-Aktivitäten. Gleichzeitig schreitet die Umsetzung von Horizon voran – der Transformation unseres Operating Models, mit dem Ziel, nachhaltiges Wachstum und langfristige Wertschöpfung für Evotec zu schaffen. Seit unserem letzten Update ist Horizon in die konkrete Umsetzung übergegangen, unterstützt durch gezielte Verstärkungen im Führungsteam in den Bereichen Commercial und Operations. Fortschritte in wichtigen Partnerschaften mit der Gates Foundation und Almirall unterstreichen unsere vielfältigen D&PD-Kompetenzen.“

    Anleger fokussierten sich jedoch auf die Zahlen des ersten Quartals 2026. In diesem sank der Konzernumsatz von Evotec von 200 Mio. EUR auf 156,6 Mio. EUR. Das bereinigte Konzern EBITDA belief sich auf 21,9 Mio. EUR. Im Vorjahreszeitraum gab es noch ein Plus von 3,1 Mio. EUR. Das Unternehmen führt den Rückgang auf das Ausbleiben der einmaligen Lizenzerlöse aus dem Sandoz-Vertrag im ersten Quartal 2025 sowie auf negative Währungseffekte zurück. Die Jahresprognose wurde bestätigt. So erwartet Evotec einen Umsatz zwischen 700 Mio. EUR und 780 Mio. EUR. Das bereinigte Konzern EBITDA soll zwischen 0 EUR und 40 Mio. EUR liegen.

    Die Kursziele der Analysten gehen auch nach den Quartalszahlen weit auseinander. Während die Deutsche Bank die Evotec-Aktie bei 4,50 EUR fair bewertet sieht, traut RBC der Biotech-Aktie einen Kurs von 10 EUR zu.

    Fazit

    Batterien werden in Zukunft immer wichtiger, für Drohnen, Roboter und vieles mehr. Die Hochleistungsbatterien von HPQ Silicon haben in Tests überzeugt. Gelingt die Kommerzialisierung, ist eine Vervielfachung des Aktienkurses möglich. Bei Nel ASA ist die Euphorie erstmal vorbei. Ein Kauf der Aktie aus fundamentaler Sicht drängt sich derzeit nicht auf. Evotec erscheint nicht teuer, aber die Wachstumsfantasie fehlt derzeit.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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