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31.03.2026 | 04:30

Aktien für Schnäppchenjäger!? 50 % mit TKMS, Kontron oder Lahontan Gold möglich?

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Bildquelle: KI

Über 50 % Kurspotenzial sehen Analysten bei TKMS. Sie verweisen auf die Visibilität im Marinegeschäft. Allerdings erwähnen sie nicht die Komplexität. Auch die Schätzungen für die kommenden Jahre sprechen eigentlich nicht für den Kauf der Aktie. Dagegen könnte Lahontan Gold zum Outperformer 2026 werden. Das Unternehmen macht den Schritt vom Explorer zum Produzenten und wird damit auch zum Übernahmekandidaten. Insbesondere wenn die Ressource bald tatsächlich deutlich über 2 Mio. Unzen steigt, sollten die großen Goldproduzenten anklopfen. Und was ist mit Kontron? Zuletzt hat man mit Zahlen und Ausblick enttäuscht. Nach dem Kursrutsch raten Analysten zum Einstieg. Ist die Aktie ein Schnäppchen?

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: LAHONTAN GOLD CORP | CA50732M1014 | TSXV: LG , OTCQB: LGCXF , TKMS AG & CO KGAA | DE000TKMS001 , Kontron AG | AT0000A0E9W5

Inhaltsverzeichnis:


    Lahontan Gold: Outperformer 2026?

    Im Fokus von Schnäppchenjägern steht derzeit klar der Goldsektor. Dass der Goldpreis in der aktuellen geopolitischen Krise so stark korrigiert, kam für den einen oder anderen sicher überraschend. Denn eigentlich gilt das Edelmetall ja als sicherer Hafen in der Krise. Aber zum einen ist der Goldpreis in den Monaten zuvor eben auch rasant gestiegen und zum anderen ist der Markt von weiter fallenden Zinsen ausgegangen. Daher ist die aktuelle Korrektur durchaus nachvollziehbar und auch gesund. Derzeit arbeitet der Goldpreis an einer Stabilisierung bei 4.500 USD je Unze. Dies bietet Anlegern eine interessante Kaufchance bei Goldaktien.

    Wenn Goldexplorer und Goldproduzenten werden, entstehen große Chancen für Anleger. Entweder durch eine Übernahme eines großen Produzenten oder eben durch die eigene Produktion. In dieser Phase befindet sich Lahontan Gold. Ohne viel Aufsehen hat das Unternehmen in den vergangenen Jahren in den USA eine Ressource von über 2 Mio. Unzen aufgebaut. Ende 2026 oder spätestens im 1. Quartal 2027 soll die finale Baugenehmigung für die erste Mine vorliegen. Bis dahin sollte die Lahontan-Aktie auf ein ganz anderes Niveau steigen. Sie notiert derzeit bei 0,21 EUR und stand vor wenigen Wochen bereits bei 0,30 EUR.

    Lahontan Gold positioniert sich als spannender Gold- und Silberexplorer im Edelmetall-Hotspot der USA. Im Walker-Lane-Gürtel im US-Bundesstaat Nevada setzt das Unternehmen ein vergleichsweise einfaches Geschäftsmodell um. Man fokussiert sich auf ehemalige Produktionsstätten, die sich für einen kostengünstigen Tagebau eignen. Lahontan-Gründerin und CEO Kimberly Ann hat bereits darauf hingewiesen, dass man beim Flaggschiffprojekt Santa-Fe mächtige Oxid-Gold- und Silber-Abschnitte identifiziert hat und damit wohl die offizielle Ressource von rund 2 Mio. Unzen bald deutlich erhöhen wird.
    Der Bereich West Santa Fe, der ursprünglich als Satellitenlagerstätte erworben wurde, erweist sich als deutlich wertvoller als zunächst angenommen.

    Im laufenden Jahr stehen zahlreiche Meilensteine an. Neben fortlaufenden Genehmigungsverfahren treiben mehrere Bohrgeräte die Exploration voran. Parallel dazu sollen metallurgische Studien sowie eine wirtschaftliche Erstbewertung (PEA) folgen. Insgesamt sieht sich Lahontan Gold an einem entscheidenden Wendepunkt: Mit zwei Projekten, die perspektivisch wieder in Produktion gehen könnten, und einer Reihe von Kurstreibern will das Unternehmen Werte für Aktionäre schaffen. Dies spricht für einen Kauf der Aktie.

    https://youtu.be/pRq4WtH82Rc?si=4VEEF_4CVRncayiQ

    TKMS: Über 50 % Kurspotenzial?

    Deutsche Rüstungsaktien gehörten in den vergangenen Wochen nicht zu den Anlegerlieblingen. Ähnlich wie Gold sollte die Branche eigentlich vom Krieg im Iran profitieren. Tut sie bisher nicht. So hat beispielsweise TKMS in den vergangenen vier Wochen fast 25 % an Wert verloren. Bietet sich damit wie bei Lahontan Gold eine Kaufchance?

    "Ja" sagt mwb research. Während die Abwertung landfokussierter Peers aus Sicht der Analysten nachvollziehbar sei, halten sie eine Übertragung derselben Logik auf das deutlich andere Geschäftsmodell von TKMS für unpassend. Die Analysten sehen in dem Marinespezialisten einen der wenigen europäischen Rüstungswerte mit tatsächlich langfristiger Visibilität. Der Auftragsbestand liegt bereits bei rund 18,6 Mrd. EUR und könnte sich beispielsweise durch bedeutende U-Boot-Orders nochmals spürbar erhöhen. Dabei reiche die Visibilität der Marineprogramme teilweise bis in die 2040er-Jahre hinein, so die Analysten. Zudem erwarten sie eine Margenverbesserung, da margenschwächere Altverträge abgeschlossen werden. So soll die EBITDA-Marge von 8,7 % in 2025 bis 2029 auf 13 % zulegen. Der Gewinn je Aktie soll in dieser Zeit von 1,65 EUR auf 3,29 EUR klettern. Derzeit notiert die Aktie bei 72,10 EUR. Das Kursziel der mwb-Analysten liegt bei 125 EUR. Erreicht die Aktie dieses Niveau, würde das KGV für 2029 bei 38 liegen. Dies erscheint mit Blick auf die Komplexität des Geschäftsmodells allerdings ambitioniert.

    Kontron: Erholung nach Schock

    Deutlich unter die Räder gekommen ist zuletzt auch die Aktie von Kontron. Im März ist sie von fast 23 EUR bis auf 17,44 EUR gefallen. Allein Anfang vergangener Woche ging es um über 10 % in den Keller mit dem Wertpapier. Grund waren schwache Zahlen für 2025 und ein überraschend konservativer Ausblick des Technologieunternehmens. In den vergangenen beiden Tagen hat sich die Kontron-Aktie immerhin auf über 19 EUR erholt. Ist dies der Start einer nachhaltigen Erholung?

    Analysten sehen jedenfalls deutliches Kurspotenzial. Warburg Research sieht Kontron mittel- bis langfristig weiterhin auf einem guten Weg. Dagegen sei die Unternehmensbewertung gering. Den fairen Wert der Kontron-Aktie sehen die Analysten bei 30 EUR und empfehlen sie zum Kauf.

    mwb research traut dem Wertpapier sogar 34 EUR zu. Die Probleme würden sich auf den Bereich GreenTec/Wallbox beschränken. Belastet durch 25 Mio. EUR an Restrukturierungskosten für den Bereich werde 2026 ein Übergangsjahr sein. Die längerfristige Story sei jedoch intakt. Die Bereiche Defense und Transportation wachsen um über 20 %. Daneben bringen Software und Solutions starke Margen und der Auftragsbestand liegt bei 2,5 Mrd. EUR auf Rekordniveau. Mit Blick auf die Schätzungen der Analysten für die kommenden Jahre überrascht die Kaufempfehlung allerdings etwas. So soll der Umsatz immerhin von 1,61 Mrd. EUR in 2025 bis 2028 auf 1,97 Mrd. EUR steigen. Bei der EBITDA-Marge sieht es allerdings anders aus. Nach 14,8 % im Vorjahr soll sie 2026 bei 11,6 % liegen und sich bis 2028 nur auf 13,1 % erholen. Der Gewinn je Aktie soll im laufenden Jahr bei 1,56 EUR liegen und bis 2028 auf 2,06 EUR steigen. Jetzt schon ein Kursziel von 34 EUR auszurufen, erscheint etwas ambitioniert.


    Fazit

    Lahontan Gold könnte zu den Outperformern 2026 im Gold-Sektor gehören. Mit Blick auf die aktuelle Ressource von 2 Mio. Unzen und der Wahrscheinlichkeit, dass diese bald erhöht wird, erscheint die Aktie alles andere als teuer. Kein Schnäppchen ist TKMS. Das Unternehmen hat zwar eine starke Umsatzvisibilität, aber der Bau von Schiffen und U-Booten ist eben auch sehr komplex. Fehler können zu massiven Kosten führen. Daher drängt sich der Kauf im negativen Branchen-Sentiment nicht auf. Dies gilt auch für Kontron. Dass die Erholungsrally noch etwas weiter geht, ist gut möglich, aber 2026 wird kein einfaches Jahr für das Technologieunternehmen.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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