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13.05.2021 | 04:50

Barrick Gold, Theta Goldmines, Northern Data: Wo Wachstum auf Substanz trifft

  • Wachstum
Bildquelle: pixabay.com

Gold pirscht sich heimlich still und leise wieder an die Marke von 2.000 USD heran. In den vergangenen Wochen mehrten sich die Anzeichen dafür, dass die Inflation langfristig wieder ein Thema werden könnte. Zugleich machen Notenbanken keine Anstalten, die Zinsen anzuheben. Das spricht einerseits dafür, dass die Notenbanken den geeigneten Zeitpunkt, um die Inflation einzubremsen, verpassen könnten und andererseits, dass die relative Attraktivität von Gold zu verzinsten Anleihen auch weiter erhalten bleibt. Grund genug, sich spannende Unternehmen aus der Branche näher anzusehen und auch einen aufstrebenden Titel aus dem Bereich der Kryptowährungen näher zu beleuchten.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
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Inhaltsverzeichnis:


    Barrick Gold: Dickschiff mit einem Haken

    Die Aktie von Barrick Gold ist für viele Anleger ein Dauerbrenner. Warum? Das Unternehmen ist weltweit führend, wenn es um die Produktion von Gold geht. Auf vielen Kontinenten ist Barrick aktiv und ist damit sehr breit aufgestellt. Während kleinere und mittlere Produzenten schon bei wenigen Problemen ihre Ziele nicht mehr erreichen, hat Barrick Gold mehr Spielraum. Das macht aus der Aktie einen soliden Wert. Doch wie solide ist Barrick Gold eigentlich? Das Mega-Unternehmen zog vor allem im letzten Jahr einigen Unmut von Anlegern auf sich. Der Grund: Die Wachstumsfantasie war Barrick Gold gänzlich abhanden gekommen. Wer in großem Stil Gold fördert, muss diese Reserven auch wieder ersetzen. Hier haperte es 2020 bei Barrick Gold. Unter anderem sorgte die Pandemie dafür, dass es schwer war, neue Projekte in Augenschein zu nehmen und auf Herz und Nieren zu prüfen. Während Barrick Gold 2020 über große freie Mittel verfügte, sorgte der Investitionsstau dafür, dass das Unternehmen eine Sonderdividende auszahlte. Doch dem Kurs hat das nicht gut getan. Auf Sicht von einem Jahr steht noch immer ein Verlust von 18,5% zu Buche.

    In den letzten fünf Tagen profitiert die Aktie zwar vom steigenden Goldpreis, doch ist das nur die logische Konsequenz für den Kurs. Um nachhaltig einen dynamischen Aufwärtstrend aufnehmen zu können, muss Barrick neue Wege gehen. Dazu könnte die Übernahme eines kleineren Unternehmens ebenso gehören, wie ein gigantischer Zusammenschluss. Die Entscheider bei Barrick dürften auch heute noch immer im Hinterkopf haben, dass ein Geschäft rund um strategische Industriemetalle dem Unternehmen gut zu Gesicht stehen würde. Etwas Konkretes hat sich bislang aber nicht abgezeichnet. Die Aktie kann von steigenden Notierungen bei Edelmetallen auch weiter profitieren, dürfte den Gesamtmarkt aber eher nicht schlagen. Bei Barrick Gold fehlt die Fantasie.

    Theta Gold Mines: Dieser Wert wird 2021 Goldproduzent

    Mehr Fantasie hat dagegen die Aktie von Theta Gold Mines. Das Unternehmen steht kurz davor 2021 zum Produzenten zu werden und hat in der Vergangenheit bereits einige Übernahmeofferten abgelehnt. Das Theta-Projekt befindet sich in Südafrika unweit des Kruger Nationalparks und will mit Produktionskosten glänzen, die bei rund 50% des aktuellen Goldpreises liegen sollen. Insgesamt sollen auf dem Areal von Theta Goldmines vier Minen entstehen, darunter anfangs Tagebau-Minen sowie im weiteren Verlauf Untergrund-Minen. Dank der schrittweisen Inbetriebnahme will Theta Gold Mines schnell Cashflow generieren und Wachstum erreichen. Am Ende soll eine Produktion von 350.000 Unzen Gold stehen.

    Die Analysten von Zacks Small-Cap Research betonen, dass der Einsatz moderner Bergbau-Techniken und Verarbeitungsprozesse rund um Gold das Unternehmen zum Erfolg führen könnte und definiert eine faire Bewertung von 0,69 AUD je Aktie. Aktuell wird ein Anteilsschein bei 0,24 AUD gehandelt. Die Transformation vom Projekt-Entwickler zum Produzenten kann für Investoren eine spannende Marktphase sein, da das Gold im Boden bei einem Produzenten deutlich höher bewertet wird, als bei einem reinen Entwickler. Anleger, die rund um Gold Wachstumschancen suchen, sollten sich die Aktie näher ansehen.

    Northern Data: Spannende Geschichte, taumelnde Aktie

    Wer in Wachstum investieren will, der denkt in diesen Tagen oftmals auch an Kryptowährungen. Die Aktie von Northern Data steht für Rechenzentren, die unter anderem für das Mining von Kryptowährungen genutzt werden. Weitere Einsatzzwecke sind Video-Rendering und andere rechenintensive Dienste. Erst gestern hat Northern Data eine neue Zusammenarbeit mit dem kanadischen Mining-Dienstleister Digihost Technology Inc. geschlossen. Teil der Vereinbarung ist der Verkauf von leistungsstarkem Mining-Equipment. Weiterhin besteht für Northern Data eine Gewinnbeteiligung im mittleren einstelligen Millionen-Bereich. Da das Unternehmen neben Kryptowährungen weitere Standbeine hat, könnte die Aktie auf den ersten Blick eine interessante Alternative für vorsichtige Investoren sein. Doch kurzfristig sieht das Chartbild rund um die Aktie nicht rosig aus. Auf Sicht von drei Monaten büßte der Wert knapp 18% ein. Die Marke um 75 EUR könnte aber eine Unterstützung darstellen.

    Möglichkeiten, sich angesichts wachsender Unsicherheit rund um eine steigende Inflation zu positionieren, sind vielfältig. Während Kryptowährungen bereits in aller Munde sind und die Branche Rückschlagpotenzial hat, gibt es bei Gold-Werten noch Hidden Champions. Anleger tun gut daran, sich entwickelnde Trends ernst zu nehmen und bei konkreten Investments auf Substanz und Wachstumsperspektive gleichermaßen zu achten.


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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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