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2021-08-19 05:00

Barrick Gold, Triumph Gold, K+S: Hier kommt die Inflations-Versicherung

  • Inflation
Bildquelle: pixabay.com

Die Inflation bleibt weiter ein Thema, doch die großen Notenbanken haben die expansiven Maßnahmen noch nicht eingeschränkt. Damit steigt die Gefahr, dass die Teuerung eine Eigendynamik entwickelt und zur Inflation wird. Zwar ist Inflation ein Signal für eine boomende Wirtschaft, doch sorgen stark steigende Erzeugerpreise schon heute für lange Gesichter bei einigen Industrieunternehmen – schließlich schwinden so die Margen. Grund genug, sich mit Versicherungen gegen Inflation zu beschäftigten. Wir stellen drei Unternehmen vor.

Lesezeit: ca. Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: TRIUMPH GOLD CORP. | CA8968121043 , BARRICK GOLD CORP. | CA0679011084 , K+S AG NA O.N. | DE000KSAG888

Inhaltsverzeichnis:


    Barrick Gold: Hier geht's schleppend zu

    Wenn es um Inflation geht, denken viele Menschen direkt an Gold. Das Edelmetall ist eine der ältesten Währungen der Welt und hat noch immer die Eigenschaft, Werte über Währungssysteme und politische Regime hinweg zu konservieren. Die Aktie von Barrick Gold steht für den zweitgrößten Goldproduzenten der Welt. Die Aktie entwickelte sich zuletzt schwach und konnte 2021 kaum überzeugen. Zuletzt veröffentlichte das Unternehmen durchwachsene Zahlen für das erste Halbjahr. Der Umsatz blieb hinter dem Vorjahr zurück, der Gewinn fiel aber etwas größer aus. Insgesamt förderte Barrick rund 300.000 Unzen weniger als 2020.

    Erfreulich ist aber, dass das Unternehmen eine höhere Dividende , nebst Sonderdividende auszahlen will. Letztere Maßnahme wurde vom Markt im vergangenen Jahr zerknirscht wahrgenommen und als Mangel an echten Investitionschancen interpretiert. Auch 2021 versprüht Barrick Gold alles andere als Fantasie. Obwohl der Goldpreis wieder deutlich zugelegt hat und inzwischen in solidem Fahrwasser notiert, bleibt die Aktie von Barrick Gold eine graue Maus. Der Wert ist aktuell uninteressant.

    Triumph Gold: Eine Aktie als Versicherung

    Ein ganz anderes Profil als Barrick Gold hat die kleine Gesellschaft Triumph Gold. Das Unternehmen ist im Yukon tätig und entwickelt dort eine Gold-Liegenschaft. Das Freegold-Mountain-Projekt liegt inmitten eines aussichtsreichen Gold-Kupfer-Gürtels, in dem unter anderem auch der Bergbau-Gigant und das größte Gold-Unternehmen Newmont tätig ist. Die Aktie ist im Vergleich zu ihren Höchstständen deutlich zurückgekommen. Aktuell ist Triumph Gold mit weniger als 17 Mio. EUR bewertet. Fundamental hat das Unternehmen seitdem allerdings große Fortschritte erzielt: Das laufende Bohrprogramm ist finanziert und auch konnte das Unternehmen seine Liegenschaft deutlich erweitern und erfolgreich zukaufen.

    In Marktphasen, in denen Gold nicht ganz oben auf der Liste der Anleger steht, werden insbesondere kleinere Goldgesellschaften mit einem Abschlag gehandelt. Wer langfristig an Gold glaubt oder Gold als eine Art Versicherung beimischen will, kann sich dies zu Nutze machen und antizyklisch Positionen aufbauen. Da Projekt-Entwickler rund um Gold und auch Kupfer während der Explorationsphase mit Abschlag gehandelt werden, entstehen im Falle positiver Meldungen und steigender Kurse der Basiswerte Gold und Kupfer Hebel auf die Rohstoffpreise. Das ermöglicht beispielsweise Investments mit geringem Kapitaleinsatz. Triumph Gold ist ein wachstumsorientiertes aber solides Unternehmen, das bereits 2006 gegründet wurde. Der Wert ist antizyklisch und langfristig nicht uninteressant.

    K+S: Warum Anleger vorsichtiger werden sollten

    Eine Aktie, die angesichts steigender Preise ebenfalls als nicht uninteressant gilt, ist K+S. Der Düngemittel-Spezialist war bereits vor rund 15 Jahren , als die Preise bereits erstmals merklich anzogen, ein heißer Kandidat an der Börse und eroberte damals gar den DAX. Heute kommt K+S aus einer Restrukturierungsphase und leidet unter einer hohen Fremdkapitalquote. Vor einigen Monaten galt das Unternehmen als heißer Turnaround-Kandidat. Heute ist die Bewertung aber eine andere und K+S teurer. Zuletzt prallte die Aktie zwei Mal im Bereich von 12,90 EUR ab. Dieses Doppel-Top dürfte Anleger kurzfristig abschrecken. Obwohl das Unternehmen gute Zahlen und eine vielversprechende Prognose vorgelegt hatte, setzte der Kurs zurück. Da das Unternehmen noch immer unter der eigenen Bilanz leidet, sollten Anleger mit steigenden Bewertungen bei K+S immer vorsichtiger werden. Grundsätzlich ist das Geschäftsmodell aber gut auf steigende Preise ausgerichtet und kann von einer Inflation profitieren.


    Um sich bei drohenden Teuerungen zu positionieren, haben Anleger viele Möglichkeiten. Wer eine hohe Inflation als wahrscheinliches Szenario sieht, kann Rohstoff-Werte oder auch Basiskonsum-Titel und Versorger stärker gewichten. Wer allerdings nur eine Versicherung gegen das wenig Wahrscheinliche sucht, kann bei kleineren Unternehmen, die mit Abschlag gehandelt werden, bereits mit kleinen Beträgen einen Fuß in die Tür stellen. Anders als etwa Barrick Gold, bietet Triumph Gold vieles, um von einer Trendwende am Goldmarkt überproportional zu profitieren.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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