11.02.2026 | 04:30
Beispielloser Anstieg des Strombedarfs: Siemens Energy, Nordex und Geheimtipp Stallion Uranium profitieren!
Die Uran-Nachfrage soll in den kommenden Jahren durch die Decke gehen. Eine Verdoppelung wäre keine Überraschung. Gleichzeitig soll das Uran aus westlichen Regionen kommen. Das ist Herausforderung und Chance für die Branche. Stallion Uranium ist noch ein Geheimtipp. Dies dürfte sich bald ändern. Während in den USA neue Kernkraftwerke geplant und alte wieder hochgefahren werden, setzen die KI-Rechenzentren auf Gaskraftwerke. Daran verdient sich Siemens Energy derzeit eine goldene Nase. Heute wird das Unternehmen Quartalszahlen vorlegen. Bereits bekannt ist, dass der Konzern 1 Mrd. USD in den USA investieren will. Drohen Überkapazitäten? Der Nordex-Aktie geht etwas die Luft aus. Dazu trägt ein zurückhaltender Analystenkommentar bei. Gleichzeitig startet man mit einer ganzen Reihe an Aufträgen ins neue Jahr.
Lesezeit: ca. 4 Min.
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Autor:
Fabian Lorenz
ISIN:
STALLION URANIUM CORP | CA8529192087 , SIEMENS ENERGY AG NA O.N. | DE000ENER6Y0 , NORDEX SE O.N. | DE000A0D6554
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Fabian Lorenz
Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.
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Stallion Uranium: Newcomer ist am heißesten in der Uran-Region
Die Uran-Nachfrage wird in den kommenden Jahren voraussichtlich durch die Decke gehen. Die World Nuclear Association (WNA) rechnet damit, dass sich der Reaktorbedarf von 68.920 tU in 2025 bis 2040 auf rund 150.000 tU mehr als verdoppeln wird. Und dies ist nur das mittlere Szenario. Es könnten auch über 200.000 tU sein. Selbst im pessimistischsten Szenario erwarten die Experten einen Anstieg auf über 100.000 tU. Treiber ist nicht nur der KI-Boom und der damit verbundene Bau bzw. die Reaktivierung von Kernkraftwerken. Auch in Asien gibt es zahlreiche Neubauten und Laufzeitverlängerungen. Denn außerhalb von Deutschland wird die Rolle von Kernkraft als grundlastfähige, CO₂-arme Stromquelle geschätzt. Das Athabasca-Becken in Kanada ist gerade für westliche Länder auf der Angebotsseite von strategischer Bedeutung. Die Region beherbergt einige der hochgradigsten Uranlagerstätten der Welt. Genau dort ist der in Deutschland noch weitgehend unbekannte Explorer Stallion Uranium aktiv.
Die Kanadier dürften nicht mehr lange ein Geheimtipp bleiben. Denn derzeit erkundet das Unternehmen ein rund 1.700 Quadratkilometer großes Areal im Athabasca-Becken. Damit verfügt man gemeinsam mit Joint-Venture-Partner Atha Energy über das größte zusammenhängende Projekt im westlichen Athabasca-Becken, das an mehrere hochgradige Fundgebiete angrenzt. Bei der Erschließung setzt das erfahrene Team modernste Technologie wie die proprietäre Haystack-TI-Technologie ein.
Dies soll sich schon bald auszahlen. Kürzlich wurde die Mobilisierung einer erweiterten hochauflösenden Boden-Schwerkraftuntersuchung im Coyote-Zielkorridor bekannt gegeben. Damit will man die Ergebnisse der früheren Boden-Schwerkraftmessung erweitern. Die geplante Ausweitung der bodengestützten Gravitationsmessungen ist zum einen wichtig für die Verfeinerung bestehender Anomalien. Zudem sollen weitere Zielgebiete identifiziert werden. Außerdem dient eine verbesserte räumliche Definition als Orientierungshilfe für zukünftige Explorationsentscheidungen. Insgesamt sieht Stallion das Potenzial für mehrere Uransysteme entlang des Coyote-Trends.
Entsprechend können Anleger mit Newsflow in den kommenden Monaten rechnen.
Siemens Energy: Investiert in den USA
Während in den USA neue Kernkraftwerke geplant und alte wieder hochgefahren werden, setzen die KI-Rechenzentren auf Gaskraftwerke. Daran verdient sich Siemens Energy derzeit eine goldene Nase. Heute wird das Unternehmen über das erste Quartal des Geschäftsjahres 2025/2026 berichten.
Zuletzt hat man über Investitionen in den USA berichtet. So will Siemens Energy insgesamt 1 Mrd. USD in den Ausbau seiner Fertigungskapazitäten im Land des KI-Booms investieren. In dem Rahmen soll die Anzahl der Beschäftigten um 1.500 auf 12.000 steigen.
Siemens Energy selbst berichtet von einem beispiellosen Anstieg des Strombedarfs. Der schnelle Ausbau von Rechenzentren und KI-Infrastruktur sowie die zunehmende Elektrifizierung neuer Industrien treiben den Stromverbrauch stark an. Um diesen Bedarf zu decken, müsse das Land seine Netzinfrastruktur modernisieren und ausbauen und gleichzeitig zusätzliche Erzeugungskapazitäten schaffen. Dazu will man durch die Investitionen einen Beitrag leisten. Die Hauptproduktion der Turbinen bleibe zwar in Berlin, doch mit einem neuen Werk im US-Bundesstaat Mississippi wolle man künftig zentrale Komponenten für Stromnetze vor Ort herstellen. Alle Investitionen seien auf einen effizienten und marktgerechten Kapazitätsausbau ausgerichtet. Langfristige Überkapazitäten wolle man vermeiden.
Christian Bruch, Vorstandsvorsitzender von Siemens Energy: „Siemens Energy produziert seit mehr als einem Jahrhundert in den Vereinigten Staaten – und wir erleben derzeit ein außergewöhnliches Wachstum, wie es nur selten vorkommt. Der Aufschwung der US Industrie und das rasante Wachstum im Bereich Künstlicher Intelligenz treiben diese Entwicklung maßgeblich voran.“
Nordex: Kursziel steigt, aber Einstufung fällt
Die Explosion bei den eigentlich langweiligen Energieaktien hat auch Nordex erfasst. In den vergangenen Tagen ist der Aktie auf ihrem Weg nach oben allerdings etwas die Luft ausgegangen.
Dabei ist der Windturbinenhersteller operativ positiv ins neue Jahr gestartet. So hat man im Januar gleich mehrere Aufträge an Land gezogen. Alle Orders kommen aus Europa und haben ein Leistungsvolumen von 220 MW. Nach Großbritannien wird man beispielsweise 14 Turbinen mit einer Leistung von mehr als 90 MW liefern. Für neue Projekte und Erweiterungen bestehender Windparks in der Türkei sind bei Nordex Aufträge mit 78 MW eingegangen. Zudem wird man ab dem kommenden Jahr 7 Turbinen mit rund 48 MW für einen Windpark in Litauen liefern. Alle Verträge würden mehrjährige Service- und Wartungsvereinbarungen umfassen.
Die Citigroup zeigt sich davon unbeeindruckt. Zwar hoben die Analysten das Kursziel für die Nordex-Aktie von 20 EUR auf 37 EUR, allerdings notiert das Wertpapier derzeit auch bei über 30 EUR. Daher stuften die Experten die Aktie von „Buy“ auf „Neutral“ ab. In ihrem Update verwiesen die Analysten darauf, dass ihre Schätzungen über dem Konsens liegen. Es scheint also schon einiges eingepreist zu sein.
Fazit
Energieaktien werden auch in diesem Jahr Anleger elektrisieren. Dabei kann sich der Blick auf Newcomer lohnen. Dazu gehört Stallion Uranium. Das Unternehmen ist noch ein Geheimtipp und in einer ausgewiesenen Uranregion aktiv. Siemens Energy dürfte ein Basisinvestment in dem Sektor bleiben. Allerdings ist das Unternehmen alles andere als günstig und es ist schon viel Wachstum im Kurs enthalten. Letzteres gilt auch für Nordex. Und die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Branche schnell Gegenwind bekommen kann.
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