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12.12.2025 | 05:30

Comeback von Volkswagen, BMW und Co.?! European Lithium Aktie profitiert von 2 Megatrends!

  • Rohstoffe
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Bildquelle: BMW Group

Was für ein Comeback der deutschen Autobauer in Sachen Elektromobilität! Der Volkswagen-Konzern stellt 4 der Top 5 meistverkauften Fahrzeuge in Europa. BMW überzeugt bei Test mit seinem neuen iX3. Dieser leutet die "Neue Klasse" bei den Münchnern ein. Der ehemalige Platzhirsch Tesla spielt dank Elon Musk keine Rolle mehr. Der Herausforderer ist jetzt auch in Europa BYD. Doch der Chart der chinesischen Aktie ist alles andere als überzeugend. Dagegen ist das Wertpapier von European Lithium im laufenden Jahr um fast 400 % explodiert. Seltene Erden und Lithium für Europa treiben den Kurs.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: EUROPEAN LITHIUM LTD | AU000000EUR7 , BAY.MOTOREN WERKE AG ST | DE0005190003 , BYD CO. LTD H YC 1 | CNE100000296 , VOLKSWAGEN AG VZO O.N. | DE0007664039

Inhaltsverzeichnis:


    European Lithium: Seltene Erden und Lithium mit Discount

    Bei der Aktie von European Lithium ist in den letzten Wochen Ruhe eingekehrt. Dies ist nach den Kurskapriolen rund um den Exportstopp von Seltenen Erden aus China durchaus gesund. Immerhin hat die Aktie von European Lithium im laufenden Jahr fast 400 % zulegen können. Und da die Themen Lithium und Seltene Erden voraussichtlich auch in den kommenden Jahren im Fokus stehen werden, dürfte die Aktie vor einer spannenden Zukunft stehen.

    European Lithium ist mit rund 60 % Großaktionär von Critical Metals (CRML), dass das Tanbreez-Seltene-Erden-Projekt in Südgrönland vorantreibt. Dass die Region für die Rohstoffversorgung der Zukunft wichtig ist, wissen wir spätestens seitdem US-Präsident Donald Trump sein Interesse an Grönland bekundet hat. Tanbreez gilt als eines der weltgrößten Seltene-Erden-Vorkommen.

    Zuletzt hat CRML eine strategische Partnerschaft mit der rumänischen staatlichen FPCU gemeldet. So will man in Rumänien gemeinsam eine moderne Anlage zur Verarbeitung Seltener Erden errichten. Das Konzentrat soll natürlich aus dem Tanbreez-Projekt stammen. Die geplante Anlage soll neben Metallen auch hochwertige Magnete für Luft- und Raumfahrt sowie militärische Anwendungen liefern und Rumänien zu einem zentralen Baustein der europäischen Rohstoff-Sicherheitsarchitektur machen. Bemerkenswert: CRML hält 50 % am Joint Venture und muss für den Bau der Anlage weder Eigen- noch Fremdkapital bereitstellen.

    Während European Lithium bei CRML als Großaktionär aktiv ist, treibt man sein Kernprojekt in Österreich operativ voran. Dort soll in der Wolfsberg-Lithium-Mine ab 2027 Lithium abgebaut werden, um die europäischen Autohersteller mit Batterien versorgen zu können. Eine Abnahmevereinbarung mit BMW gibt Planungssicherheit. Der Kunde feiert derzeit ja Erfolge mit seinem neu vorgestellten iX3.

    BMW und Volkswagen: Comeback bei der Elektromobilität

    Die deutschen Autohersteller starten im Elektrozeitalter ein beachtliches Comeback. Nach Jahren, in denen Tesla bei Neuzulassungen dominierte und die chinesische Übermacht zu groß zu sein schien, melden sich Volkswagen, BMW und Co. zurück. Der Abgesang kam jedenfalls zu früh. Sichtbar wird dies bei den Neuzulassungen von Elektroautos. Volkswagen führt derzeit die entsprechenden Listen an. Im Oktober 2025 kamen 4 der 5 am häufigsten zugelassenen Elektroautos in Europa aus dem VW-Konzern. Neben ID.4 kommen auch Modelle von Skoda und SEAT gut an.

    Ein zweites Beispiel dafür, dass man die deutschen Hersteller noch nicht abschreiben sollte, liefert derzeit BMW. Die Münchner setzen weniger auf radikale Experimente, sondern auf die Kombination aus bekannten Stärken – Fahrdynamik, Verarbeitung, Premium-Feeling – und moderner E-Technik. Der neue BMW iX3 scheint bei Testern sehr gut anzukommen. Gelobt werden unter anderem die Ladegeschwindigkeit, das ausgewogene Fahrwerk und die Langstreckentauglichkeit. Das Fahrgefühl erinnere trotz des batteriebedingten hohen Gewichts eher an einen „klassischen“ BMW als an ein technisches Experiment. Viele Tests betonen, dass der iX3 genau jene Kundengruppe abholt, die vom Verbrenner kommt und „einfach nur“ einen komfortablen, hochwertigen SUV mit E-Antrieb möchte – ohne futuristisches Design oder komplizierte Bedienkonzepte.

    BYD hängt Tesla locker ab

    Nachdem Elon Musk mit seinen Ausflügen in die Politik Tesla ins Abseits gefahren hat, ist BYD wohl die größte Gefahr für die deutsche Autoindustrie. Beleg dafür, dass Tesla hierzulande derzeit keine Rolle mehr spielt, ist, dass das Tesla Model Y mit 2.205 verkauften Fahrzeugen nur noch auf Rang 7 der Neuzulassungen in Deutschland rangierte. Nach den anderen Modellen sucht man vergebens.

    Neuer Herausforderer ist also BYD. Die Chinesen sind dank der führenden Stellung im Heimatmarkt auch weltweit Marktführer, wenn es um New Energy Vehicles (E-Autos und Plug-in Hybride) geht. In Europa wächst man derzeit stark, aber von einem niedrigen Niveau aus. Im Zeitraum Januar bis Oktober 2025 hat man den Marktanteil in Europa im Vergleich zum Vorjahr von 1,5 % auf 4,5 % gesteigert. Vor einigen Jahren hatte man allerdings noch deutlich ambitioniertere Pläne.

    Dass bei BYD nicht alles rund läuft, zeigt der Blick auf den Aktienchart. In den vergangenen 6 Monaten hat die Aktie über 30 % an Wert verloren. Damit wurden die Kursgewinne des ersten Halbjahres praktisch komplett wieder abgegeben und die Aktie notiert auf dem Niveau von 2021.


    Fazit

    Die deutschen Autobauer wie Volkswagen und BMW sind bei der Elektromobilität sicher nicht abgehängt. Im kommenden Jahr sind zahlreiche neue Modelle geplant und es wird spannend zu beobachten sein, wer das Rennen macht. Dies könnte den Fokus auf European Lithium als Lithium-Lieferanten für europäischen Batterien richten. Daneben profitiert man als Großaktionär von Critical Metals vom Kampf um Seltene Erden. BYD ist mindestens charttechnisch angeschlagen.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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