Menü schließen




18.03.2025 | 05:30

D-Wave und naoo-Aktie eskalieren! Geht die Rally weiter? HelloFresh nach Kursrutsch mit 100 %-Chance?

  • Technologie
  • ki
Bildquelle: pixabay.com

100 % in einer Woche! Die Aktie von D-Wave hat sich in der vergangenen Woche spektakulär zurückgemeldet. Trotz eines stagnierenden Umsatzes und hohen Verlusten trieben Anleger die Aktie auf ihr altes Rekordniveau von 10 USD. Kann es nach dem starken Ausblick weiter gehen? Auch die Aktie von naoo ist wieder angesprungen. Der Newcomer auf dem deutschen Aktienmarkt verbindet die Chancen von Social Media und KI. Der Selloff war wohl übertrieben und eine Übernahme sorgt für einen Kurssprung. Und was macht HelloFresh? Nach einem enttäuschenden Ausblick ging es mit der Aktie kräftig nach unten. Sind jetzt vielleicht sogar 100 % Kursgewinn möglich?

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: NAOO AG | CH1323306329 , HELLOFRESH SE INH O.N. | DE000A161408 , D-WAVE QUANTUM INC | US26740W1099

Inhaltsverzeichnis:


    naoo: Aktie bietet Chance zum Einstieg

    Ein spannender Newcomer am deutschen Aktienmarkt ist die naoo AG. Das Unternehmen will mit lokaler Social Media und KI-gestützter Monetarisierung den Markt aufrollen. In der Schweiz gelingt dies dem seit Dezember an der Börse Düsseldorf gelisteten Unternehmen bereits hervorragend. Dort steht die naoo App in den Downloadlisten weit oben.

    Im laufenden Jahr will naoo die technologische Entwicklung beschleunigen, die Nutzerbasis ausbauen und auch gezielte Akquisitionen sind möglich. Dies führte bis Mitte Februar zu einer positiven Kursentwicklung bis auf 29 EUR. Im Tech-Selloff ging es dann bis auf 10 EUR nach unten. Damit ist die Aktie wohl viel zu günstig. So griffen Anleger am Freitag zu und trieben die Aktie mehr als 20 % nach oben. Nach der Meldung einer spannenden Übernahme, legte die Aktie dann gestern nochmal rund 20 % zu. Mit Blick auf die 29 EUR bietet auch das aktuelle Niveau von 16 EUR eine spannende Einstiegschance.

    Gestern wurde die Übernahme der Kingfluencers AG zur Wachstumsbeschleunigung gemeldet. Bei der neuen Tochtergesellschaft handelt es sich um die größte Influencer-Agentur der Schweiz und einen der etabliertesten Anbietern im gesamten deutschsprachigen Raum. Zu den Kunden gehören Markenkonzerne wie Nestlé, L'Oréal, Migros, Samsung und UBS. Die Übernahme erscheint strategisch äußerst sinnvoll. So erweitert naoo das Ökosystem und erschließt Synergien im Bereich Social Media, Influencer-Marketing und Content Creation. Zudem ist die neue Tochter wachstumsstark. In den vergangenen vier Jahren sei Kingfluencers durchschnittlich um 30 % pro Jahr gewachsen und habe 2024 rund 7 Mio. CHF umgesetzt. Auch in das laufende Jahr sei man positiv gestartet und erwartet sogar bereits ein positives operatives Ergebnis (vor Übernahmekosten).

    Warum Kingfluencers so gut zu naoo passt: Mit einem einzigartigen Ansatz, Nutzer und Content Creators am Erfolg der Plattform teilhaben zu lassen, will naoo sich vom Wettbewerb absetzen. So wird ein Teil der Einnahmen aus Werbung und Nutzung der Plattform durch naoo-Punkte mit der Community geteilt. Dabei nutzt naoo eine KI-basierte Empfehlungsengine für gezielte Angebote, die Umsatzchancen maximiert und langfristige Nutzerbindung fördert.

    So verbindet das schweizerische soziale Netzwerk Nutzer mit ähnlichen Interessen. Dabei will naoo eine völlig neue lokale Erfahrung bieten und Restaurants, Fitnessstudios, Lebensmittelläden und viele andere Geschäfte in der Umgebung empfehlen. Dort können die Nutzer durch ihren naoo-QR-Code Punkte sammeln.

    Beliebt ist beispielsweise die interaktive Kartenfunktion der naoo-App. Über sie lassen sich lokale Events in der Nähe entdecken und exklusive Angebote vor Ort zu nutzen. Auch geo-basierte Spiele sorgen für ein hohes Engagement der Nutzer. Die kurz vor Weihnachten gestartete Golden Egg Challenge sorgte für Tausende interaktive Schatzsucher. Die App bietet auch einen In-App-Messenger der die Privatsphäre schützt.

    D-Wave: Wieder auf Allzeithoch!

    Die Aktie von D-Wave hat sich vergangenen Woche mit einem Paukenschlag zurückgemeldet. Innerhalb von 5 Handelstagen ging es für die Quantum-Aktie rund 100 % nach oben. Allein am Freitag konnte sie fast 50 % zulegen und notiert wieder beim Allzeithoch von 10 USD. Grund waren die am Donnerstagabend veröffentlichten Zahlen für das Jahr 2024. Dass diese so gut ankamen, verwundert zumindest auf den ersten Blick. So war der Umsatz mit 8,8 Mio. USD auf dem Vorjahresniveau. Der Rohertrag war zwar mit 5,6 Mio. USD positiv (Vorjahr: 4,6 Mio. USD), aber dafür das bereinigte Nettoergebnis tiefrot. Immerhin konnte der bereinigte Nettoverlust von 83 Mio. USD auf 75,6 Mio. USD reduziert werden.

    https://youtu.be/k9127-tH92I?si=X1iyXIlG8Y3dshif

    Was Anleger überzeugte, war der Ausblick. So deutet der Anstieg der Bookings zum 31.12.2024 im Vergleich zum Vorjahr von 13,4 Mio. USD auf 23,9 Mio. USD auf einen deutlichen Umsatzanstieg im laufenden Jahr hin. Und dieser wird sich bereits im ersten Quartal zeigen. So hat D-Wave angekündigt, in den ersten drei Monaten 2025 bereits 10 Mio. USD umsetzen zu wollen und damit mehr als im Gesamtjahr 2024.

    Entsprechend zuversichtlich äußerte sich der D-Wave-CEO Dr. Alan Baratz: „Jeden Tag verhilft die Quantentechnologie von D-Wave unseren Kunden zu Wettbewerbsvorteilen, zu neuen wissenschaftlichen Durchbrüchen und zu Innovationen, die zuvor unvorstellbar waren. Unsere Mission ist es, Unternehmen dabei zu helfen, die Vorteile des Quantencomputings jetzt zu nutzen. Mit Rekordbuchungen, einem Rekord-Barmittelbestand und einer eindeutigen Demonstration, dass unser Quantensystem die Leistung klassischer Systeme bei einem realen Problem übertrifft, sind unsere Fortschritte auf dem Weg zur Erfüllung dieser Mission eindeutig.“

    Zudem sollten sich D-Wave-Aktionäre den 31. März im Kalender markieren. Dann wird das Unternehmen seine Hausmesse Qubits 2025 Quantum Computing User Conference anhalten. Dort könnte es neue Impulse für die Branche und die D-Wave-Aktie geben.

    HelloFresh: 100 %-Chance nach Kursrutsch?

    Neue Impulse könnte die Aktie von HelloFresh gut gebrauchen. Das Wertpapier hat seit Mitte Februar rund 40 % an Wert verloren. Nach einem schwachen Ausblick auf das laufende Jahr ging es alleine in der vergangenen Woche um rund 22 % nach unten.

    So soll das im zweiten Halbjahr 2024 initiierte Effizienzprogramm ausgeweitet und bis 2026 verlängert werden. Aufgrund des Effizienzprogramms und deutliche Investitionen in physische und digitale Produkte strebt HelloFresh im laufenden Jahr eine deutliche Steigerung des AEBIT (vor Wertminderungen) von 136 Mio. EUR auf 200 Mio. EUR bis 250 Mio. EUR an. Unter dem Effizienzprogramm leidet allerdings das Wachstum. So soll der Umsatz im laufenden Jahr sogar um 3 % bis 8 % schrumpfen.

    Aufgrund des deutlichen Kursrutsches von 10 EUR auf 8 EUR liegen inzwischen auch pessimistische Kursziele von Analysten über dem aktuellen Niveau. So hat beispielsweise die Deutsche Bank im Anschluss an die Zahlenmeldung die Einstufung "Hold" bestätigt. Das Ziel für das bereinigte EBITDA sei zwar durchaus positiv, aber die Umsatzprognose habe enttäuscht. Die Analysten sehen den fairen Wert der HelloFresh-Aktie bei 11 EUR. Trotz der Halteempfehlung wäre damit eine Kurssteigerung von immerhin 37 % möglich.

    Geht es nach Hauck Aufhäuser, müsste sich die Aktie von HelloFresh sogar mehr als verdoppeln. Das Kursziel der Analysten liegt bei stolzen 17 EUR. Die Analysten begrüßen die Fokussierung auf Effizienz und profitable Kunden. Dies sollte Gewinn und Cashflow in den kommenden Jahren treiben. Daher halten die Analysten den Kursrutsch für übertrieben und empfehlen die Aktie von HelloFresh zum Kauf.

    Fazit

    naoo verbindet Social Media mit KI und trifft mit dem Fokus auf lokale Angebote eine spannende Nische und ist eine interessante Alternative zu Tiktok und Co. Die App-Downloads zeigen, dass das Konzept gut ankommt. Nach dem Selloff bietet sich jetzt eine spannende Einstiegschance. Wie schnell es wieder Richtung Allzeithoch gehen kann, hat D-Wave vergangene Woche gezeigt. Nach der Verdoppelung wäre eine Verschnaufpause nicht überraschend. Bei HelloFresh bietet sich ein Rebound an. Allerdings müssen Anleger den Strategiewechsel von Wachstum auf Ertrag wohl noch verdauen.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.

    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

    Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.esg-aktien.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Fabian Lorenz vom 01.04.2026 | 04:30

    Übernahme, Kaufempfehlung! 150 % mit SAP, D-Wave und Aspermont?!

    • Technologie
    • KI
    • software
    • cloud
    • Quantum

    Wer sind die KI-Gewinner und wer die Verlierer? Diese Frage treibt die Börse in den vergangenen Monaten um. SAP wird dabei von vielen in die Ecke der Verlierer gestellt. So hat die Aktie der Walldorfer in den vergangenen Monaten kräftig verloren. Doch Analysten sehen SAP für die KI-Zeitenwende gut positioniert. Bringt eine Übernahme neue Impulse? Ein KI-Gewinner ist Aspermont. Die Australier verfügen über einen Datenschatz im Rohstoffsektor und haben diesen in den vergangenen Jahren digitalisiert. Mit KI soll er jetzt monetarisiert werden. Analysten erwarten deutlich steigende Umsätze und insbesondere Gewinne. Die Aktie hat über 150 % Luft nach oben. Mehr als halbiert hat sich im laufenden Jahr die Aktie von D-Wave. Ist der Quantum-Hype vorbei?

    Zum Kommentar

    Kommentar von Fabian Lorenz vom 31.03.2026 | 04:30

    Aktien für Schnäppchenjäger!? 50 % mit TKMS, Kontron oder Lahontan Gold möglich?

    • Rohstoffe
    • Edelmetalle
    • Gold
    • Rüstung
    • Technologie

    Über 50 % Kurspotenzial sehen Analysten bei TKMS. Sie verweisen auf die Visibilität im Marinegeschäft. Allerdings erwähnen sie nicht die Komplexität. Auch die Schätzungen für die kommenden Jahre sprechen eigentlich nicht für den Kauf der Aktie. Dagegen könnte Lahontan Gold zum Outperformer 2026 werden. Das Unternehmen macht den Schritt vom Explorer zum Produzenten und wird damit auch zum Übernahmekandidaten. Insbesondere wenn die Ressource bald tatsächlich deutlich über 2 Mio. Unzen steigt, sollten die großen Goldproduzenten anklopfen. Und was ist mit Kontron? Zuletzt hat man mit Zahlen und Ausblick enttäuscht. Nach dem Kursrutsch raten Analysten zum Einstieg. Ist die Aktie ein Schnäppchen?

    Zum Kommentar

    Kommentar von Fabian Lorenz vom 27.03.2026 | 04:30

    Übernahme! Drohnenfantasie! Volle Pipeline! Rheinmetall, DroneShield und First Hydrogen Aktie!

    • Rüstung
    • Technologie
    • Drohnen

    Drohnen und andere unbemannte Systeme drängen massiv in den militärischen und zivilen Alltag. Von dem Milliardenkuchen will sich First Hydrogen in Zukunft ein Stück abschneiden. Dafür hat man sich die Technologie für KI-gestützten Robotik-Bodendrohnen gesichert. Gelingt der Aufbau des neuen Geschäftsbereichs, ist die Aktie wahrscheinlich derzeit viel zu günstig. Günstig ist DroneShield sicher nicht. Doch in der jüngsten Investorenpräsentation sorgte eine prall gefüllte Vertriebspipeline für Aufmerksamkeit. Wird diese umgesetzt, sind Milliardenumsätze möglich. Milliarden macht Rheinmetall derzeit insbesondere mit Kampfpanzern, Munition und anderen Systemen der klassischen "alten" Kriegsführung. Doch auch die Düsseldorfer haben die Entwicklung erkannt und haben die Mehrheit an einem Spezialisten für autonome Systeme übernommen.

    Zum Kommentar