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2021-08-17 05:00

Deutsche Bank, Aspermont, Tencent: Wo der Tech-Boom am Anfang steht

  • Technologie
Bildquelle: pixabay.com

Wer Geld verdienen will, orientiert sich gerne an Branchen, in denen auch viel Geld umgesetzt wird. Klassische Bereiche sind das Bank- oder Immobilienwesen. Aber auch in der Produktion läuft es rund: Wer Produkte hat, die weltweit einzigartig sind, freut sich über hohe Margen. Dazu zählen gerade in Zeiten des technologischen Wandels auch Rohstoffe – schließlich sagt bereits der Name, dass es ohne diese Güter nicht geht. Wir stellen Aktien rund um Finanzen, Technologie und Rohstoffe vor und beleuchten einen Wert, der als Geheimtipp gelten kann.

Lesezeit: ca. Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: ASPERMONT LTD | AU000000ASP3 , DEUTSCHE BANK AG NA O.N. | DE0005140008 , TENCENT HLDGS HD-_00002 | KYG875721634

Inhaltsverzeichnis:


    Deutsche Bank: Wie digital wird's noch?

    Alles andere als ein Geheimtipp ist die Aktie der Deutschen Bank. Der Wert musste in den vergangenen Wochen ein wenig Federn lassen, mehr als eine sommerliche Schwäche ist der jüngste Kursverlauf aber nicht. Die Bank hat sich in den vergangenen Jahren gesundgeschrumpft und ist längst nicht mehr das Bankhaus von Welt, das es einmal war. Trotzdem gibt es Hoffnung. Vor allem der Handel mit Anleihen und Aktien hat der Bank im ersten Quartal des Jahres wieder einen Gewinn beschert. Zugleich schließt die Bank bis Ende des Jahres ein Fünftel der Filialen. Inwiefern man mit so einer Strategie Kunden halten will, die für Bankdienstleistungen Geld bezahlen, bleibt offen. Via Videokonferenz gibt es bereits zahlreiche andere Anbieter, die mit digitalen Lösungen und günstigen Gebühren locken. Die Deutsche Bank begibt sich also auf ein schwieriges Terrain. Ein Erfolg der Sparmaßnahmen dürfte an der Börse dennoch gut ankommen.

    Ein Risiko im Zusammenhang mit der Deutschen Bank bleibt die hohe Abhängigkeit vom Investmentbanking. Innovationen in anderen Bereichen hat die „Blaubank" in den vergangenen Jahren zwar immer wieder angestoßen, aber zu oft scheiterten die Ideen an zu hohen Gebühren oder wurden im Zuge von Strategiewechseln eingestampft. Die Aktie ist durchaus solide und die Deutsche Bank macht Fortschritte – etwa bei der Refinanzierung. Ein Überflieger ist die Aktie aber nicht.

    Aspermont: Analysten sehen 200% Potzenzial

    Ein solcher Überflieger könnte dagegen die Aktie von Aspermont sein. Das australische Medienhaus ist weltweit bekannt – schließlich gibt man renommierte Bergbau-Magazine, wie das Mining Magazine heraus. Seit einigen Jahren ist Aspermont digital aufgestellt und nutzt die über Jahrzehnte gewachsenen Geschäftsbeziehungen für neue Ansätze. Inzwischen gibt es auch für Bauern oder Industriebetriebe entsprechende Publikationen oder E-Learning-Angebote. Zuletzt rief das Analysehaus GBC Research ein Kursziel von 0,06 EUR je Aktie aus – ausgehend vom aktuellen Kurs wäre das eine Verdreifachung. Die Analysten betonen das seit fünf Jahren andauernde Wachstum bei Aspermont, die Profitabilität und insbesondere die Skalierbarkeit des Geschäftsmodells. Die Services können ohne Probleme an weitere Kunden ausgerollt werden. Die Kosten betrifft das bei digitalen Dienstleistungen kaum. Die Datenbank von Aspermont umfasst nach Angaben des Unternehmens ganze 7,1 Mio. Kontakte. Für Anleger ist das eine große Chance.

    Neben Medienangeboten für Unternehmen und Fachleute rund um den Rohstoffsektor und die Industrie, bietet Aspermont auch Marketing-Plattformen und hilft Unternehmen dabei, zusammenzukommen. Die Aktionärsstruktur ist aktuell sehr stark in Richtung Board und Management konzentriert, die mehr als die Hälfte der ausstehenden Aktien halten. Weiterhin sind rund 30% professionelle Anleger mit an Bord, zu denen auch Family Offices zählen. Privatanleger machen nur rund 16% der Anlegerschaft aus. Angesichts des überzeugenden Geschäftsmodells, des bestehenden Wachstums und der überzeugenden Pläne können sich Privatanleger die Aktie genauer ansehen. Der Umstand, dass der Wert ein Pennystock ist, sollte nicht verunsichern. Aspermont ist ein gesundes Unternehmen, Notierungen im Cent-Bereich sind für australische Unternehmen nicht unüblich.

    Tencent: Wann wird die Aktie wieder interessant?

    Wohin eine digitale Plattform und damit verbunden eine hohe Skalierbarkeit führen können, belegt das Beispiel der chinesischen Internet-Aktie Tencent. Der Spezialist für Instant-Messaging, soziale Netzwerke und Online-Gaming kletterte zwischen 2016 und 2021 von 15 auf über 80 EUR. Doch dann kam der Absturz. Die Zentralregierung in Peking zog für Tech-Konzerne die Daumenschrauben an und ausländische Anleger ergriffen die Flucht. Seitdem hat der Wert deutlich verloren. Langfristig könnte darin aber auch eine Chance liegen. Zocken im Netz wird auch in Zukunft ein Wachstumsmarkt bleiben, zudem bietet Tencent in Asien Diensteistungen, die mit WhatsApp und PayPal hierzulande vergleichbar sind. Kurzfristig gleicht die Aktie aber einem fallenden Messer – vorsichtige Anleger greifen besser noch nicht zu.


    Wenn gefragte Produkte digitalisiert werden, entstehen sowohl für Kunden als auch für Unternehmen Vorteile. Platzhirsche in alten Branchen, wie etwa die Deutsche Bank, haben es schwer, sich neu auszurichten. Dem australischen Medienunternehmen Aspermont ist dieser Strategieschwenk aber schon vor Jahren gelungen. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 45 Mio. EUR ist die Aktie trotzdem noch günstig und könnte nach Ansicht von Analysten noch deutlich steigen. Eine solche Vervielfachung hat der chinesische Konzern Tencent bereits hinter sich. Auch hier könnten langfristig wieder Chancen lauern, Negativ-Punkte sind aber der Einfluss Pekings und der bereits hohe Bekanntheitsgrad des Unternehmens.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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