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11.05.2021 | 04:40

Deutsche Rohstoff AG, Gazprom, Barrick Gold: Rohstoffe gefragt wie nie – so profitieren Sie

  • Rohstoffe
Bildquelle: pixabay.com

Rohstoffe galten immer schon als sinnvolle Depotbeimischung. Jetzt scheint sich die Situation rund um Holz, Kupfer und Öl aber zu verschärfen. Vielerorts sind Grundstoffe bereits knapp, die Preise steigen. Das schürt die Sorge vor einer steigenden Inflation. Um sich dagegen zu wappnen und vom Run auf Rohstoffe zu profitieren, können Anleger auf Unternehmen aus der Branche setzen. Wir stellen drei spannende Aktien vor.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: DE000A0XYG76 , US3682872078 , CA0679011084

Inhaltsverzeichnis:


    Deutsche Rohstoff AG: Was kommt da noch?

    Die Deutsche Rohstoff AG ist seit mehr als zehn Jahren auf dem Börsenparkett vertreten und hat sich als weitsichtiges deutsches Unternehmen mit vielen Kontakten einen Namen gemacht. Die Gesellschaft aus Mannheim betreibt in den USA Ölfelder und ist zudem an weiteren Projekten rund um Edelmetalle und Wolfram beteiligt. Mit Blick auf 2021 ist man optimistisch und hat den Ausblick angehoben. Zwar stieß das Unternehmen Dividendenjäger mit dem Verzicht auf eine Ausschüttung ein wenig vor den Kopf, doch können sich die Mannheimer unter anderem vorstellen, sich künftig auch in Richtung Elektromobilität zu positionieren. In Frage kommen dabei neben Lithium auch andere strategische Industriemetalle, wie etwa Kobalt oder Kupfer.

    Dass es durchaus Sinn macht, sich auf engen Märkten zu positionieren, hat man bei der Deutschen Rohstoff AG bereits im Zuge der Beteiligung an Almonty Industries gesehen. Almonty fördert bereits heute Wolfram, das sowohl in der Metallindustrie, aber auch in der Medizintechnik und anderen Bereichen dringend benötigt wird. Die aktuell im Bau befindliche Ssangdong-Mine in Südkorea könnte das größte Wolfram-Projekt außerhalb Chinas werden.

    China hat den Markt bislang weitgehend unter Kontrolle. Da die Deutsche Rohstoff AG mit rund 12,8% an Almonty Industries beteiligt ist, profitieren die Mannheimer indirekt. Eine vergleichbare Beteiligung könnte das Unternehmen auch rund um andere Rohstoffe eingehen. Da die Deutsche Rohstoff AG weltweit vernetzt ist und große Expertise mitbringt, könnte die Aktie als Basisinvestment eine gute Wahl sein. Vor allem Anleger, die heimische Unternehmen bevorzugen, könnten zugreifen. Die Aktie legte in den vergangenen drei Monaten zwar schon um knapp 15% zu, hat langfristig aber noch Potenzial. Hinzu kommt die Fantasie um eine mögliche Beteiligung rund um Batteriemetalle.

    Gazprom: Trotz niedriger Kosten und vielen Optionen ist Vorsicht angesagt

    Wer statt breit diversifiziert lieber hochkonzentriert in Energierohstoffe investieren möchte, könnte auch an die Aktie von Gazprom denken. Russische Gesellschaften glänzen traditionell mit niedrigen Förderkosten und geringen Bewertungen. Im vergangenen Jahr setzte auch die Pandemie den Russen gehörig zu und verhagelte so manches Quartalsergebnis. Doch mit zunehmender Öffnungsperspektive und steigenden Energiepreisen profitiert auch die Aktie von Gazprom. Selbst die Medienberichte rund um die umstrittene Pipeline Nord Stream 2 konnten der Aktie nichts anhaben – allein im vergangenen Monat ging es für den Wert 12,6% nach oben.

    Zwar lastet latent die Gefahr weiterer Sanktionen gegenüber Russland oder russischen Unternehmen auf Gazprom, doch scheinen die Russen gut aufgestellt zu sein. Selbst wenn Nord Stream 2 auf den allerletzten Metern noch scheitern sollte, hat das Unternehmen gute Chancen, sein Gas nach China zu verkaufen. Aufgrund dieser Wachstumsperspektive und der aktuell hohen Dividendenrendite von um die 6% ist die Aktie nicht unattraktiv. Risiken sind mit Investments in Russland aber immer verbunden. Dessen sollten sich vor allem vorsichtige Investoren bewusst sein.

    Barrick Gold: Nicht mehr als Mittelmaß

    Als Dauerbrenner unter Privatanlegern gilt auch die Aktie von Barrick Gold. Das Unternehmen ist fast ausschließlich vom Goldpreis abhängig und profitiert aktuell von der Erholung des Edelmetalls. Doch macht das Barrick Gold bereits zu einer vielversprechenden Aktie? Die vergangenen Monate haben gezeigt, dass Barrick und der Goldpreis oftmals im Gleichschritt laufen. Selbst in Zeiten der größten Gold-Euphorie fehlte bei der Aktie von Barrick immer so ein wenig die Dynamik. Der Grund: Barrick ist gezwungen, geförderte Reserven auch zu ersetzen. In den vergangenen Monaten gelang das nicht – vor allem die Pandemie machte es schwer, neue Projekte zu begutachten. Folglich fehlt rund um Barrick Gold ein wenig die Fantasie. Im vergangenen Jahr war das Unternehmen sogar gezwungen, eine Sonderdividende auszuschütten. Das freut Anleger zwar kurzfristig, wirft aber schon auf den zweiten Blick ein schlechtes Licht auf ein Unternehmen: Wo soll Barrick denn sonst investieren, wenn es im Brot-und-Butter-Geschäft der Goldförderung keine Optionen gibt? Die Aktie ist solide und irgendwann wird es auch mit einer Übernahme klappen. Ein Überflieger ist Barrick Gold aber nie gewesen und wird es auch nicht mehr werden.

    Die vielversprechendsten Chancen lauern für Anleger ohnehin bei Aktien kleinerer Unternehmen. Mit ihrem Beteiligungs-Konzept hat die Deutsche Rohstoff AG Maßstäbe gesetzt.** Statt direkt zu investieren, können sich Privatanleger zurücklehnen und von der Expertise der Mannheimer Rohstoff-Profis profitieren. Hinzu kommt das äußerst solide Öl-Geschäft.** Im Spiegel von Dickschiffen wie Gazprom und Barrick Gold wirkt die Deutsche Rohstoff AG wie eine agile Beteiligungsgesellschaft. Die Aktie ist einen zweiten Blick wert.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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