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09.11.2022 | 06:00

Die zweite Rock Tech Lithium? So profitiert Mercedes-Benz! Tausendsassa Infinity Stone Ventures

  • Lithium
Bildquelle: pixabay.com

Wer während der vergangenen Jahre Analystenstimmen rund um Lithium verfolgt hat, der wusste, dass dem wichtigen Rohstoff für Batterien ein exponentieller Preisanstieg bevorsteht, der an die düstersten Prognosen der Pandemie erinnert - nur eben extrem positiv. Legt man die tatsächliche Preiskurve daneben, zeigt sich, dass der Lithiumpreis in den vergangenen Jahren fast senkrecht nach oben geschossen ist und schon heute das Niveau der Prognosen von 2030 erreicht hat. Was das bedeutet und wie sich Anleger diese Marktanomalie zu Nutze machen können, skizzieren wir am Beispiel von drei Aktien.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: Infinity Stone Ventures Corp | CA45675G1037 , MERCEDES-BENZ GROUP AG | DE0007100000 , ROCK TECH LITHIUM | CA77273P2017

Inhaltsverzeichnis:


    Mercedes-Benz ist auf der sicheren Seite

    Die Aktie von Mercedes-Benz dürfte auf wenigen Kurszetteln ausgewiesener Lithium-Fans stehen. Der Grund: Zunächst galten deutsche Premiumhersteller als die lahmen Enten der Mobilitätswende, und dann machten sie plötzlich mit geschickt eingefädelten Deals alles klar. Erst in diesem Jahr sicherte sich Mercedes-Benz verarbeitetes Lithium von Rock Tech Lithium. Besonders wichtig dabei: Lückenlos überprüfbare Lieferketten und eine saubere Produktqualität. Da Mercedes-Benz und andere Autobauer rund um Lithium noch immer Nachfrager sind, spielen die Aktien für Anleger, die vom Lithium-Hype profitieren wollen, eher eine Nebenrolle.

    Ob ein Auto-Hersteller jedoch Zugang zum weißen Gold hat oder nicht, ist für Anleger trotzdem relevant. Man stelle sich nur vor, die Bänder müssten stillstehen oder aber die teuren Batterien zugekauft werden, damit die Nachfrage nach Autos befriedigt werden kann. Ähnlich, wie in den vergangenen Jahren die Chipkrise den Automarkt durcheinandergewirbelt hat, könnten auch beim Kampf um das begehrte Lithium den Letzten die Hunde beißen. Mercedes-Benz hat mit dem Deal über 10.000t Lithiumhydroxit jährlich ab 2025 bereits eine gute Position - die Menge soll ausreichend sein, um 150.000 E-Autos mit Akkus zu bestücken.

    Rock Tech Lithium: Die Spekulanten ziehen weiter

    Dass ein Investment in die Aktie von Mercedes-Benz für Lithium-Glücksritter keinen Sinn macht, liegt auf der Hand. Was ist aber mit Mercedes-Partner Rock Tech Lithium? Die Aktie ist während der vergangenen Monate deutlich zurückgekommen, hat aber zugleich operativ Fortschritte erzielt. Neben dem Deal mit Mercedes-Benz, die die in Guben in Brandenburg geplante Anlage bereits rund zur Hälfte auslastet, hat das Unternehmen also noch Potenzial, um von weiter steigenden Preisen für Lithium zu profitieren. Das könnte etwa mittels später geschlossenen Abnahmevereinbarungen geschehen oder indem man Teile der Produktion bewusst nur kurzfristig zur Verfügung stellt. Auch überzeugt Rock Tech Lithium mit seinem Bekenntnis zu ESG und Recycling. In ferner Zukunft will das Unternehmen gar weitgehend auf Bergbau verzichten.

    Infinity Stone Ventures: Lithium und viel mehr

    All diese Eckdaten klingen wie für eine überzeugende Equity-Story erdacht - doch wieso reagiert dann der Kurs nicht auf die jüngsten positiven Meldungen, wie etwa Details einer bankfähigen Machbarkeitsstudie, die unter anderem eine Amortisation der Investments nach 4,2 Jahren vorsieht? Die Antwort könnte in der Kursentwicklung der Aktie während der Frühphase des Unternehmens liegen. Schon weit bevor der Standort in Guben überhaupt bekannt war, legte der Wert deutlich zu. Eine Aktie, die sich heute in einem ähnlichen Stadium befindet, wie Rock Tech Lithium vor einigen Jahren, ist Infinity Stone Ventures. Das Unternehmen verfügt über insgesamt sieben Projekte rund um die Elemente Lithium, Graphit, Kupfer, Mangan, Nickel und Kobalt und kann damit als spannender Smallcap rund um Batterie-Metalle gelten. In diesen Tagen startet auf dem Rockstone-Projekt ein Explorationsbohrprogramm mit dem Ziel, Graphitvorkommen zu entdecken. Schon zuvor hat Infinity Stone Ventures auf dem Lithium-Projekt „Camaro and Hellcat" vielversprechende Gesteinsproben entnommen, auf die nun weitere Maßnahmen folgen sollen. Erst vor wenigen Tagen kaufte das Unternehmen zudem rund um sein Galaxy-Lithium-Projekt 5.961 Hektar Land zu.


    Das umtriebige Unternehmen Infinity Stone Ventures agiert zwar noch in einem Frühstadium, doch sorgen die Vielzahl an Projekten mit verschiedenen Metallen im Boden für gleich mehrere Möglichkeiten, das Projekt voranzubringen. Die Aktie ist kaum mit etablierten Lithiumwerten wie Rock Tech Lithium vergleichbar - zugleich könnten aber schon wenige Entwicklungen ausreichen, damit die Aktie den gleichen Weg einschlägt. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 19 Mio. CAD ist Infinity Stone Ventures eine hochspekulative Aktie für hartgesottene Spekulanten. Wer es ruhiger mag, kann auch bei Rock Tech Lithium einen Einstieg suchen - die Frühphase mitsamt exorbitanten Renditen ist hier aber bereits vorbei.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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