08.06.2026 | 04:30
Diese Aktien jetzt KAUFEN? TKMS, D-Wave, Zefiro Methane!
50 Mio. USD Marktkapitalisierung bei 40 Mio. USD Jahresumsatz und einer attraktiven Marge klingt alles andere als teuer. Als Marktführer in einer Milliardennische mit hohen Eintrittsbarrieren will das Unternehmen in Zukunft weiter kräftig wachsen. Die Rede ist von Zefiro Methane. Das Unternehmen ist hierzulande noch weitgehend unbekannt, doch der Kauf der Aktie könnte sich lohnen. Aus Sicht von Analysten könnte sich auch der Einstieg bei D-Wave lohnen, allerdings ist das Unternehmen alles andere als günstig bewertet. Beim Börsenbeben am vergangenen Freitag hat die Aktie 13 % verloren. Jetzt also kaufen? Im Vergleich zur Peergroup ist die Aktie von TKMS weniger schlecht gelaufen. Positive News gibt es aus Kanada: Ist dies vielleicht sogar ein wichtiger Schritt zu einem Milliardenauftrag?
Lesezeit: ca. 4 Min.
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Autor:
Fabian Lorenz
ISIN:
TKMS AG & CO KGAA | DE000TKMS001 , ZEFIRO METHANE CORP | CA98926D1069 | NEO: ZEFI , D-WAVE QUANTUM INC | US26740W1099
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Fabian Lorenz
Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.
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Zefiro: Marktführer in einer Milliardennische
Unbeeindruckt vom Börsenbeben am vergangenen Freitag hat sich die Aktie von Zefiro Methane gezeigt. Am Freitag ging es mit dem Wertpapier sogar 1,5 % nach oben. Dafür gibt es einen guten Grund: Die Aktie erscheint einfach viel zu günstig. Im laufenden Geschäftsjahr (endet am 30.06.) will das Unternehmen mehr als 40 Mio. USD umsetzen und ein deutlich positives EBITDA erzielen. An der Börse wird Zefiro nur mit rund 50 Mio. USD bewertet. Dabei ist es sehr wahrscheinlich, dass das Unternehmen Umsatz und Ergebnis in den kommenden Jahren kräftig steigern wird, denn man ist in einer Nische mit hohen Eintrittsbarrieren und Milliardenvolumen aktiv.
Zefiro überwacht und verschließt stillgelegte Öl- und Gasbohrlöcher. Allein in den USA gibt es 2,2 Mio. stillgelegte Bohrlöcher. Über 1 Mio. davon müssten überwacht werden, was in der Praxis jedoch nicht geschieht. Die geschätzten Kosten für die Überwachung und Verschließung liegen zwischen 400 und 600 Mrd. USD. Gemäß Unternehmensangaben ist man Marktführer in dem stark fragmentierten Markt. Selbst wenn Zefiro nur 1 % des Marktvolumens abarbeiten kann, wäre die Rendite für Aktionäre wohl riesig.
Das Wachstum von Zefiro wird im Wesentlichen von dem eigenen Bohrequipment limitiert. Daher hat man kürzlich Viking Well Service für 4,3 Mio. USD übernommen und sich damit fünf weitere Bohranlagen gesichert. Für einen großen US-Erdgasproduzenten sind künftig zwei weitere im Einsatz. Für ihn hatte Zefiro bisher nur eine Bohranlage einsetzen können, jetzt sind es drei. Damit wächst das laufende Verschluss- und Stilllegungsprogramm auf mindestens 26 Bohrlöcher in Pennsylvania, New York, West Virginia und Kentucky an.
Mit zusätzlichen Kapazitäten, langjährigen Kundenbeziehungen und einer wachsenden Auftragsbasis sieht sich Zefiro gut positioniert, um seinen Wachstumskurs weiter fortzusetzen.
https://youtu.be/nNodjcqNJMM?si=OHX05QBFlwErdiW3
TKMS: Bald Großauftrag aus Kanada?
Ist dies ein Vorzeichen für einen Milliardenauftrag für TKMS? Schon länger machen sich Aktionäre des Konzerns Hoffnung, dass Kanada bei der Modernisierung der veralteten U-Boot-Flotte auf die Deutschen setzt. Ein Auftrag ist zwar noch nicht erteilt, aber eine Partnerschaft lässt aufhorchen: TKMS und das Münchner Raumfahrtunternehmen Isar Aerospace wollen den Aufbau einer eigenständigen kanadischen Raumfahrtkapazität vorantreiben. Im Fokus steht die Beseitigung eines der größten Engpässe im Weltraumsektor: begrenzte Startkapazitäten für Satelliten. Die Kooperation ist zudem als wichtiger Bestandteil des Angebots von TKMS im Rahmen des Canadian Patrol Submarine Project (CPSP) positioniert und soll eine sichere sowie national integrierte Weltraumstartinfrastruktur in Kanada schaffen.
Durch die Partnerschaft will TKMS seine Kompetenzen im Bereich moderner Multi-Domain-Operationen erweitern – vom Meeresboden bis ins All. Isar Aerospace bringt dabei seine Technologie und Erfahrung für skalierbare Starts kleiner und mittlerer Satelliten sowie Satellitenkonstellationen ein. Ziel ist es, die strategische und technologische Souveränität Kanadas und anderer Partnerstaaten zu stärken und gleichzeitig die reaktionsfähige Startbereitschaft der NATO bis Ende 2028 beziehungsweise Anfang 2029 zu unterstützen.
Für die Umsetzung soll Isar Aerospace eine kanadische Tochtergesellschaft gründen und gemeinsam mit lokalen kleinen und mittleren Unternehmen eine unabhängige Satellitenstartkapazität aufbauen. Die Partner erwarten durch den geplanten Weltraumstartkomplex in Nova Scotia erhebliche wirtschaftliche Impulse. Nach Einschätzung von TKMS könnte das Projekt langfristig eine Wertschöpfung von mehr als 10 Mrd. CAD generieren, hochqualifizierte Arbeitsplätze schaffen und das kanadische Raumfahrt-Ökosystem nachhaltig stärken.
Mit Blick auf den möglichen U-Boot-Großauftrag ist dieses Engagement in Kanada sicher auch nicht schädlich. Die TKMS-Aktie konnte davon noch nicht profitieren. Das Wertpapier hat in der vergangenen Woche rund 10 % an Wert verloren. Im laufenden Jahr hat die Aktie immerhin 9 % gewonnen und hat sich damit besser entwickelt als die Papiere von Rheinmetall und Renk.
D-Wave: Kaufchance?
Im Abverkauf am Freitag hat es auch die Aktie von D-Wave erwischt. Mit dem Quanten-Wertpapier ging es um über 13 % in den Keller. Damit summierte sich der Wochenverlust auf 17 %. Aus Sicht der Analysten von Rosenblatt ergibt sich damit eine interessante Kaufchance. Die Analysten sehen den fairen Wert der D-Wave-Aktie bei 43 USD. Derzeit notiert die Aktie knapp unter 24 USD.
D-Wave sieht sich als Vorreiter bei der Kommerzialisierung von Quantencomputern. Während viele Wettbewerber noch an der praktischen Nutzbarkeit ihrer Systeme arbeiten, positioniert sich D-Wave bereits als Anbieter produktiver Lösungen für Optimierungsaufgaben großer Unternehmen. Dies war die Botschaft auf dem Investor Day des Unternehmens. Dort berichtete das Management unter anderem von einem zweijährigen Quantum-Compute-as-a-Service-Vertrag (QCaaS) im Wert von 10 Mio. USD mit einem Fortune-100-Unternehmen. Laut CEO Dr. Alan Baratz wird die Technologie dort bereits produktiv eingesetzt und täglich in Geschäftsprozessen genutzt. Zudem arbeite D-Wave gemeinsam mit dem Kunden an weiteren Anwendungen. Nach Ansicht des Managements ist dies ein wichtiger Beleg dafür, dass Quantencomputing zunehmend einen messbaren wirtschaftlichen Nutzen für Unternehmen liefert.
Ein wesentlicher Wettbewerbsvorteil von D-Wave sei die Kombination aus Annealing- und Gate-Model-Quantencomputern. Gleichzeitig verfüge das Unternehmen über eine skalierbare Cloud-Infrastruktur mit aktuell vier produktiven Systemen, die die Leap-Plattform unterstützen. Nach Angaben des Managements könne jedes dieser Systeme jährliche QCaaS-Umsätze von 25 bis 30 Mio. USD ermöglichen, was einer Gesamtkapazität von rund 100 bis 120 Mio. USD pro Jahr entspricht.
Das Fazit
Zefiro ist in einer Nische aktiv, doch diese hat ein Milliardenvolumen und hohe Eintrittsbarrieren. Bereits heute erscheint die Aktie günstig, und in Zukunft will man weiter kräftig wachsen. Wachstum braucht D-Wave, um die aktuelle Bewertung auch nur ansatzweise zu rechtfertigen. Im Quanten-Bereich ist das Unternehmen weiterhin ein Basisinvestment. TKMS ist im laufenden Jahr weniger schlecht gelaufen als die Peergroup. Sollte der Milliardenauftrag aus Kanada tatsächlich kommen, hat die Aktie Potenzial.
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