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21.11.2025 | 04:30

DroneShield crasht! TeamViewer und UMT mit KI-Fantasie!?

  • künstliche Intelligenz
  • software
  • Rüstung
  • Drohnen
Bildquelle: pixabay.com

Horrorcrash bei DroneShield! Die Aktie des Spezialisten für Drohnenabwehr wird von der Börse knallhart fallen gelassen. Zu Recht oder jetzt einsteigen? Nach den überzeugenden Zahlen von Nvidia geht die KI-Rally weiter. Ein deutscher Neustarter in diesem Bereich ist die UMT United Mobility Technology. Das Unternehmen erfindet sich derzeit komplett neu und will mit seinem „KI-Kollege“ bei Unternehmen Zeit und Kosten einsparen. Und was macht TeamViewer? Ein KI-Agent soll der Software-Aktie neue Dynamik verleihen. Doch Analysten und Investoren reagieren verhalten.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: DRONESHIELD LTD | AU000000DRO2 , UMT UNITED MOBILITY TECHNOLOGY AG | DE000A40ZVU2 , TEAMVIEWER AG INH O.N. | DE000A2YN900

Inhaltsverzeichnis:


    UMT United Mobility Technology: „KI-Kollege“ spart Zeit und Kosten

    Branchenprimus Nvidia hat am Mittwochabend überzeugende Quartalszahlen veröffentlicht. Dies zeigt, dass der Siegeszug der Künstlichen Intelligenz noch lange nicht zu Ende ist. Doch es wird mehr und mehr darauf ankommen, ob KI das berufliche und private Leben tatsächlich positiv beeinflusst.

    Ein Unternehmen, das mit KI Unternehmen den Arbeitsalltag erleichtern will, ist die UMT United Mobility Technology AG. Das Münchner Unternehmen, früher vor allem für das Payment-System und den Kunden PAYBACK bekannt, hat sich in den vergangenen Jahren neu erfunden und setzt heute voll auf die Entwicklung KI-gestützter Prozessautomatisierung für Unternehmen.

    Auf Basis der Plattform „UMS Vision AI“ werden automatisierte „KI-Kollegen“ für unterschiedlichste Branchen und Aufgaben übernommen. Die Fähigkeiten der KI lassen sich anhand der jüngsten Erfolgsmeldung verdeutlichen. So konnte UMT die Loth Internationale Speditionsgesellschaft mbH als Kunden gewinnen. Loth nutzt UMS Vision AI, um die Vielzahl an täglich eingehenden Transportaufträgen seiner Kunden effizient und automatisiert zu verarbeiten. Künftig werden Aufträge und E-Mails durch die UMT-KI analysiert, in ein einheitliches elektronisches Format überführt und dynamisch den jeweiligen Kunden zugeordnet. Dabei werden auch kundenspezifische Besonderheiten berücksichtigt. Durch die Automatisierung zentraler Abläufe sollen Zeit und Kosten in der Verwaltung eingespart werden.

    Nach der Entwicklung der KI soll jetzt der Vertrieb angekurbelt werden. Zuletzt blickte UMT-CEO Erik Nagel optimistisch in die Zukunft: „Der bereits akquirierte Kunden-Gesamtvertragswert liegt im mittleren sechsstelligen Bereich und wächst permanent. Die Angebotspipeline entwickelt sich ebenfalls weiterhin sehr dynamisch. Setzt sich dieser Trend fort, erwarten wir in den kommenden zwei bis drei Jahren eine ausgesprochen positive Geschäftsentwicklung, weil dann das ARR-Geschäftsmodell voll greift."

    TeamViewer-Aktie: Neue Impulse durch KI?

    Während UMT voll auf KI setzt, sind solche Lösungen bei TeamViewer eher eine Nische. Dies soll sich ändern.

    Dafür nimmt TeamViewer den Bereich der IT-Störungen ins Visier. Laut einer aktuellen Studie des Unternehmens verlieren 76 % der Beschäftigten monatlich mehr als einen Arbeitstag durch technische Probleme. Gleichzeitig glauben 48 %, dass KI diesen Aufwand spürbar reduzieren könnte.

    Vor wenigen Tagen hat TeamViewer den KI-Agenten "Tia" vorgestellt. Tia kann IT-Probleme automatisch erkennen, diagnostizieren und innerhalb definierter Richtlinien selbstständig beheben. Die Lösung soll ein wichtiger Baustein auf dem Weg hin zu einem autonomen, KI-basierten IT-Support sein. Der KI-Agent analysiert laufend Geräte- und Sitzungsdaten im Hinblick auf mögliche Störungen und generiert daraufhin Handlungsempfehlungen oder Skripte zur Problembehebung. Wiederkehrende Aufgaben wie Login-Fehler, Konfigurationsprobleme oder Performance-Einbrüche sollen sich innerhalb zuvor definierter Richtlinien automatisch lösen lassen.

    Der TeamViewer-Aktie hat der KI-Agent bisher keine neuen Impulse verliehen. Sie hat im laufenden Jahr über 40 % an Wert verloren und notiert mit 5,63 EUR auf Allzeittief. Auch Analysten halten sich zurück. Zuletzt hatte Goldman Sachs das Kursziel für die deutsche Softwareaktie von 12 EUR auf 6,50 EUR rasiert.

    DroneShield: Crash ohne Ende

    Rasiert wird derzeit auch die Aktie von DroneShield. Auch gestern ging es wieder um über 10 % in den Keller. Zwischenzeitlich rutschte das Wertpapier unter die Marke von 1 EUR. Anfang Oktober lag der Kurs in der Spitze bei 3,78 EUR. Seitdem ist das Unternehmen mit mehreren schlechten Nachrichten aufgefallen und hat mindestens einen massiven Imageschaden erlitten.

    Die letzte Horrornachricht war, dass Matt McCrann das Unternehmen mit sofortiger Wirkung verlässt. Er war nicht irgendein Manager, sondern leitete seit 2022 das US-Geschäft. Die USA sind bekanntlich der größte Rüstungsmarkt der Welt und damit auch für DroneShield entsprechend wichtig. Und McCrann verlässt nicht nur das Unternehmen, sondern hat auch noch seinen gesamten Aktienbestand zu Kursen von 3,30 AUD auf den Markt geworfen.

    Außerdem gibt es Zweifel, ob ein kleiner Anbieter wie DroneShield bei dem rasanten technologischen Wandel der Branche mithalten kann. Beispielsweise würden derzeit zunehmend kabelgebundene Glasfaser-Drohnen in Kriegsgebieten wie Ukraine und Russland eingesetzt werden. Damit sind sie immun gegen klassische Funk-Störungen, wie sie DroneShield entwickelt.

    Und dies ist nicht alles. Für den ersten Kursrutsch war eine fehlerhafte Auftragsmeldung verantwortlich. So hatte der australische Spezialist für Drohnenabwehr einen vermeintlichen Auftrag mit der US-Regierung gemeldet. Doch kurze Zeit später wurde die Aktie vom Handel ausgesetzt und das Unternehmen musste zurückrudern. Denn der Auftrag war bereits gemeldet und in den Quartalszahlen berücksichtigt worden.


    Fazit

    UMT erfindet sich derzeit neu und expandiert in einen Milliardenmarkt. Bei TeamViewer drängt sich derzeit kein Kauf auf. Der Crash bei DroneShield ist massiv und lockt zum Einstieg. Dies wäre jedoch lediglich ein ganz heißer Zock.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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