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18.08.2026 | 04:30

Erneuerbare Energien boomen! US-Präsident Trump tobt! Zu den Gewinnern zählen First Solar, NextEra Energy, Siemens Energy, RE Royalties Aktie

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Bildquelle: ChatGPT KI generiert

Diese Entwicklung dürfte Donald Trump so gar nicht gefallen. In den USA sind Erneuerbare Energien auf dem Vormarsch. Während die US-Regierung über 1 Mrd. USD zahlt, damit RWE ein Offshore-Wind-Projekt nicht baut, steigt die Solarstromerzeugung um rund 21 %. Sinkende Kosten, steigender Strombedarf – insbesondere durch Rechenzentren und KI – sowie der enorme Bedarf an neuen Erzeugungskapazitäten sorgen dafür, dass Unternehmen wie First Solar und NextEra Energy profitieren. Zu den Gewinnern aus Deutschland gehören Nordex, SMA Solar und sogar der Gas-Spezialist Siemens Energy. Ein interessanter Small Cap ist RE Royalties. Bei diesem gibt es auch noch Übernahmefantasie.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: RE ROYALTIES LTD | CA75527Q1081 | TSXV: RE , OTCQX: RROYF , FIRST SOLAR INC. D -_001 | US3364331070 , NEXTERA ENERGY INC.DL-_01 | US65339F1012 , SIEMENS ENERGY AG NA O.N. | DE000ENER6Y0

Inhaltsverzeichnis:


    Trotz Trump! Erneuerbare boomen in den USA

    Bemerkenswert ist die positive Entwicklung der Erneuerbaren Energien in den USA im ersten Halbjahr 2026. Denn Präsident Donald Trump macht aus seiner Ablehnung insbesondere von Wind- und Solarenergie keinen Hehl. Seine Regierung hat Förderprogramme gestrichen, Genehmigungsverfahren verschärft und Projekte gestoppt. Allein das Energieministerium hat seit 2025 Förderzusagen in Milliardenhöhe aufgehoben. Anfang 2026 verwies es zudem darauf, dass rund 9,5 Mrd. USD an staatlich unterstützten Wind- und Solarprojekten gestrichen beziehungsweise durch Investitionen unter anderem in Erdgas und Kernenergie ersetzt wurden. Auch bei Offshore-Wind greift Washington massiv ein. Zuletzt erhielt RWE von der US-Regierung eine Ausgleichszahlung von 1,22 Mrd. USD, nachdem der deutsche Energiekonzern im Gegenzug seine Offshore-Wind-Pachtverträge aufgegeben hatte.

    Doch selbst dieser politische Gegenwind kann den strukturellen Ausbau bislang nicht stoppen. Im ersten Halbjahr 2026 legte die Solarstromerzeugung in den USA gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund 21 % zu. Windstrom entwickelte sich ebenfalls positiv. Gleichzeitig fließen weiterhin Milliarden in neue Solarparks und Batteriespeicher. Gerade die Kombination aus Photovoltaik und Speichern entwickelt sich zunehmend zu einem wirtschaftlich getriebenen Wachstumsmarkt. Damit zeigt sich, dass der Boom der Erneuerbaren Energien in den USA längst nicht mehr von politischer Förderung abhängt. Sinkende Kosten, steigender Strombedarf – insbesondere durch Rechenzentren und KI – sowie der enorme Bedarf an neuen Erzeugungskapazitäten sorgen dafür, dass Erneuerbare Energien trotz einer ausgesprochen kritischen Regierung in den USA weiter wachsen.

    US-Player wie First Solar, NextEra Energy und Tesla profitieren

    Zu den Gewinnern des anhaltenden US-Booms bei erneuerbaren Energien zählen Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. First Solar profitiert als einer der wichtigsten US-Hersteller von Solarmodulen besonders vom starken Ausbau der Photovoltaik und der politischen Bevorzugung heimischer Produktion. Für 2026 erwartet der Konzern einen Umsatz von 4,9 bis 5,2 Mrd. USD und ein bereinigtes EBITDA von 2,6 bis 2,8 Mrd. USD. Das Unternehmen wird mit 24,2 Mrd. USD bewertet und die Aktie hat in diesem Jahr 18 % an Wert verloren.

    Auch NextEra Energy gehört zu den großen Profiteuren und die Aktie konnte im laufenden Jahr immerhin 6,5 % zulegen. Der US-Energiekonzern verfügte Ende des ersten Quartals über einen Projektbestand von rund 33 GW bei Erneuerbaren Energien und Speichern. Rund 30 % der jüngsten Neuaufträge stammen bereits von Hyperscalern. KI- und Rechenzentren setzen also nicht nur auf Gas- und Atomstrom. Und selbst Tesla ist über sein Energiegeschäft ein Gewinner. Mit Megapack und Powerwall wurden im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 22,3 GWh an Batteriespeichern ausgeliefert.

    RE Royalties: Nischen-Player mit Übernahmefantasie

    Ein interessanter Gewinner aus dem Small-Cap-Bereich ist RE Royalties. Das kanadische Unternehmen finanziert Solar-, Wind-, Speicher- und weitere Energieprojekte und erhält dafür langfristige Umsatzbeteiligungen. Mehr als 80 % des Portfolios liegen in Nordamerika. Gerade der weiterhin hohe Kapitalbedarf vieler kleiner und mittelgroßer Projekte spielt RE Royalties in die Karten. Klassische Banken sind in diesem Segment unzureichend aktiv. Seit Gründung wurden bereits über 135 Projekte finanziert. Der starke Ausbau von Solarenergie und Batteriespeichern in den USA vergrößert damit unmittelbar den potenziellen Markt für neue Finanzierungen und zusätzliche Royalties.

    Positiv für Anleger ist, dass das Geschäftsmodell auf langfristig wiederkehrende Einnahmen ausgelegt ist. Häufig werden die Kredite bereits nach wenigen Jahren zurückgezahlt und können erneut investiert werden. Die Royalty-Zahlungen fließen über deutlich längere Zeiträume. Ein Beispiel ist die Finanzierung von Solarprojekten des Partners Solaris Energy in den USA, bei denen sich RE Royalties langfristige Erlösbeteiligungen über mehr als 25 Jahre gesichert hat. Die Aktie hat im laufenden Jahr bereits 37 % zulegen können. Die Marktkapitalisierung von unter 20 Mio. CAD erscheint jedoch weiterhin alles andere als hoch zu sein. Dies sieht auch das Management so. Derzeit werden verschiedene Möglichkeiten zur langfristigen Steigerung des Unternehmenswertes geprüft. Zu den Optionen gehören strategische Partnerschaften, Co-Investments und auch ein vollständiger Verkauf des Unternehmens.

    https://youtu.be/5dQvcZkFR7E?si=jx0IeY-Wu7Cfqgm6

    Deutsche Gewinner wie Nordex, SMA Solar und Siemens Energy

    Auch deutsche Unternehmen können vom anhaltenden Ausbau der Erneuerbaren Energien in den USA profitieren. Nordex sammelt trotz des politischen Gegenwinds weiterhin große Aufträge für Windkraftanlagen ein. Daher zählen die USA zu den wichtigen Wachstumsmärkten. SMA Solar ist über Wechselrichter und Speichertechnologie direkt am Boom bei Photovoltaik und Batteriespeichern beteiligt und hat seine lokale Produktion in den USA wieder aufgenommen. Siemens Energy profitiert vor allem indirekt. Neue Solar- und Windparks, Batteriespeicher sowie der stark steigende Strombedarf von Rechenzentren erfordern massive Investitionen in Netze, Transformatoren und Stromübertragung. Noch wichtiger für Siemens Energy ist natürlich das Gas-Geschäft.


    Fazit

    Die Entwicklung in den USA zeigt, dass sich der Markt auch vom US-Präsidenten nicht aufhalten lässt. Auch KI-Rechenzentren setzen auf Erneuerbare Energien. An der Börse gibt es viele Gewinner. Allerdings sind gerade die US-Aktien wie First Solar und NextEra Energy in den vergangenen Jahren schon gut gelaufen und alles andere als günstig. Alles andere als teuer erscheint hingegen RE Royalties. Hinzu kommt die Übernahmefantasie. Auch die deutschen Player erscheinen im Vergleich zu den US-Kollegen relativ günstig.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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