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12.02.2026 | 04:30

Eskaliert der Streit bei Barrick Mining und Newmont? Gold-Perle DRC Gold startet endlich durch!

  • Gold
  • Edelmetalle
Bildquelle: pixabay.com

In den vergangenen Wochen war der sichere Hafen Gold nichts für schwache Nerven. Doch nach der Korrektur hat sich der Preis für das Edelmetall erstaunlich schnell wieder über die Marke von 5.000 USD hochgearbeitet. Mehr als eine Nervenschlacht deutet sich bei Barrick Mining und Newmont an. Barrick will seine Assets in Nordamerika an die Börse bringen. Dies schmeckt Branchenprimus Newmont nicht. Kommt es sogar zu einer feindlichen Übernahme? Ein Übernahmekandidat ist grundsätzlich auch DRC Gold. Wobei man derzeit selber seine Aktivitäten ausweiten will. Die Aktie hat endlich Fahrt aufgenommen und vieles spricht für weiter steigende Kurse beim Gold-Explorer.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: BARRICK MINING CORPORATION | CA06849F1080 , NEWMONT CORP. DL 1_60 | US6516391066 , DRC GOLD CORP. | CA23347H1064

Inhaltsverzeichnis:


    DRC Gold: Aktie nimmt Fahrt auf

    Endlich nimmt die Aktie dieser Gold-Perle Fahrt auf. Gemeint ist DRC Gold, ehemals AJN Resources. Der Namenswechsel soll die klare Fokussierung auf Gold widerspiegeln und soll die Wahrnehmung am Kapitalmarkt stärken. Erste Erfolge sind bereits sichtbar. Doch auch nach einer Rally von mehr als 30 % liegt die Marktkapitalisierung erst bei rund 30 Mio. CAD. Dies erscheint alles andere als teuer zu sein.

    Das Unternehmen wird von dem erfahrenen Geologen Klaus Eckhof geleitet. Er ist seit Jahrzehnten in Afrika aktiv und hat in dieser Zeit ein wichtiges Netzwerk bis in die Politik aufgebaut. Davon profitiert das Unternehmen derzeit spürbar und kann im Gold-Bullenmarkt richtig Gas geben.

    Derzeit treibt DRC Gold die Übernahme einer Mehrheitsbeteiligung von 55 % am Giro-Goldprojekt in der Demokratischen Republik Kongo voran. Es hat eine Größe von 497 Quadratkilometern und befindet sich im renommierten Kilo-Moto-Grünsteingürtel. Ein direkter Nachbar ist die Kibali-Mine. Dabei handelt es sich um eine der produktivsten Goldminen Afrikas, die mehrheitlich von den Konzernen Barrick Mining und AngloGold Ashanti betrieben wird. Das Giro-Goldprojekt verfügt bereits über zwei historische Goldvorkommen mit dem Potenzial von über 1 Mio. Unzen und über die nötigen Abbaugenehmigungen. Hier will DRC schnell in Produktion gehen. Außerdem kann man sich vorstellen, weitere Projekte in der Demokratischen Republik Kongo zu übernehmen und zu einem der führenden Gold-Produzenten des Landes aufzusteigen.

    Für den Kauf der DRC-Aktie spricht auch die regionale Diversifizierung. So treibt man auch zwei Projekte in Äthiopien voran. Auch wenn der Fokus derzeit auf Giro liegt. Insgesamt spricht viel dafür, dass die Aktie gerade erst Fahrt aufgenommen hat.

    Hinweis: Wer mehr über die Aussichten von DRC Gold aus erster Hand erfahren möchte, sollte sich für das International Investment Forum (ii-forum.com) am 25. Februar 2026 anmelden. Dort wird auch CEO Klaus Eckhof präsentieren.

    Barrick: IPO-Pläne kommen nicht überall gut an

    Barrick Mining treibt den Plan voran, seine nordamerikanischen Gold-Assets in eine eigenständige Einheit („NewCo“) auszugliedern. Anschließend will man im Rahmen eines Börsengangs einen Minderheitsanteil von rund 10 % bis 15 % an neue Investoren abgeben. Damit will der Bergbauriese die Unterbewertung dieses Assets aufdecken und die eigene Aktie antreiben. Denn im aktuellen Umfeld sollte ein Goldproduzent mit Fokus auf Nordamerika ganz anders bewertet werden. Für Barrick ist der Schritt zudem ein Signal an den Kapitalmarkt, dass man nach Jahren der Portfolioerweiterung wieder stärker auf Strukturmaßnahmen setzt, um Werte zu heben.

    Genau an dieser Stelle kommt Newmont ins Spiel. Denn das Herzstück in Nordamerika ist das Joint Venture Nevada Gold Mines. An diesem hält Barrick 61,5 % und Newmont die übrigen 38,5 %. Trotz Minderheitsanteil verfügt Newmont über vertragliche Schutz- und Zustimmungsrechte, die bei Übertragungen oder strukturellen Veränderungen entscheidend werden können.

    Kostenlos für das International Investment Forum am 25. Februar anmelden

    Macht Newmont ernst?

    Newmont stellt sich zwar nicht grundsätzlich gegen eine Transaktion, legt aber öffentlich den Finger in die Wunde. Man verweist auf eine Unterperformance in den Nevada-Operationen und verlangt, diese zu beheben, bevor man einem IPO-Konstrukt zustimmt. Für Barrick ist das heikel, weil ein IPO nur dann sauber funktioniert, wenn die JV-Struktur für Investoren stabil ist. Ein Streit unter den Großaktionären würde mindestens einen Bewertungsabschlag bedeuten. Barrick wiederum argumentiert mit Fokus, Transparenz und Bewertungshebel. Im aktuellen Bullenmarkt würden Anleger bei einem Pure Play einen Bewertungsaufschlag akzeptieren.

    Kann der Streit eskalieren? Ja. Eine feindliche Übernahme von Barrick durch Newmont wäre wohl die größte Eskalationsstufe. Strategisch ließe sich zwar argumentieren, dass Newmont damit die volle Kontrolle über Nevada und die IPO-Diskussion mit einem Schlag beendet. Praktisch sprechen aber Preis (Übernahmeprämie), Finanzierung/Ratings, Kartellprüfung und Integrationsrisiken dagegen. Solche Gerüchte gab es bereits Ende 2025. Damals hieß es, Newmont sei ausschließlich an Nordamerika interessiert. Die anderen Gold-Projekte und das Kupfer-Geschäft würden verkauft oder an die Börse gebracht werden. Allerdings wäre die Umsetzung sicher kein Selbstläufer. Sie würde bei beiden Unternehmen wichtige Ressourcen binden und vom operativen Geschäft ablenken. Zudem bringt Barrick Mining nach dem starken Kursanstieg inzwischen über 80 Mrd. USD auf die Börsenwaage. Bei Newmont sind es zwar 130 Mrd. USD, dennoch müsste man dies erst mal finanziell stemmen.


    Fazit

    DRC Gold verfügt über interessante Perspektiven. Geht man den in den vergangenen Monaten eingeschlagenen Kurs so weiter, dürfte auch die Aktie weiter marschieren. Die IPO-Pläne von Barrick dürften die Börse weiter beschäftigen. Kann man sich mit Newmont einigen oder eskaliert die Situation? Dann wäre auch der Versuch einer feindlichen Übernahme möglich. Ob dies für beide Konzerne sinnvoll wäre, ist eine andere Frage.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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