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14.05.2021 | 05:00

First Majestic Silver, Silver Viper, Jinkosolar: So haben Anleger mehrere Eisen im Feuer

  • Silber
Bildquelle: pixabay.com

Silber ist ein gefragtes Metall: Einerseits gilt der kleine Bruder von Gold als perfektes Krisenmetall. Wer sich gegen Unwägbarkeiten des Finanzsystems wappnen will, ist mit Silbermünzen im schlimmsten Fall sogar besser aufgehoben, als mit Goldmünzen – schließlich haben erstere einen geringeren Wert und eignen sich besser als Ersatzwährung. Doch glücklicherweise sind die Märkte aktuell noch weit von einer Endzeitstimmung entfernt. Trotzdem sprechen die anziehende Inflation und auch die wachsende Bedeutung von Silber als Industriemetall rund um regenerative Energie für das Edelmetall. Grund genug, drei Unternehmen, die mehr oder weniger mit Silber zu tun haben, näher zu beleuchten.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Nico Popp
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Der Autor

Nico Popp

In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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First Majestic Silver: Das könnte tragisch enden

Die Aktie von First Majestic Silver ist vor allem gefragt, weil das Unternehmen eine der wenigen reinen Silber-Gesellschaften ist. Oftmals ist Silber bei Rohstoffproduzenten nur ein Nebenprodukt. First Majestic Silver betreibt drei Projekte in Mexiko und gilt mit einer Marktkapitalisierung von etwas mehr als 3 Mrd. EUR als mittelgroßer Produzent. Die anziehenden Notierungen bei Silber sorgen für steigende Umsätze bei First Majestic. Doch das ist nicht nur eine gute Nachricht. Gerade kleinere Unternehmen haben es oftmals schwer, abgebaute Reserven auch zu ersetzen. Zwar sind Umsätze und Gewinne immer ein positives Zeichen, doch verlieren Rohstoff-Gesellschaften damit auch nach und nach an Substanz.

Auch deshalb treibt First Majestic Silver selbst einige kleinere Projekte voran und will diese in Produktion führen. Doch hier ist das Unternehmen geradezu zum Erfolg verdammt! Die Restlaufzeit der bestehenden Minen von First Majestic lässt sich inzwischen fast an einer Hand abzählen. Das macht Investoren, die auf die Zukunft setzen wollen, nervös. Zwar profitiert die Aktie von der steigenden Nachfrage durch E-Mobilität und auch von Seiten regenerativer Energien. Doch wäre es geradezu tragisch, wenn First Majestic Silver aufgrund des fehlenden Ressourcen-Nachschubs nicht wachsen könnte, bis die genannten Märkte ihr volles Potenzial erreicht haben. Auch die Börse bleibt skeptisch und schickte die Aktie in den vergangenen drei Monaten um 9,4% nach unten.

Silver Viper: Diese aussichtsreiche Silber-Aktie lieben Investment-Profis

Eine Lösung für First Majestic Silver könnte es sein, sich näher mit dem kanadischen Silber-Unternehmen Silver Viper auseinanderzusetzen. Dieses ist ebenfalls in Mexiko aktiv und treibt dort das La-Virginia-Projekt voran. Anfang Mai veröffentlichte Silver Viper eine Ressourcenschätzung. Die Eckdaten: Angedeutete Ressourcen von 154.300 Unzen Gold und 6.929.000 Unzen Silber sowie vermutete Ressourcen von 260.300 Unzen Gold und 12.941.300 Unzen Silber. Weitere Bohrungen sollen das Projekt noch klarer definieren und ausweiten. Silver Viper profitiert bei seiner Arbeit von historischen Daten, anhand derer die nähere Exploration geplant werden kann. Das spart Kosten ein und beschleunigt die Explorationsprozesse.

Die Aktie läuft trotz der Fortschritte seit einigen Monaten eher seitwärts. Auf Sicht von einem Jahr steht lediglich ein Gewinn von 17,5% zu Buche . In der Spitze notierte die Aktie, ausgehend vom aktuellen Niveau, bereits 50% höher. Das zeigt, dass Silver Viper für eine Kursdynamik gut ist, die vor allem spekulativ orientierte Investoren schätzen. Auch professionelle Anleger sind bei Silver Viper mit an Bord und halten rund 60% der Aktien. Wer hier als Privatanleger investiert, befindet sich also in guter Gesellschaft. Angesichts der vielfältigen Einsatzbereiche von Silber rund um regenerative Energien, Elektromobilität und auch Elektrotechnik und dem wachsenden Druck für größere Produzenten, ihre Reserven aufzustocken, ist Silver Viper ein spannender Titel.

Jinkosolar: Keine Blase, aber Vorsicht ist angebracht

Ein Unternehmen, das ebenfalls auf Silber angewiesen ist, ist Jinkosolar. Die Chinesen produzieren und verkaufen Solarzellen, Solarmodule und Montagesysteme und bieten damit vieles aus einer Hand. Über ein Tochterunternehmen betreibt Jinkosolar auch eigene Solarparks. Das ist clever, da das Unternehmen so sein eigener Kunde ist und Produktionsschwankungen oder Überkapazitäten für sich zu nutzen weiß. Die Aktie hat auf Sicht von einem Jahr bereits rund 80% zugelegt. In den letzten drei Monaten ging es dagegen um 50% in den Keller. Viele Anleger vermuten daher bereits das Platzen einer Blase. Doch anders als etwa bei Wasserstoff-Aktien, machen Unternehmen wie Jinkosolar nennenswerte Gewinne und deren Produkte sind gefragt. Zwar ist die Aktie charttechnisch angeschlagen und kurzfristig keine Alternative, doch dürften bei Jinkosolar bereits Anleger an der Seitenlinie stehen, um bei entsprechenden Bewertungen zuzugreifen.

Auch wenn die Solarbranche Zukunft hat, so sind Anleger mit der Aktie doch weniger breit aufgestellt als mit einem reinen Silber-Wert. Da Silber in mehreren Zukunftsbranchen benötigt wird, könnte das ein schlagendes Argument für Aktien wie First Majestic Silver oder Silver Viper sein. Da ersteres Unternehmen längst in der harten Realität der Rohstoff-Produzenten angekommen ist und Reserven ersetzen muss, bietet Silver Viper eine gute Option, um vom wachsenden Fokus des Marktes auf Zukunfts-Metalle zu profitieren.


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