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10.12.2024 | 05:05

HIGHFLYER Aktien mit Kurspotenzial: Renk, TUI, Almonty Industries

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Bildquelle: pixabay.com

Bei Almonty Industries hat im laufenden Jahr die Neubewertung begonnen. Die Aktie des Wolfram-Produzenten konnte bereits mehr als 50 % zulegen. Geht es nach Analysten, sind noch mal mehr als 250 % drin. Denn das Unternehmen steht durch die Eröffnung einer Mega-Mine vor einem Umsatz- und Gewinnsprung. Die TUI-Aktie ist endlich über die 8 EUR gesprungen. Angetrieben von Aussagen zu einer starken Sommersaison 2025 kann es weiter aufwärtsgehen. Zum Börsengang wurde Renk als Highflyer im Rüstungssektor verkauft. Diese Vorschusslorbeeren konnte das Unternehmen bisher nicht erfüllen. Doch Analysten sehen über 50 % Kurspotenzial.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: RENK AG O.N. | DE000RENK730 , TUI AG NA O.N. | DE000TUAG505 , ALMONTY INDUSTRIES INC. | CA0203981034

Inhaltsverzeichnis:


    Almonty Industries: weiterhin mehr als 250 % möglich

    Mit einem Kursplus von rund 50 % gehört die Almonty-Aktie wohl nicht nur unter den Rohstoffaktien zu den Top-Performern des Jahres 2024. Gleichzeitig stehen die Chancen gut, dass es im kommenden Jahr mindestens so stark weitergehen wird. Denn der Wolfram-Produzent steht kurz vor der Inbetriebnahme seiner Mega-Mine Sangdong und damit hat die Neubewertung des Unternehmens gerade erst begonnen. Mit ihr sollten sich Umsatz und Ergebnis von Almonty in den kommenden Jahren vervielfachen. Dies sehen auch die Analysten der deutschen Sphene Capital so. Nach dem überzeugenden 9-Monats-Bericht haben die Experten ihr Kursziel für die Almonty-Aktie von 2,31 CAD auf 3,21 CAD erhöht. Derzeit notiert das Wertpapier bei 0,89 CAD.

    Damit sehen die Analysten mehr als 250 % Kurspotenzial. Die Entwicklung in den ersten neun Monaten habe im Rahmen der Analystenerwartungen gelegen. Entscheidend seien die kommenden Jahre. So soll nicht nur die Mega-Mine Sangdong in Südkorea in Betrieb genommen werden, sondern auch die bereits produzierende Panasqueira-Mine in Portugal erweitert werden. Damit erwarten die Analysten, dass Almonty Umsatz und Gewinn in den kommenden Jahren massiv steigern wird. Für 2025 erwarten sie einen Umsatz von rund 91 Mio. CAD und einen Nettogewinn von 20,7 Mio. CAD. In 2026 sollen dann bereits 179 Mio. CAD umgesetzt werden und ein Nettogewinn von 58 Mio. CAD erzielt werden. Damit liegt das KGV für 2026 bei günstigen 4.

    Um den Absatz seines Wolframs muss sich Almonty wohl keine Sorgen machen. Das kritische Metall wird überwiegend in China und Russland produziert und unter anderem in der Rüstungsindustrie benötigt. Mit einer Ressource von 50 Mio. Tonnen (0,43 % Gehalt) könnte Almonty über 10 % der globalen Nachfrage decken. Mittelfristig könnte die Produktion sogar verdoppelt werden. Damit kann dem Investmentcase auch Übernahmefantasie hinzugefügt werden.

    Renk: mehr als 50 % Kurspotenzial

    Mehr als 5 % hat die Renk-Aktie gestern verloren. Damit setzt sich die enttäuschende Kursentwicklung des als Rüstungsplay an die Börse gegangenen Unternehmens fort. Der Getriebehersteller ist unter anderem bei der Produktion der Panzer Leopard 2 und Merkava beteiligt. Im Gesamtjahr liegt die Performance bei minus 20 %. Zum Vergleich: Rheinmetall hat sich mehr als verdoppelt und die Hensoldt-Aktie hat immerhin mehr als 40 % zulegen können.

    Bei schwächelnden Aktien wird ein Vorstandswechsel oft positiv aufgenommen und der Kurs atmet mindestens kurzfristig auf. Nicht so bei Hensoldt. So hat sich die Verunsicherung der Investoren und die Talfahrt der Aktie nach der Mitteilung, dass CEO Susanne Wiegand zum Jahreswechsel ausscheiden wird, weiter fortgesetzt. Die Kursschwäche zu nutzen, rät Berenberg. Die Analysten zeigten sich nach einem Treffen mit Wiegand optimistisch. Die scheidende Firmenchefin habe betont, dass ihr Weggang nichts mit der operativen Entwicklung zu tun habe. Aus Sicht der Berenberg-Analysten sei Renk stark positioniert und die operativen Perspektiven seien positiv. Daher empfehlen die Experten die Renk-Aktie mit einem Kursziel von 33 EUR zum Kauf.

    TUI: Aktie knackt die 8 EUR

    Die Aktie von TUI ist zwar kein Analystenliebling, dennoch ist sie über die Marke von 8 EUR ausgebrochen. Gestern notierte sie über 8,70 EUR und damit so hoch wie seit März 2023 nicht mehr. Auftrieb gibt der jüngste Ausblick des Touristikkonzerns zur Sommersaison 2025. Demnach will TUI seinen Wachstumskurs fortsetzen. TUI erweitert nicht nur das Angebot bei den eigenen Hotelmarken erheblich, sondern nimmt auch zahlreiche ausgewählte preiswerte Hotels neu ins Programm.

    Deutschland-Chef Benjamin Jacobi: „Wir bieten mehr Reisemöglichkeiten und kombinieren Top-Qualität mit besten Preisen. Unsere Gäste profitieren dadurch von 400.000 zusätzlichen Urlaubsmöglichkeiten in den beliebtesten Reisezielen, insbesondere in der Türkei, in Griechenland, auf den Kanaren, in Ägypten und Dubai.“

    Für die Sommersaison zeichne sich ein überdurchschnittlich starker Trend zum Frühbuchen ab. Dabei seien die eigenen Hotelmarken nach wie vor der Wachstumstreiber. So entscheide sich jeder dritte Kunde bei den Top-Zielen am Mittelmeer für ein TUI Hotel. Als größter Ferienhotelier Europas will TUI das Portfolio mittelfristig auf 600 Hotels weltweit ausbauen. Frühbucher profitieren aktuell von Ersparnissen von bis zu 40 %. In der Regel gebe es die besten Angebote für den Sommerurlaub bis Ende Februar – für alle Reiseziele, egal ob nah oder fern.


    TUI scheint endlich den Sprung über die 8 EUR nachhaltig zu schaffen. Dennoch bleibt die Sorge, dass bei einer anhaltend schwächeren Konjunktur Menschen früher oder später auch beim Urlaub sparen. Dagegen scheint die Kursrally bei Almonty erst am Anfang zu stehen. Wird Sangdong planmäßig hochgefahren, sollten deutlich höhere Kurse möglich sein. Renk ist mit viel Vorschusslorbeeren an die Börse gegangen und hat bisher enttäuscht.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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