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15.11.2023 | 05:05

Insider-Alarm bei Nel ASA, Freyr Battery beruhigt Aktionäre und Blackrock Silver verdoppelt Ressource

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Bildquelle: pixabay.com

Interessante News von Nel. Zum ersten Mal seit vielen Monaten wurden wieder Insiderkäufe gemeldet. Kann damit die Trendwende eingeläutet werden? Nach den eigenen Quartalszahlen und den Nachrichten vom Branchenkollegen Plug Power fiel die Nel-Aktie auf ein neues Mehrjahrestief. Gestern sendete sie ein Lebenszeichen. Ein solches Zeichen sendet auch Freyr Battery. Das Management der Batteriehoffnung aus Norwegen wendet sich nach Horror-Nachrichten in einem Brief an die Aktionäre und erklärt die Situation. Dagegen läuft es bei Blackrock Silver derzeit hervorragend. So konnte die Schätzung für die Gold- und Silberressourcen des Flaggschiffprojektes mehr als verdoppelt werden. Welcher Aktie gelingt der Turnaround?

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: NEL ASA NK-_20 | NO0010081235 , Freyr Battery | LU2360697374 , Blackrock Silver | CA09261Q1072

Inhaltsverzeichnis:


    Kaufgelegenheit bei Backrock Silver? Ressource +139 % und Aktie 80 % niedriger

    Blackrock Silver ist auf die Erschließung von Edelmetall-Minen spezialisiert. Die Gold- und Silberprojekte befinden sich im USA Bundesstaat Nevada. Damit können Anleger schonmal regionale und politische Risiken ausklammern. Insbesondere das Flaggschiffprojekt Tonopah West ist vielversprechend. Seit 2020 hat man dort mehr als 150.000 m an Erkundungsbohrungen durchgeführt. Dabei hat sich herauskristallisiert, dass Tonopah West zu den silberreichsten, unerschlossenen Projekten weltweit gehört.

    Erst kürzlich konnte die Ressourcenschätzung noch mal kräftig angehoben werden. Gemäß dem offiziellen technischen Bericht verfügt Tonopah West inzwischen auf 570.000 Unzen Gold und 47,74 Mio. Unzen Silber. Dies sind 135 % mehr als in der ersten Ressourcenschätzung im April 2022. Damals stand die Aktie von Blackrock Silver übrigens bei 0,83 EUR – gestern bei 0,18 EUR. So irrational ist Börse manchmal. Die Entdeckungskosten liegen bei 0,29 USD je Unze Silberäquivalent. Gleichzeitig weist das Unternehmen darauf hin, dass die Silber- und Goldmineralisierungen an mehreren Stellen weiterhin offen sind. Damit ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Ressourcenschätzung Luft nach oben hat.

    Wem also etablierte Edelmetall-Konzerne wie Barrick Gold & Co. zu langweilig sind, der sollte sich Blackrock Silver auf dem aktuellen Kursniveau ansehen.

    Nel: Management kauft

    Mit der Nel-Aktie hatten Anleger in den vergangenen Monaten keine Freude. Zwar konnten die Norweger beim Umsatzwachstum im laufenden Jahr durchaus überzeugen, aber im Umfeld hoher Zinsen rückte die Verlustreduzierung in den Fokus der Anleger. Und genau dort liegt das Problem: Auf dem Weg zu einem profitablen Geschäftsmodell geht es nur langsam voran. Zu langsam für Anleger. So hat die Nel-Aktie allein im laufenden Jahr rund 50 % an Wert verloren. Gestern sendete sie mit einem Anstieg von über 9 % ein Lebenszeichen.

    Es gab zwar keine operative Unternehmensmeldung, aber immerhin gab es seit den Quartalszahlen mehrere Insiderkäufe – gemäß Nel-Homepage die ersten in 2023. So hat Bord-Mitglied Charlotta Falvin 46.000 Aktien zu einem Preis von 8,01 NOK gekauft. CFO Kjell Christian Bjørnsen hat 20.000 Aktien zu 6,976 NOK geordert und bei CPO Hans Hide waren es immerhin 10.000 Aktien zu 8,014 gekauft. Dies sind keine großen Käufe, aber immerhin ein Zeichen.

    Freyr Battery: Management versucht zu beruhigen

    Ein Zeichen will auch das Management von Freyr Battery setzen. Allein in diesem Jahr hat der Entwickler von Batterien der nächsten Generation mehr als 80 % an Wert verloren und notiert nur noch bei 1,66 EUR. Damit liegt die Marktkapitalisierung aber immer noch bei 244 Mio. USD. Am 15. Dezember 2023 lädt das Unternehmen zu einer außerordentlichen Hauptversammlung ein. Dort soll die Verlegung des Firmensitzes von Luxemburg in die USA beschlossen werden. Das Vorhaben begründet das Management damit, dass die USA nicht nur operativ der Hauptmarkt sind, sondern sich dort auch die Mehrheit der Aktionäre befindet.

    Den bevorstehenden Termin hat das Management zum Anlass genommen, einen Aktionärsbrief zu veröffentlichen. Dort wird nicht nur auf die Strategie eingegangen, sondern auch auf die Verzögerungen beim Hochfahren der vollautomatischen Produktion im Customer Qualification Plant in Norwegen. Diese Nachricht hatte im Rahmen der Veröffentlichung des Quartalsberichtes für einen erneuten Abverkauf der Aktie geführt.

    Freyr setzt bei seiner Batterietechnik auf eine Partnerschaft mit 24M Technologies Inc. Die lizensierte 24M-Technologie biete eine potenzielle Verbesserung der Leistung und der Kosten beim Betrieb im GWh-Maßstab. Freyr betonte, dass die 24M-Technologie von mehreren Unternehmen wie beispielsweise Kyocera bereits eingesetzt wird und sich damit in der Praxis bewährt hätte.

    Obwohl der Prozess der Inbetriebnahme länger dauere als geplant, sei das Management aus folgenden Gründen zuversichtlich, die Probleme in den Griff zu bekommen: Alle Ausrüstungseinheiten der Produktionslinie seien erfolgreich installiert, 87 % der Inbetriebnahme sei abgeschlossen und mehrere Batterien in der Anlage halbautomatisch hergestellt und erfolgreich geladen und entladen worden. Die verbleibenden Schwierigkeiten seien nicht grundlegender Natur, sondern durch Software/Hardware-Anpassungen lösbar.


    Eine positive Kursreaktion auf den Aktionärsbrief bleibt bei Freyr Battery derzeit aus. Mit einer offenbar zukunftsweisenden Batterietechnik, aber Problemen beim Skalieren bleibt das Unternehmen ein echter Hotstock. Bei Nel kann man nach dem gestrigen Kurssprung natürlich noch nicht von einer Kehrtwende sprechen. Dagegen bietet Blackrock Silver operative Argumente für einen Turnaround der Aktie.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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