26.03.2026 | 04:30
JETZT über 50 % KURSPOTENZIAL!? BioNTech, TUI und Bayer-Partner MustGrow
Lust auf ein Investment in einen Geheimtipp mit riesigem Marktpotenzial? Dann ist die Aktie von MustGrow interessant. Das Unternehmen wird mit unter 40 Mio. CAD bewertet. Die biologischen und regenerativen Pflanzenschutz- und Düngemittel haben auch den Bayer-Konzern überzeugt. Die Leverkusener haben die auf Senfsaat basierende Technologie für Europa, Afrika und den Nahen Osten lizenziert und investieren einen zweistelligen Millionenbetrag. Auch eine komplette Übernahme ist nicht ausgeschlossen. Die Übernahmespekulationen nach dem überraschenden Rückzug der Gründer sind bei BioNTech abgekühlt. Stattdessen richtet sich der Blick langsam wieder auf die Forschungspipeline. Analysten haben ihre Kaufempfehlung bestätigt. Dies gilt auch für TUI. Der Iran-Krieg sorgt für Verunsicherung bei Anlegern. Gleichzeitig berichtet das Unternehmen von mehr Flügen im Frühling und Sommer.
Lesezeit: ca. 4 Min.
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Autor:
Fabian Lorenz
ISIN:
BAYER AG NA O.N. | DE000BAY0017 , MUSTGROW BIOLOGICS CORP. | CA62822A1030 , TUI AG NA O.N. | DE000TUAG505 , BIONTECH SE SPON. ADRS 1 | US09075V1026
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Fabian Lorenz
Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.
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MustGrow: Aktie zu günstig?
MustGrow Biologics befindet sich derzeit in dem für Anleger sehr spannenden Stadium von der Forschung in die Kommerzialisierung. Noch ist die Aktie an der Börse ein Geheimtipp, aber bei einer Marktkapitalisierung von unter 35 Mio. CAD sollte sich dies bald ändern.
Im Gespräch von CEO Corey Giasson mit den Analysten von GBC Research wird deutlich, dass das Unternehmen auf einen strukturellen Wandel in der Landwirtschaft trifft: Weltweit steigt der Druck, synthetische Pflanzenschutz- und Düngemittel zu reduzieren, während Erträge gleichzeitig stabilisiert oder gesteigert werden müssen. Genau hier setzt MustGrow mit biologischen und regenerativen Lösungen an. Die auf Senfsaat basierende Technologie soll nicht nur umweltfreundlicher sein, sondern nach Einschätzung des Managements auch eine Wirksamkeit erreichen, die sich mit klassischen chemischen Lösungen messen kann. Damit adressiert MustGrow ein zentrales Problem moderner Landwirtschaft: produktive Flächen schützen, Bodengesundheit verbessern und zugleich den wachsenden regulatorischen Anforderungen gerecht werden.
Die Marktchancen sind dabei riesig. Allein mit TerraSante™ ist man in einem Markt mit einem Volumen von 3,5 Mrd. USD aktiv. Man muss also keineswegs den gesamten Markt erobern, um erheblichen Wert zu schaffen. Wenn man mit dem Produkt für Bodengesundheit eine vergleichsweise geringe Marktdurchdringung in hochwertigen US-Segmenten wie Obst, Gemüse, Nüssen, Weinreben oder Kartoffeln erreichen würde, hätte man ein Umsatzpotenzial von rund 100 Mio. USD. Im Interview hebt Giasson hervor, dass TerraSante ohne größere Anpassungen in bestehende landwirtschaftliche Anwendungen integriert werden kann. Das senkt Markteintrittsbarrieren und erhöht die Chance, dass Landwirte die Produkte tatsächlich einsetzen. In den USA ist TerraSante bereits in mehreren Bundesstaaten zugelassen.
Mit dem im Boden wirkenden und auf Senf basierenden Schädlingsbekämpfungsmittel TerraMG™ zielt man auf einen 1,5-Mrd.-USD-Markt. Um hier schnell weltweit in den Vertrieb zu gehen, arbeitet man mit Bayer zusammen. Die Leverkusener haben die Technologie für Europa, Afrika und den Nahen Osten lizenziert und investieren einen zweistelligen Millionenbetrag in Registrierungen. Nicht auszuschließen, dass Bayer bei einem Erfolg des Produkts MustGrow komplett übernimmt. (zum Interview).
BioNTech: Fokus richtet sich wieder auf Forschungspipeline
Nach der Enttäuschung bei BioNTech, dass die Gründer zum Jahresende von Bord gehen, richtet sich der Blick wieder auf die Entwicklungspipeline der Mainzer. Seit gestern nimmt man am Europäischen Lungenkrebs-Kongress 2026 (ELCC) teil und untermauert mit neuen Daten seine Ambitionen in der Onkologie. Im Mittelpunkt stehen dabei Fortschritte in mehreren spätklinischen Programmen gegen Lungenkrebs, einem der größten und medizinisch anspruchsvollsten Onkologie-Märkte weltweit. Besonders im Fokus steht der bispezifische Immunmodulator Pumitamig, der PD-L1-Checkpoint-Inhibition mit der Neutralisierung von VEGF-A kombiniert. Aktualisierte Studiendaten aus China zeigen laut Unternehmen in verschiedenen Indikationen weiterhin eine vielversprechende Anti-Tumor-Aktivität, klinisch relevante Überlebenssignale und ein kontrollierbares Sicherheitsprofil. Damit stärkt BioNTech die Position dieses Kandidaten sowohl bei kleinzelligem Lungenkrebs als auch bei nicht-kleinzelligen Formen und bei Patienten mit EGFR-Mutationen.
Fortschritte gibt es auch bei Gotistobart und dem HER3-gerichteten ADC-Kandidaten BNT326/YL202. Besonders hervorzuheben ist Gotistobart. Der bei vorbehandeltem Plattenepithelkarzinom der Lunge vorgesehene Wirkstoff befindet sich in der Phase 3. BioNTech berichtet über einen klinisch relevanten Überlebensvorteil und eine deutliche Reduktion des Sterberisikos um 54 % gegenüber dem bisherigen Behandlungsstandard. Auch beim Wirkstoffkandidaten BNT326/YL202 zeigen die ersten klinischen Daten Anti-Tumor-Aktivität und ein vorteilhaftes Sicherheitsprofil bei fortgeschrittenem oder metastasiertem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs.
Insgesamt zeichnet die Präsentation auf dem ELCC das Bild eines breit diversifizierten Lungenkrebs-Portfolios, das Immunmodulatoren, Antikörper-Wirkstoff-Konjugate, mRNA-Krebsimmuntherapien und innovative Kombinationen umfasst. Mit 16 laufenden klinischen Studien, darunter vier zulassungsrelevante Phase-3-Studien, können BioNTech-Aktionäre mit starkem Newsflow in den kommenden Monaten rechnen.
Den Kursrutsch der vergangenen Wochen halten die Analysten der Deutschen Bank jedenfalls für übertrieben. Sie empfehlen die Aktie des größten deutschen Biotechunternehmens mit einem Kursziel von 140 USD zum Kauf. Derzeit notiert das Wertpapier knapp unter 90 USD.
TUI: Was ist mit der Reiselust?
Auch bei TUI hat sich die Deutsche Bank zu Wort gemeldet. Für die Analysten ist die Aktie des Touristikkonzerns weiterhin ein Kauf. Den fairen Wert sehen sie bei 12 EUR. Derzeit notiert die Aktie unter 7 EUR. Das Management habe sich zuletzt optimistisch geäußert und die Prognose für das Jahr bestätigt. Die Verunsicherung über die Auswirkungen des Iran-Kriegs auf das Geschäft von TUI sei übertrieben.
In den vergangenen 4 Wochen hat die TUI-Aktie immerhin fast 13 % an Wert verloren. Dass der Krieg die Reiselust nicht grundsätzlich abwürgt, zeigt eine andere News von TUI. So reagiert man auf die überraschend starke Nachfrage nach Frühlings- und Sommerurlauben 2026 mit einer deutlichen Ausweitung des Flugangebots. Allein im April kommen 68 zusätzliche Tuifly-Flüge mit rund 10.000 weiteren Sitzplätzen hinzu, vor allem zu stark nachgefragten Sonnenzielen in Spanien, Griechenland und auf den Kanaren. Insgesamt setzt der Konzern gezielt auf bewährte und gut erreichbare Urlaubsregionen wie Mallorca, Kreta, Rhodos sowie Fuerteventura, Gran Canaria und Lanzarote. Europäische Ziele dominieren klar, wobei Spanien und Griechenland die wichtigsten Wachstumstreiber bleiben. Für TUI ist die Kapazitätsausweitung damit nicht nur eine Reaktion auf die Osterreisezeit, sondern auch Ausdruck eines stabilen Reisetrends, der dem Unternehmen durch hohe Auslastung, operative Skaleneffekte und eine stärkere Margenbasis zugutekommen könnte.
Fazit
MustGrow steht vor einem Wachstumsschub in 2026. Während man in Nordamerika selbst aktiv ist, übernimmt Bayer in anderen Regionen einen Teil der Kosten und Markterschließung. Parallel dazu nutzt das Unternehmen Auftragsfertiger statt teurer eigener Produktionsstrukturen. Vor dem Hintergrund erscheint die Aktie alles andere als teuer. Auch BioNTech ist mit Blick auf die prall gefüllte Kasse nicht teuer. Das Sentiment ist allerdings negativ. Es braucht starke Forschungsergebnisse. TUI bleibt ein Spielball der Geopolitik, der Ölpreise und der Konjunktur. Derzeit ist die Reiselust groß, aber dies kann sich ändern. Ein Kauf der Aktie drängt sich nicht auf.
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