Menü schließen




18.08.2021 | 05:00

JinkoSolar, Meta Materials, Deutsche Telekom: Diese Technologie revolutioniert (fast) alles

  • Technologie
Bildquelle: pixabay.com

Man muss kein Visionär sein, um vorauszusehen, dass sich die Welt in den nächsten zehn Jahren noch schneller drehen wird, als in den vergangenen zehn Jahren. Was das bedeutet, ist klar: Die Veränderungen werden riesig sein. Vor allem die Großtrends Klimaschutz und Digitalisierung werden die Welt weiter verändern. Unternehmen, die rund um diese Trends engagiert sind, bieten große Chancen. Wir stellen drei Titel vor.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: JINKOSOLAR ADR/4 DL-00002 | US47759T1007 , DEUTSCHE TELEKOM ADR 1 | US2515661054 , Meta Materials Inc. | US59134N1046

Inhaltsverzeichnis:


    JinkoSolar: So gehen Anleger mit der Angst um

    Das chinesische Unternehmen JinkoSolar ist bei Solarzellen führend. Auch bei Leistung und Beständigkeit haben die Chinesen inzwischen oftmals die Nase vorn. Die Aktie galt über viele Monate als Überflieger und Hoffnungsträger für alle, die in die „grüne Wende" investieren wollen. Doch allein in den letzten fünf Handelstagen ging es für die Aktie um satte 25% nach unten. Was ist geschehen? Die weltweit steigenden Rohstoffpreise haben auch auf Solarhersteller durchgeschlagen. Die Margen schwinden. Hinzu kommt bei JinkoSolar, dass das Unternehmen aus China kommt und dort aktuell der Markt ohnehin sehr skeptisch ist. Die Zentralregierung in Peking hat Tech-Konzerne stärker reguliert und zieht auch bei anderen Branchen, wie etwa den Bildungs-Anbietern die Zügel an. Die Botschaft: Der Markt ist okay, aber das letzte Wort hat die Partei.

    Auch wenn dieses Credo China-Investoren schon immer hätte bewusst sein müssen, haben Anleger das eigentliche Wesen des politischen Systems in China lange verdrängt. Jetzt werden diese Fakten einer breiten Anlegerschaft bewusst und sorgen gepaart mit den traditionell im Sommer eher dünnen Umsätzen für Verkäufe. Fasst man die Situation aber noch einmal unabhängig von der aktuellen China-Panik zusammen, so finden Anleger in JinkoSolar ein weltweit gut positioniertes Unternehmen, das in einer Volkswirtschaft beheimatet ist, die es versteht, sich Zugang zu kritischen Rohstoffen zu verschaffen. Das freundliche Angebot Chinas an die Taliban kürzlich ist das beste Beispiel dafür. Auch wird Peking alles wollen, nur nicht die florierende Wirtschaft abwürgen. China-Aktien aus aussichtsreichen Branchen bleiben daher langfristig interessant. Anleger müssen nur den aktuellen Sturm überstehen. Am besten geht das geschützt von der Seitenlinie.

    Meta Materials: Dieses Unternehmen muss jeder kennen

    An der Seitenlinie steht aktuell auch die Aktie von Meta Materials – mit dem Unterschied, dass das Unternehmen nicht auf eine Einwechslung wartet, sondern potenziell bei zahlreichen lukrativen Spielen mitmischen kann. Bei Meta Materials ist der Name Programm. Das Unternehmen stellt künstliche Strukturen her, die bestimmte optische, elektrische oder magnetische Eigenschaften haben, die so in der Natur nicht vorkommen. Was sich sehr technisch und geradezu praxisfern anhört, könnte für viele Bereiche eine Revolution sein: Bauwesen, Automobilwirtschaft, Telekommunikation, Militär und viele andere Bereiche.

    Beispielsweise könnten mit Metamaterialen beschichtete Fenster 5G Signale reflektieren und so für eine bessere Netzabdeckung sorgen. Gleichzeitig ist es möglich, bestimmte Teile der Signale auch durchzulassen und so im Gebäude für eine bessere Netzabdeckung zu sorgen. Metamaterialien sind so klein und dünn, dass sich damit viele Bereiche beschichten lassen. Solarzellen werden damit leichter und effizienter, Sensoren und andere bildgebende Verfahren in der Medizintechnik genauer und günstiger. Überhaupt ist man bei Meta Materials davon überzeugt, dass die industrielle Produktion der Materialen im großen Stil der Schlüssel zum Erfolg ist. Dazu soll im vierten Quartal 2021 eine rund 6.300 qm große Produktionsanlage an den Start gehen. Das Ziel: Beweisen, dass das Material, das so viele Bereiche revolutionieren kann und beispielsweise durchsichtige Antennen oder effektive Tarnungen im militärischen Bereich ermöglicht, so preiswert hergestellt werden kann, dass es schon bald in der Praxis zum Einsatz kommt. Meta Materials ist längst kein kleines Unternehmen mehr und wird an der US-Tech-Börse Nasdaq gehandelt. Dass Metamaterialen das Zeug dazu haben, ein Gamechanger zu werden, zeigte auch der Aktienkurs, der im Juni von 3,80 EUR auf über 15 EUR anstieg, nur um anschließend auf das aktuelle Niveau von 2,50 EUR zu fallen. Operativ relevantes ist abgesehen von einer Übernahme in der Zwischenzeit nicht geschehen – das Unternehmen ist weiterhin optimistisch und auf den Zetteln vieler Investoren. Die Technologie klingt vielversprechend, die Aktie sollte man sich vormerken.

    Deutsche Telekom als gemütlicher Versorger

    Ein potenzieller Kunde von Meta Materials könnte auch die Deutsche Telekom sein, mit Samsung Electronics arbeitet das Unternehmen bereits zusammen. Telekommunikationsanbieter stellen mit 5G und Glasfaser wichtige Infrastruktur für die digitale Zukunft bereit. Das Internet der Dinge wird diese Anforderungen sogar noch erhöhen. Mit Lösungen aus Metamaterialien wird es noch leichter möglich, Sensorik oder Antennen in Solarzellen oder anderen Produkten zu verbauen. So können Fehler erkannt oder aber Geräte intelligent gesteuert werden. Unternehmen wie die Deutsche Telekom werden immer mehr zum Versorger des 21. Jahrhunderts. Bereits heute sind die Cashflows stabil und die Aktie ein guter Dividendenbringer. Als solcher ist der Wert auch zu begreifen. Großes Wachstum ist allerdings nicht zu erwarten, wohl aber eine beständige Nachfrage nach den Lösungen der Telekom.


    Während die Deutsche Telekom ein konservativer Versorger ist und die Aktie von JinkoSolar angesichts der aktuellen Turbulenzen ein wenig unter die Räder kommt, hat man bei Meta Materials ganz neue Pfeile im Köcher. Die Lösungen haben potenziell das Zeug dazu, viele Bereiche zu revolutionieren. Ultra-dünne Oberflächen, die durchsichtig sind und dennoch optische, magnetische oder elektrische Eigenschaften haben, bergen großes Potenzial. Wer sich für technologische Revolutionen interessiert, sollte sich den Nasdaq-Wert Meta Materials unbedingt näher ansehen. Aber auch die anderen Werte sind – mit Abstrichen – interessant.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH behält sich im Übrigen vor, künftig entgeltliche Auftragsbeziehungen mit dem Unternehmen oder mit Dritten in Bezug auf Berichte zu dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der Apaton Finance GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird einzugehen. Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.esg-aktien.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Fabian Lorenz vom 13.08.2026 | 04:30

    Plug Power mit Licht und Schatten! Siemens Energy Aktie wieder über 200 EUR? Drohnen-Fantasie bei HPQ Silicon!

    • Technologie
    • Drohnen
    • Batterietechnologie
    • Energie
    • Wasserstoff

    Die USA stehen bei militärischen Drohnen zunehmend unter Zugzwang. China und der Iran legen den Nachholbedarf schonungslos offen. Washington macht Druck, um eigene Lieferketten aufzubauen. Davon könnte HPQ Silicon profitieren. Mehrere potenzielle Kunden aus dem Drohnen- und Verteidigungssektor testen bereits die fortschrittliche Batterietechnologie. Die Aktie steht noch nicht im Fokus. Ein Dauerläufer im KI-Boom ist Siemens Energy. Im letzten Quartal konnte der Konzern erneut überzeugen. Analysten trauen der Aktie den Sprung über die 200-EUR-Marke zu. Positive Signale gibt es auch im Quartalsbericht von Plug Power. Doch die große Frage bleibt, wie die Liquidität bis zum Erreichen der Gewinnzone gesichert werden soll.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Fabian Lorenz vom 13.08.2026 | 04:30

    Frisst KI SAP, Salesforce & Co? Was macht TeamViewer? Geheimtipp Miivo AI startet!

    • Technologie
    • KI
    • software
    • MITTELSTAND

    Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von Miivo AI.

    Frisst Künstliche Intelligenz die Geschäftsmodelle der Softwareriesen SAP, Salesforce und Co. auf? Dieser Worst Case wird von Investoren seit einigen Monaten jedenfalls durchgespielt. Die jüngsten Quartalszahlen haben bei SAP erst einmal für Erleichterung gesorgt. Dennoch fordern junge KI-Spezialisten die Softwarekonzerne heraus. Ein Beispiel dafür ist Miivo AI. Das Unternehmen positioniert sich als Anbieter KI-gestützter Analysewerkzeuge für kleine und mittelständische Unternehmen. Das Unternehmen ist am deutschen Kapitalmarkt noch weitgehend unbekannt, dies dürfte sich jedoch in den kommenden Monaten ändern. Die Aktie erscheint günstig. Ob die Aktie von TeamViewer günstig ist, ist noch nicht ganz klar. Allerdings werden Analysten bullischer.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Fabian Lorenz vom 10.08.2026 | 05:30

    Wolframknappheit sorgt für Schlagzeilen und 100 % Kurspotenzial! Almonty, Indus Holding, Lockheed Martin

    • Rüstung
    • Rohstoffe
    • Wolfram
    • Technologie

    China dominiert den Wolframmarkt und der Westen bekommt die Folgen immer stärker zu spüren. Die NZZ warnt vor einer gefährlichen Rohstoffabhängigkeit, während Exportkontrollen und fehlende Alternativen die Versorgung zusätzlich verschärfen. Genau in dieses Umfeld stößt Almonty Industries. Das Unternehmen betreibt bereits Wolframminen in Portugal, Südkorea und bald auch in den USA. Gleichzeitig explodieren die Preise. Wolframcarbid hat sich seit Jahresbeginn laut Indus-Chef Johannes Schmidt etwa verdreifacht. Davon profitiert nicht nur Almonty, sondern auch die Beteiligungsgesellschaft Indus, die ihre Jahresprognose bereits zweimal angehoben hat. Zusätzliche Nachfrage bringt die Aufrüstung der USA. Aufgrund der leeren Munitionslager macht die Trump-Regierung Druck auf Lockheed Martin und Co. Für Anleger könnte der Wolfram-Boom damit gerade erst begonnen haben.

    Zum Kommentar