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13.09.2021 | 05:00

K+S, Deutsche Rohstoff, Barrick Gold: So profitieren Anleger von der Inflation

  • Inflation
Bildquelle: pixabay.com

Die Preise steigen und steigen! Im August legte die Inflation so deutlich zu, wie seit 28 Jahren nicht mehr. Um durchschnittlich 3,9% im Vergleich zum Vorjahresmonat ging es nach oben. Hauptsächliche Preistreiber waren Nahrungsmittel und Energierohstoffe. Aber auch andere Produkte und Dienstleistungen werden gefühlt immer teurer. Und wie können Anleger diesen Trend in ihrem Depot berücksichtigen?

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: DT.ROHSTOFF AG NA O.N. | DE000A0XYG76 , K+S AG NA O.N. | DE000KSAG888 , BARRICK GOLD CORP. | CA0679011084

Inhaltsverzeichnis:


    K+S: Hoffnungsträger Übernahme-Fantasie?

    Wenn es um steigende Nahrungsmittelpreise geht, fällt vielen Anlegern direkt die Aktie von K+S ein. Der Düngemittelspezialist blickt auf turbulente Monate zurück. Zunächst galt die Aktie als unendliche Leidensgeschichte. Dann aber gelang der Verkauf einer Tochter-Gesellschaft in den USA und der Kurs atmete auf. Seit nunmehr einigen Monaten bewegt sich der Wert seitwärts. Doch zuletzt rückte K+S wieder in den Fokus der Anleger: Übernahmespekulationen kamen auf, nachdem die BHP Group angekündigt hatte, im großen Stil in Kali-Projekte investieren zu wollen.

    Da K+S noch immer unter einer geringen Eigenkapitalquote leidet und der Kurs seit einiger Zeit stagniert, könnte das Unternehmen in der Tat in den Fokus potenzieller Käufer rücken. Inwiefern die Spekulationen Realität werden, ist aber unklar. Oftmals ziehen sich Due-Diligence-Maßnahmen lange hin und der Kurs kommt trotz dem vagen Interesse an einer Übernahme nicht in Fahrt. Die bestehende Fantasie sollte die Aktie aber stützen. Hinzu kommt die Inflation, die weltweit Fahrt aufnimmt. K+S ist zwar keine große Chance mehr, als solides Investment mit Kursfantasie geht der Wert aber noch immer durch.

    Deutsche Rohstoff AG: Inflations-Investment aus Mannheim

    Ein Unternehmen, das direkt von steigenden Preisen bei Energierohstoffen profitiert, ist die Deutsche Rohstoff AG. Die Mannheimer fördern in den USA erfolgreich Öl und umschifften in den vergangenen Jahren alle Widrigkeiten rund um Ölpreis-Einbruch und Corona-Pandemie. Im Gegenteil: In dieser Marktphase gelang sogar der Kauf von Förderflächen zu besonders günstigen Konditionen. Inzwischen notiert Öl deutlich über der Marke von 70 USD und das damals erworbene Projekt dürfte mehr wert sein. Zuletzt kaufte die Deutsche Rohstoff AG weiter zu und erwarb 30.000 Netto-Acres ebenfalls in Wyoming. Das Geschäft soll Ende Oktober abgeschlossen sein. Konkret handelt es sich dabei um eine bestehende Produktion mit der Perspektive auf Wachstum.

    Neben dem Ölgeschäft setzt man bei der Deutschen Rohstoff AG auch auf Beteiligungen. So hält man Anteile an Unternehmen rund um die Förderung von Gold und Wolfram. Vor allem letzteres Metall ist interessant und glänzt mit Eigenschaften, die so kein anderes Element bietet, etwa eine hohe Hitzebeständigkeit. Konkret ist Deutsche Rohstoff an Almonty Industries beteiligt, einem Unternehmen, das in Südkorea die größte Wolfram-Mine außerhalb Chinas in Produktion bringt und eine Laufzeit von mehr als 20 Jahren verspricht. Auch die Zahlen stimmen bei Deutsche Rohstoff: 2021 strebt das Unternehmen ein EBITDA von 57 bis 62 Mio. EUR an. Die Analysten von First Berlin sehen aktuell ein Kursziel von 24 EUR. Auch das Wirtschaftsmagazin CAPITAL sah die Aktie zuletzt positiv.

    Barrick Gold: Investoren steigen aus

    Weniger gut sieht es aktuell beim Gold-Giganten Barrick Gold aus. Das Unternehmen kann Anleger auch weiter nicht von sich überzeugen. Obwohl die Stimmung im Goldsektor positiv ist, büßte die Aktie im vergangenen Jahr 35,5% ein. Im August reichte es auch Milliardär Stan Druckenmiller , der mit seinem Family Office Aktien an Barrick hielt - der Investor und selbsterklärte Gold-Bulle stieg medienwirksam aus. Verbliebene Anleger warten seit längerer Zeit auf einen Befreiungsschlag. Dieser bleibt aber seit Monaten aus. Die Aktie ist aktuell daher wenig interessant.


    Das Beispiel von Barrick Gold zeigt, dass ein großer Name ist noch keine Garantie für erfolgreiche Geschäfte. Oft ist Größe am Rohstoffmarkt sogar hinderlich. Das durfte lange auch K+S erfahren, der Konzern litt lange und dem Markt und wenig lukrativen Beteiligungen. Deutlich agiler geht dagegen die Deutsche Rohstoff AG vor, beteiligt sich an aussichtsreichen Rohstoffen und kann bei Marktchancen auch kurzfristig zuschlagen. Deutsche Investoren haben darüber hinaus den Vorteil, dass das Unternehmen in Mannheim sitzt und keine Sprachbarriere besteht.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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