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14.02.2025 | 05:05

KURSDRUCK bei Plug Power, Nel, Hensoldt! KAUFEMPFEHLUNG für BMW-Partner European Lithium Aktie!

  • Rüstung
  • Wasserstoff
  • Rohstoffe
Bildquelle: pixabay.com

Kaufchance oder Insolvenz? Die Aktien von Plug Power, Nel und Hensoldt stehen in diesen Tagen unter Druck. Bei den einstigen Wasserstofflieblingen reiht sich eine schlechte Nachricht an die andere. Nach Massenentlassungen bei Nel kommt die nächste Katastrophe von Plug Power. Auch bei Rheinmetall, Renk und Hensoldt werden Anleger nervös. Droht eine Korrektur? Diese sollte bei Hensoldt nach Meinung von Analysten zum Kauf genutzt werden. Bei BMW-Partner European Lithium sehen Analysten sogar Potenzial zur Vervielfachung. Die Aktie mit Fokus auf Lithium und Seltene Erden ist angesprungen und die aktuelle Konsolidierung bietet eine spannende Einstiegschance. Auch von einem Frieden in der Ukraine könnte man profitieren.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: HENSOLDT AG INH O.N. | DE000HAG0005 , EUROPEAN LITHIUM LTD | AU000000EUR7 , PLUG POWER INC. DL-_01 | US72919P2020 , NEL ASA NK-_20 | NO0010081235

Inhaltsverzeichnis:


    European Lithium: Korrektur zum Einstieg nutzen

    Anfang Januar hatten wir die Aktie des BMW-Partners European Lithium zu einem Kurs von 0,025 EUR erstmals vorgestellt. Es folgte eine Rally von fast 100 %. Derzeit konsolidiert das Wertpapier und hält sich solide über 0,030 EUR. Damit bietet sich nochmals eine attraktive Einstiegschance, denn die Aktie erscheint weiterhin viel zu günstig. Dies sehen auch die Analysten von First Berlin so. Um das Kursziel der Experten von 0,14 EUR zu erreichen, müsste sich die Aktie vervielfachen.

    Der Grund für den Optimismus der Analysten: European Lithium hielt 74 % an der NASDAQ notierten Critical Metals Corp (CRML). Auch wenn man durch die laufende Kapitalmaßnahme von CRML etwas verwässert wird, ist allein diese Beteiligung mehrere Hundertmillionen USD wert. Dagegen hat European Lithium derzeit lediglich eine Marktkapitalisierung von unter 40 Mio. EUR.

    CRML ist Eigentümer des Lithium-Projekts Wolfsberg in Österreich. Dort will man ab dem kommenden Jahr Lithium abbauen, es in Saudi Arabien weiterverarbeiten und an BMW liefern. Dafür hat der Münchner Autokonzern bereits 15 Mio. EUR angezahlt. Für den Bau einer Raffinerie mit einer jährlichen Produktionskapazität von bis zu 20.000 t Lithiumhydroxid in Batteriequalität hat die Kooperation mit dem Konzern Hatch Ltd. begonnen. Darüber hinaus hält CRML fast 50 % des Tanbreez-Projekts in Grönland und kann die Beteiligung auf 90 % erhöhen. Tanbreez ist vollständig genehmigt und soll die weltweit größte Ressource an Seltenen Erden (JORC 2012-konform) umfassen. Die Ergebnisse der jüngsten Bestätigungsbohrungen sind vielversprechend. Eine Bohrung erreichte durchschnittlich 4.722,51 ppm Seltenerdoxide, davon 27 % schwere Varianten (HREO).

    Doch nicht nur die CRML-Beteiligung spricht für einen Kauf der Aktie von European Lithium. Zuletzt hat man ein Lithiumprojekt in Irland vollständig übernommen und besitzt weitere Projekte in der Nähe des Wolfsberg-Projekts. Außerdem sind da noch 2 Lithium Projekte in der Ukraine. Diese sind im Analystenresearch nicht berücksichtigt und dürften bei einem Ende des Krieges an Bedeutung gewinnen. Die vollständige Studie von First Berlin zum Download. Das Unternehmen präsentiert auch auf der kommenden virtuellen Investorenkonferenz IIF (zur kostenlosen Anmeldung).

    Plug Power: Es wird immer schlimmer

    Während Lithium – unter anderem getrieben von den weiter steigenden Absatzzahlen von E-Autos – vor einem Comeback in 2025 steht, stecken die großen Wasserstoffspezialisten wie Nel, Plug Power und Co. tief in der Krise. Schon in guten Zeiten wie 2022 und 2023 haben es die Unternehmen nicht geschafft profitable Geschäftsmodelle zu etablieren. Seit 2024 werden kaum noch größere Aufträge gemeldet. Entsprechend baut Nel Personal ab und hat die Produktion im Hauptwerk sogar zwischenzeitlich eingestellt. Auch die Nel-Ausgründung Cavendish Hydrogen kämpft ums Überleben.

    Und was macht Plug Power? Das Unternehmen leidet unter dem neuen Präsidenten Donald Trump. Allein in den vergangenen vier Wochen hat die Aktie fast 40 % an Wert verloren und notiert bei 1,70 USD. Und auf diesem Tief muss jetzt auch noch eine Kapitalerhöhung durchgeführt werden. Die Vereinbarung mit einem Investmentfonds von Yorkville Advisors Global sieht vor, dass Plug Power ihm bei Bedarf bis zu 1 Mrd. an Stammaktien verkaufen darf. Dabei dürften pro Tag maximal Anteile im Wert von bis zu 10 Mio. USD verkauft werden. Der Verkaufspreis dürfte jeweils ein gutes Stück unter dem jeweiligen Börsenkurs liegen. Eine solche Maßnahme macht man eigentlich nur, wenn man keine echte Kapitalerhöhung platziert bekommt. Mit Blick auf die tiefroten Zahlen dürfte der Emissionserlös zudem keine zwei Jahre reichen. Ein stabiles finanzielles Fundament sieht jedenfalls anders aus.

    Deutsche und internationale Unternehmen präsentieren am 25. Februar auf dem IIF. Hier kostenlos anmelden.

    Hensoldt: mwb research sieht langfristige Chancen

    Donald Trump macht bei Verhandlungen für ein Ende des Krieges zwischen Russland und der Ukraine Druck. Schon bald soll es konkrete Gespräche geben. Russland hat Bereitschaft signalisiert und andere Parteien werden nicht wirklich nach ihrer Meinung gefragt. Entsprechend nervös reagieren Rüstungsaktien wie Rheinmetall, Renk und Hensoldt.

    Bei Hensoldt sehen die Analysten von mwb research Kaufkurse. Sie haben ein mögliches Ende des Ukraine-Konflikts in ihrem Basisszenario bereits eingepreist und sehen nur begrenzte Auswirkungen der Ukraine auf die Umsätze von Hensoldt. So stehe die Ukraine nur für geschätzte 5,4 % des Konzernumsatzes. Das langfristige Wachstumspotenzial ergebe sich aus Aufträgen der NATO-Staaten. Hensoldt profitiere von günstigen Branchentrends, starker Umsetzung und außergewöhnlicher mittelfristiger Visibilität. Daher sehen die Analysten den fairen Wert der Hensoldt-Aktie bei 43 EUR. Derzeit notiert die Aktie bei 37 EUR.


    Fazit

    Wer auf einen Vervielfacher spekulieren will, sollte sich die Aktie von mEuropean Lithium ansehen. Das Unternehmen hat gleich mehrere heiße Eisen im Feuer, die für eine Kursexplosion sorgen können. Dagegen sollten Anleger um Nel und Plug Power derzeit einen großen Bogen machen. Wasserstoff ist chancenreich und es gibt in dem Sektor auch interessante Aktien, aber die ehemaligen Anlegerlieblinge stehen vor großen Herausforderungen. Ein Ende des Ukrainekrieges würde voraussichtlich zu Kursrückgängen bei Rüstungsaktien führen. Damit könnten sich interessante Einstiegschancen ergeben. Denn die Zeitenwende mit der Aufrüstung der NATO wird bleiben.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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