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16.05.2024 | 07:55

Kursschock bei Siemens Energy! Was machen BioNTech und Cardiol Therapeutics?

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Bildquelle: Bayer AG

Die Aktie von Siemens Energy gehörte zu den Überraschungen der vergangenen Monate. Seit Jahresanfang hat sie sich mehr als verdoppelt. Droht jetzt der Absturz? Ja, wenn man Bernstein Research glaubt. Deren Analysten schocken mit einem Horrorkursziel. Noch besser als Siemens Energy ist die Aktie von Cardiol Therapeutics in 2024 gelaufen. Trotz der 150 %-Rally sehen Analysten Kurspotenzial für den Spezialisten für Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems. Richtig spannend wird es Anfang Juni, wenn neue Studienergebnisse anstehen. Dagegen kann BioNTech Analysten derzeit nicht überzeugen. Die Reaktionen auf die jüngsten Quartalszahlen fielen überschaubar aus.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: SIEMENS ENERGY AG NA O.N. | DE000ENER6Y0 , BIONTECH SE SPON. ADRS 1 | US09075V1026 , CARDIOL THERAPEUTICS | CA14161Y2006

Inhaltsverzeichnis:


    Cardiol Therapeutics: Nächste Top-News im Juni?

    Mehr als verdoppelt hat sich die Aktie von Cardiol Therapeutics im laufenden Jahr. Damit gehört sie den Top-Performern im Biotech-Sektor in 2024. Derzeit notiert sie bei 2,18 USD und Analysten sehen noch deutlich mehr Potenzial. So empfehlen die Experten von Canaccord die Aktie des Spezialisten für Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems mit einem Kursziel von 6 USD zum Kauf. Für den nächsten Kurssprung könnten neue Studiendaten sorgen, die schon Anfang Juni veröffentlicht werden sollen. Den Zeitplan hat das Unternehmen am Dienstag nochmals bestätigt.

    So hat Cardiol gemeldet, dass die Phase-II-Studie zur Beurteilung der Auswirkungen von CardiolRx™ auf die Regeneration des Herzmuskels bei Patienten mit akuter Myokarditis ("ARCHER") Gegenstand eines Vortrags beim World Congress on Acute Heart Failure 2024 in Lissabon war. Univ.-Prof. Dr. med. Carsten Tschöpe vom Berliner Institut für Gesundheitsforschung in der Charité stellte die Baseline-Daten der ersten 50 in die ARCHER-Studie randomisierten Patienten vor. Aus Sicht von Cardiol ist das Interesse der kardiologischen Fachwelt an den neuartigen Ansätzen zur Behandlung der akuten Myokarditis, für die es derzeit keine von den Zulassungsbehörden in Europa und USA genehmigten Therapien gibt, sehr groß. Auch die Patientenrekrutierung würde schnell voranschreiten, teilte das Unternehmen mit.

    Cardiol-CEO David Elsley: “Wir können mit Freude berichten, dass die ARCHER-Studie mittlerweile über 85 % der angestrebten Teilnehmerzahl erreicht hat. Wir gehen davon aus, dass die Ergebnisse der ARCHER-Studie zu einem besseren Verständnis des therapeutischen Potenzials von CardiolRx™ beitragen und unsere bereits im fortgeschrittenen Stadium befindliche Phase-II-Pilotstudie MAvERIC bei Patienten mit wiederkehrender Perikarditis ergänzen werden.“ Topline-Ergebnissen für die Phase-II-Pilotstudie MAvERIC hat Cardiol erneut für Anfang Juni 2024 avisiert.

    Dass der Cardiol-Aktienkurs vor den wichtigen Daten keine Schwäche zeigt, ist ein positives Signal.

    BioNTech: So reagieren Analysten auf die Quartalszahlen

    Auf ein positives Signal warten Aktionäre von BioNTech schon länger. Das Wertpapier notiert bei 92 USD und damit weit unter dem Allzeithoch bei 390 USD aus dem Jahr 2021. Auch die kürzlich veröffentlichten Quartalszahlen haben dem Kurs keine neuen Impulse geben können. Analysten sind ebenfalls zurückhaltend. Seit der vergangenen Woche gab es lediglich Halteempfehlungen.

    Mit den jüngsten Quartalszahlen hat BioNTech die Erwartungen von Goldman Sachs nicht erfüllt. Umsatz und Gewinn seien niedriger ausgefallen als erwartet, so die Analysten. Daher reduzierten sie das Kursziel auf 90 USD. Am optimistischsten ist derzeit die UBS. Wobei der faire Wert der Analysten von 101 USD auch nur überschaubares Kurspotenzial bietet. Die Experten halten die Onkologie-Pipeline von BioNTech für attraktiv. Allerdings braucht die Forschung Zeit und der Aktienkurs dürfte davon erst längerfristig profitieren. Das Kursziel der Deutschen Bank für die BioNTech-Aktie liegt bei 95 USD und Jefferies traut dem Wert immerhin 100 USD zu.

    Siemens Energy: Aktie bald -50 %?

    Mit einer möglichen Kurshalbierung der Aktie von Siemens Energy hat Bernstein Research am Dienstag für Aufsehen gesorgt. Die Analysten wiesen auf Risiken in den USA hin. So könnte ein Wahlsieg von Donald Trump mittelfristig zu spürbaren Einschnitten beim US-Geschäft des deutschen Konzerns sorgen. Denn der Präsidentschaftskandidat der Republikaner hat kürzlich auf einer Spendenveranstaltung angekündigt, bei einem Wahlsieg die heimische Ölbranche zu stärken. Demnach soll die Förderung Erneuerbarer Energien massiv beschnitten werden. Dies dürfte auch für Offshore-Windenergie gelten. In diesem Segment ist Siemens Gamesa dick im Geschäft. Daher stuft Bernstein Research die Aktie von Siemens Energy mit "Underperform" ein. Das Kursziel liegt bei 12 EUR. Davon lassen sich die Bullen derzeit jedoch nicht verunsichern. Allein gestern konnte die Aktie über 1 % zulegen und markierte ein neues Jahreshoch von 24,51 EUR.

    Unter den Analysten ist übrigens Goldman Sachs der größte Fan von Siemens Energy. Dort wurde das Kursziel nach den Quartalszahlen in der vergangenen Woche von 27 EUR auf 32,70 EUR angehoben und die Kaufempfehlung bestätigt. Auch sonst überwiegen unter Analysten die positiven Stimmen.

    Über die Entwicklung im dritten Quartal wird Siemens Energy im August berichten.


    Siemens Energy scheint sich von den Problemen des vergangenen Jahres erholt zu haben. Ein Verweis auf die negativen Auswirkungen eines möglichen Wahlsieges von Donald Trump reicht derzeit nicht, um das Momentum der Aktie zu unterbrechen. Auch die Aktie von Cardiol Therapeutics überzeugt durch Stärke und Analysten sehen noch viel Luft nach oben. Dagegen ist bei BioNTech kurzfristig kein Kurssprung zu erwarten, auch wenn die langfristigen Perspektiven positiv erscheinen.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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