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18.08.2026 | 05:30

Nel ASA hoffnungslos? dynaCERT Aktie vor Comeback und SFC Energy schon mittendrin!

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Bildquelle: thyssenkrupp nucera

Gibt es bei Nel ASA noch Hoffnung? Kurzfristige Treiber für die Aktie sind derzeit nicht in Sicht. Das Wachstum ist gering und die Verluste steigen kräftig. Zuletzt haben auch noch Analysten ihr Kursziel rasiert. Dagegen spricht bei dynaCERT viel für ein Comeback der Aktie. Das Cleantech-Unternehmen hat erneut Fortschritte bei der Vermarktung seiner Technologie zur Reduzierung von Kraftstoffverbrauch und Emissionen bestehender Dieselmotoren in Asien gemeldet. Damit könnten Analysten recht behalten. Sie sehen bei dynaCERT massives Kurspotenzial. Ein Beispiel für ein fulminantes Comeback hat in diesem Jahr SFC Energy geliefert. Analysten sehen auch nach der über 50 %-Rally noch erhebliches Kurspotenzial.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: DYNACERT INC. | CA26780A1084 | TSX: DYA , OTCQB: DYFSF , NEL ASA NK-_20 | NO0010081235 , SFC ENERGY AG | DE0007568578

Inhaltsverzeichnis:


    dynaCERT mit weiterer Erfolgsmeldung

    dynaCERT kommt bei der Markterschließung in Vietnam weiter voran. Das Cleantech-Unternehmen baut die Zahl der Anwendungen seiner HydraGEN-Technologie zur Reduzierung von Kraftstoffverbrauch und Emissionen bestehender Dieselmotoren deutlich aus. Aktuell laufen beziehungsweise starten Pilotprojekte in mehreren wichtigen Branchen. Unter anderem werden bei einem Flottenbetreiber aus der Abfall- und Recyclingwirtschaft in der Region Hanoi bis Mitte August HydraGEN-Geräte in Fernverkehrs-LKWs installiert. Außerdem beginnen bei einem führenden vietnamesischen Öl- und Gasunternehmen Pilotinstallationen in Feuerwehrfahrzeugen, Gabelstaplern und Mobilkränen. Damit erweitert dynaCERT die Einsatzbasis seiner Technologie auf zusätzliche industrielle Anwendungen.

    Fortschritte meldet das Unternehmen auch im Logistik- und Hafenbereich. Bei einem der weltweit größten Logistikunternehmen wurden bereits mehrere HydraGEN-Systeme in LKWs und Containerumschlagmaschinen installiert. Ergänzend hat dynaCERT seine Telematiklösung weiterentwickelt, sodass die HydraLytica-Plattform nun detaillierte Motordaten erfassen kann. Dies soll künftig eine präzisere Auswertung von Kraftstoffverbrauch und Emissionen über größere Flotten hinweg ermöglichen. Für dynaCERT ist das wichtig, weil belastbare Betriebsdaten aus realen Anwendungen die Grundlage für weitere kommerzielle Entscheidungen potenzieller Kunden bilden können.
    Vietnam entwickelt sich damit zunehmend zu einem wichtigen Referenzmarkt für die internationale Expansion von dynaCERT.

    Gleichzeitig wächst nach Unternehmensangaben das Interesse aus weiteren asiatischen Märkten. Gespräche laufen bereits in Kambodscha, Indonesien und Japan. Im dritten Quartal 2026 soll sich auch in Vietnam einiges tun. Damit könnte die Neubewertung des Unternehmens kurz bevorstehen. GBC Research empfiehlt die Aktie zum Kauf. Die Analysten trauen ihr eine Rally bis auf 0,48 EUR zu. Derzeit notiert das Wertpapier bei 0,064 EUR.

    https://youtu.be/hVNR4Ch5p0c?si=GPcRHxW_aaNFUicR

    SFC Energy: Kaufempfehlung nach starken Zahlen

    Die Geduld bei dynaCERT könnte sich für Anleger auszahlen. Ein Beispiel dafür ist SFC Energy. Mehrere Jahre lief die Aktie seitwärts. Ende 2025 gab es dann sogar ein Mehrjahrestief bei unter 12 EUR, nachdem man die Prognose für das Jahr einkassieren musste. Seitdem hat die Aktie des Brennstoffzellenspezialisten ein starkes Comeback gefeiert und notiert inzwischen wieder über 20 EUR. Die Analysten von Warburg Research trauen SFC Energy sogar einen Kurs von 29 EUR zu. Im Anschluss an die Veröffentlichung der Halbjahreszahlen haben sie ihre Kaufempfehlung bestätigt.

    SFC Energy hat im ersten Halbjahr 2026 sowohl beim Umsatz als auch vor allem bei der Profitabilität deutlich zugelegt. Der Konzernumsatz stieg um 11,9 % auf 82,35 Mio. EUR. Besonders stark entwickelte sich das Segment Clean Energy mit einem Umsatzplus von 22,7 % auf 63,52 Mio. EUR. Treiber war unter anderem die Teilauslieferung eines Großauftrags über rund 42,7 Mio. EUR für mobile Brennstoffzellensysteme für militärische und zivile Anwendungen in der Ukraine.

    Noch dynamischer entwickelte sich das Ergebnis. Das bereinigte EBITDA erhöhte sich um 116,4 % auf 18,45 Mio. EUR. Damit konnte man die Marge nahezu verdoppeln. Unter dem Strich erzielte SFC einen Konzerngewinn von 7,28 Mio. EUR nach lediglich 0,26 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum. Und die positive Entwicklung sollte sich fortsetzen. Denn der Auftragseingang sprang von 43,67 Mio. EUR auf 108,65 Mio. EUR. Ende Juni hatte SFC Energy Orders im Volumen von 104,85 Mio. EUR in den Büchern.

    Aufgrund des starken ersten Halbjahres und der hohen Auftragsvisibilität hat SFC Energy die Prognose für 2026 positiv konkretisiert. Beim Umsatz erwartet der Vorstand nun 166 bis 175 Mio. EUR statt bislang 163 bis 175 Mio. EUR. Das bereinigte EBITDA soll zwischen 31,5 und 34 Mio. EUR liegen, nach zuvor 29 bis 34 Mio. EUR. Neben dem Verteidigungs- und Sicherheitsgeschäft will SFC das Wachstum durch die Beteiligung an Oneberry Technologies, die Kooperation mit General Dynamics European Land Systems sowie die Übernahme der Methanol-Reformer-Technologie von Siqens verbreitern.

    Nel ASA: Geringes Wachstum, hoher Verlust, niedriges Kursziel

    Während bei dynaCERT die Vertriebserfolge in Asien und bei SFC Energy das operative Wachstum für steigende Kurse sprechen, fehlt es derzeit bei Nel ASA an Kurstreibern. Die Aktie des einstigen Wasserstoffhighflyers notiert knapp über 2 NOK. Ende Mai waren es fast 4 NOK und in 2023 über 10 NOK. Und zumindest die Analysten von J.P. Morgan sehen keinen Grund zum Kauf. Nach den Quartalszahlen haben sie ihr Kursziel für die Nel-Aktie von 2,90 NOK auf 1,80 NOK reduziert.

    Nel ASA hat im zweiten Quartal 2026 erneut enttäuschende Ergebniszahlen vorgelegt. Der Umsatz aus Kundenverträgen sank gegenüber dem Vorjahresquartal um 12 % auf 153 Mio. NOK. Gleichzeitig stieg der EBITDA-Verlust von 86 Mio. NOK auf 155 Mio. NOK. Zwar belastete der Vergleich im Iwatani-Rechtsstreit das Ergebnis mit 70 Mio. NOK, doch auch bereinigt bleibt die operative Entwicklung schwach. Unter dem Strich stand ein Nettoverlust von 189 Mio. NOK. Positiv fällt lediglich der Auftragseingang auf, der auf 230 Mio. NOK kräftig zulegte. Der Auftragsbestand von 1,21 Mrd. NOK lag jedoch weiterhin leicht unter dem Vorjahresniveau. Zudem ist der Cashbestand innerhalb eines Jahres von 1,93 Mrd. NOK auf 1,33 Mrd. NOK gesunken.

    Auch der Ausblick bleibt verhalten. Nel setzt weiter auf Kostensenkungen, eine bessere Kapazitätsauslastung und technologische Fortschritte, konkrete Signale für das Erreichen des Break-even gibt es allerdings nicht.


    Fazit

    Die vorhandene Liquidität verschafft Nel zwar Zeit, doch bis zu einer nachhaltigen operativen Trendwende dürfte noch ein weiter Weg sein. Bei dynaCERT mehren sich die positiven Signale. Meldet das Unternehmen in den kommenden Wochen größere Aufträge, könnte bei der Aktie eine Neubewertung eingeleitet werden. Analysten sehen jedenfalls massives Kurspotenzial. Bei SFC Energy könnte die Rally weitergehen. Das Auftragsvolumen sollte für Planbarkeit sorgen.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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