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27.04.2021 | 05:00

Newmont, Triumph Gold, Barrick Gold: Diese Entwicklung macht Gold wieder interessant

  • Gold
Bildquelle: pixabay.com

Gold fristete über Monate ein Schattendasein. Jetzt könnte das Edelmetall wieder zu glänzen beginnen. Der Grund: Asien fragt massiv Gold nach. Im März importierte Indien satte 153 Tonnen Gold, das ist so viel, wie über Jahre nicht. Auch China springt wieder auf den Gold-Zug auf. Die People's Bank of China (PBOC) ermöglicht nun wieder Importe von Gold. Innerhalb der nächsten Monate sollen allein 150 Tonnen Gold nach China importiert werden. Für den Goldpreis und entsprechende Aktien könnte das der Startschuss sein.

Lesezeit: ca. 2 Minuten. Autor: Nico Popp
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Nico Popp

In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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Newmont: Wo ist die Fantasie?

Bei Gold-Aktien denken Anleger zunächst an die großen Unternehmen wie Barrick oder auch Newmont. Letzteres Unternehmen überzeugte im abgelaufenen Geschäftsjahr und steigerte den Umsatz um rund ein Fünftel. Wegen Sondereffekten ging der Gewinn zwar zurück, doch reichte das Geschäft, um die Quartalsdividende um satte 60% anzuheben. Newmont fördert zu rund 80% Gold und zu etwas weniger als 20% Kupfer. Beide Metalle waren 2020 sehr gefragt. Während Gold zuletzt ein wenig schwächelte, sorgte die Kupfer-Rally auf den ersten Blick für Freude unter Newmont-Aktionären.

Doch der Aktie half diese Gemengelage nicht so wirklich auf die Sprünge: Auf Sicht von einem Jahr tendiert der Wert mit leicht fallender Tendenz seitwärts . Das könnte daran liegen, dass rund um die Aktie Fantasie fehlt. Dividenden freuen zwar manch einen konservativen Investor, sind aber zu wenig, wenn es darum geht, ein positives Bild für die Zukunft zu zeichnen. Hier fehlen Newmont frische, neue Projekte.

Triumph Gold: Dynamischer Wert mit moderater Bewertung

Eines dieser Projekte könnte das Freegold Mountain-Projekt von Triumph Gold im kanadischen Yukon sein. Newmont ist bereits Aktionär von Triumph Gold und betreibt in unmittelbarer Nähe sein Coffee-Creek-Projekt. Selbst eine für Newmont wichtige Straße führt durch das Gebiet von Triumph. Kürzlich sicherte sich Triumph zusätzlich das Grundstück Big Creek, welches Gold und Kupfer beherbergen soll. In den kommenden Wochen sollen Bohrungen dabei helfen, die Liegenschaften näher zu untersuchen und das Potenzial ergründen.

Schon im Winter zeigte sich das Management von Triumph Gold entspannt und betonte, ausreichend Mittel für die kommenden Explorationsarbeiten in der Kasse zu haben. Mit dem neuen Big-Creek-Projekt hat das Unternehmen eine weitere Chance, den Markt mit positiven Bohrergebnissen zu überzeugen. In einem Umfeld, in dem sich Gold stabilisiert und vor allem in Asien wieder stärker auf das Edelmetall gesetzt wird, könnte die Aktie von Triumph Gold interessant werden. Im charttechnischen Verlauf ist der Wert noch immer am Boden. Sobald gute Bohrergebnisse auf ein besseres Umfeld für Gold treffen, dürfte die Aktie wieder gefragter sein. Wer sich schon heute strategisch positionieren kann und einige Wochen bis Monate Zeit hat, sollte sich mit dem Wert auseinandersetzen.

Barrick Gold: 17% Verlust in einem Jahr

Ein weiteres Unternehmen, das die aussichtsreichen Projekte von Triumph Gold in Produktion führen könnte, ist Barrick Gold. Die wohl bekannteste Gold-Aktie ist zum größten Teil vom Edelmetall abhängig, nur ein kleiner Prozentsatz entfällt auf Kupfer. Im vergangenen Jahr überlegte man bei Barrick, wie man dem eigenen Aktienkurs ein wenig auf die Sprünge helfen könnte und dachte laut über ein stärkeres Engagement rund um Kupfer nach. Ideal wären für Barrick Projekte, die sowohl das Edel- als auch das Industriemetall profitabel zutage fördern.

Die Aktie von Barrick ist kein Gewinnbringer – auf Sicht von einem Jahr büßte das Papier trotz der Goldhausse rund 17% ein. Im Vergleich dazu wirkt der Jahresverlust bei Triumph Gold in Höhe von rund 20% marginal – schließlich handelt es sich dabei um einen dynamischeren Wert, der sich im vergangenen Jahr auch binnen kürzester Zeit annähernd verdoppelt hatte. Angesichts der schwindenden Reserven bei etablierten Produzenten und dem damit verbundenen Handlungsdruck sollten auch vorsichtige Anleger Aktien wie Triumph nicht vorschnell als zu spekulativ abtun. Die Bewertungen sind in den vergangenen Monaten deutlich zurückgekommen und das Stadium als Projektentwickler bietet die Chance auf eine dynamische Entwicklung. So können selbst kleinere Investments einen nennenswerten Beitrag auf Portfolioebene leisten.


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