14.09.2026 | 05:30
Ölpreis-Schock! Neuer Antrieb für Wasserstoffaktien! Jetzt thyssenkrupp nucera, Nel ASA oder dynaCERT Aktie kaufen?
Während sich die Welt einigermaßen mit den Problemen in der Straße von Hormus zu arrangieren scheint, könnten die jüngsten Entwicklungen im Jemen für den Ölmarkt den nächsten Schock bereithalten. Die mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen haben ihre Position am strategisch wichtigen Bab al-Mandab ausgebaut und kontrollieren unter anderem die Insel Perim/Mayun am Eingang zum Roten Meer. Damit steigt das Risiko für eine weitere wichtige Schifffahrtsroute. Saudi-Arabien hat bereits eine Pipeline stillgelegt. Ein Gewinner der aktuellen Entwicklung am Ölmarkt sollte dynaCERT mit seiner Technologie zur Einsparung von Treibstoff und Emissionen sein. Vor diesem Hintergrund könnte die Teilnahme an der morgen beginnenden IAA TRANSPORTATION 2026 kaum zu einem besseren Zeitpunkt kommen. Analysten raten zum Kauf und der Investment-Case nimmt Form an. Auch Wasserstoffaktien stehen wieder im Fokus. thyssenkrupp nucera wird von Analysten zum Kauf empfohlen.
Lesezeit: ca. 4 Min.
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Autor:
Fabian Lorenz
ISIN:
DYNACERT INC. | CA26780A1084 | TSX: DYA , OTCQB: DYFSF , NEL ASA NK-_20 | NO0010081235 , THYSSENKRUPP NUCERA AG & CO KGAA | DE000NCA0001
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Fabian Lorenz
Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.
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dynaCERT: Investment-Case der Analysten nimmt Form an
Ein Gewinner der aktuellen Entwicklung am Ölmarkt sollte dynaCERT sein. Denn insbesondere für Speditionen und Logistikunternehmen nimmt der Kostendruck durch hohe Dieselpreise zu. Entsprechend dürfte das Interesse an kurzfristig einsetzbaren Lösungen zur Senkung des Kraftstoffverbrauchs steigen. Vor diesem Hintergrund könnte die Teilnahme von dynaCERT an der IAA TRANSPORTATION 2026 kaum zu einem besseren Zeitpunkt kommen. Die weltweit führende Nutzfahrzeug- und Logistikmesse startet am Dienstag in Hannover. Dort trifft dynaCERT mit seiner HydraGEN-Technologie auf genau jene Flottenbetreiber, für die bereits wenige Prozent Kraftstoffeinsparung angesichts hoher Dieselpreise einen spürbaren wirtschaftlichen Unterschied machen können. Anders als der vollständige Austausch bestehender Lkw-Flotten lässt sich HydraGEN in vorhandenen Dieselfahrzeugen nachrüsten.
HydraGEN soll den Kraftstoffverbrauch bestehender Dieselmotoren reduzieren und gleichzeitig deren Emissionen senken. Gerade in Branchen wie Transport, Mining, Bau, Öl und Gas sowie bei stationären Generatoren ist der potenzielle Markt entsprechend groß.
Insgesamt drängt sich der Kauf der dynaCERT-Aktie auf. Denn der von GBC Research Ende 2025 formulierte Investment-Case nimmt zunehmend konkrete Formen an. Die Analysten hatten damals vor allem die wachsende Nachfrage nach Technologien zur Kraftstoff- und Emissionsreduktion, die internationale Skalierbarkeit des Geschäftsmodells sowie zusätzliche Chancen durch Carbon Credits und die Beteiligung an Cipher Neutron hervorgehoben. Die operative Entwicklung im laufenden Jahr stützt diese Einschätzung inzwischen deutlich.
Aus Pilotprojekten werden zunehmend konkrete kommerzielle Anwendungen. In Vietnam wurden HydraGEN-Systeme unter anderem im Schwerlastverkehr, in der Logistik und im Hafenbetrieb getestet. Nach erfolgreichen Tests konnte dynaCERT dort bereits einen ersten Serienauftrag eines Logistikunternehmens vermelden.
Neben Vietnam laufen weitere Aktivitäten in Asien, Europa und Nordamerika. Die eigene HydraLytica-Telematik soll dabei Verbrauchs- und Emissionsdaten erfassen und für Kunden transparent machen, welche Einsparungen im realen Betrieb erzielt werden.
Zusätzliche Fantasie kommt weiterhin aus zwei Bereichen. Zum einen könnte die bereits anerkannte Verra-Methodik perspektivisch die Monetarisierung eingesparter CO₂-Emissionen ermöglichen und damit zusätzliche wiederkehrende Erlöse eröffnen. Zum anderen entwickelt die Beteiligung Cipher Neutron ihre AEM-Elektrolyseur-Technologie weiter und adressiert damit den wachsenden Markt für grünen Wasserstoff. Noch muss dynaCERT beweisen, dass sich die Pilotprojekte und ersten Serienaufträge in deutlich steigende Umsätze übersetzen lassen. Doch genau hier liegt die Chance: Während der Investment-Case Ende 2025 noch stark von technologischem Potenzial und Marktchancen geprägt war, liefern die jüngsten operativen Fortschritte zunehmend handfeste Argumente für das Kursziel der Analysten. Dieses liegt bei 0,48 EUR. Derzeit notiert die dynaCERT-Aktie bei 0,064 EUR.
https://youtu.be/hVNR4Ch5p0c?si=GPcRHxW_aaNFUicR
thyssenkrupp nucera: Gewinner der europäischen Wasserstoffförderung?
mwb research sieht im aktualisierten Rahmen für die europäische Wasserstoffförderung ein positives Signal für den Markt. Für die im Dezember 2026 geplante vierte Hydrogen Auction sind bis zu 500 Mio. EUR vorgesehen. Davon sollen 350 Mio. EUR auf erneuerbaren RFNBO-Wasserstoff und 150 Mio. EUR auf elektrolytisch erzeugten CO₂-armen Wasserstoff entfallen. Entscheidend sei weniger die Höhe der Förderung als der pragmatischere Ansatz der EU-Kommission: Finanzierungshürden und Bürokratie sollen sinken, damit mehr Projekte die finale Investitionsentscheidung erreichen.
Laut mwb liegt derzeit in diesem Bereich der Engpass der Branche. An Projekten mangelt es nicht, doch viele kommen nicht über Entwicklungs- und FEED-Phasen hinaus. Unsichere Abnahmeverträge, schwierige Wirtschaftlichkeit, Finanzierungslücken und der langsame Aufbau der Wasserstoffinfrastruktur verhindern häufig feste Bestellungen für Elektrolyseure. Gelingt es durch die neuen Förderbedingungen, einen größeren Teil der bestehenden Projektpipeline in konkrete Investitionen umzuwandeln, könnte davon auch thyssenkrupp nucera deutlich profitieren.
Für eine Markterholung sei nucera gut aufgestellt, so die Analysten. Hervorgehoben werden die starke Bilanz, die hohe Nettoliquidität und die Erfahrung mit großskaligen Elektrolyseprojekten. Während Wettbewerber bereits unter dem schwachen Markt leiden, könnte nucera gestärkt aus der aktuellen Durststrecke hervorgehen. Für 2026 erwartet mwb zwar einen deutlichen Umsatzrückgang auf 499 Mio. EUR und einen EBIT-Verlust von 99 Mio. EUR, ab 2027 jedoch wieder Wachstum und positive Ergebnisse. Die Analysten bestätigen daher ihre Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 15 EUR.
Nel ASA baut Kapazitäten in Europa aus
Auch Nel ASA scheint sich auf die besseren Perspektiven in Europa vorzubereiten. Die Norweger bauen ihre Kapazitäten für PEM-Elektrolyseure in Europa aus. Dazu hat Nel eine Rahmenvereinbarung mit Hydrasun geschlossen. Der Partner soll im schottischen Aberdeen Montage- und Integrationskapazitäten für die modulare MC Series von Nel aufbauen. Die eigentlichen PEM-Stacks werden weiterhin im US-Werk von Nel in Wallingford, Connecticut, produziert.
Hydrasun übernimmt künftig die Beschaffung, Fertigung und Integration der sogenannten Balance-of-Plant-Systeme rund um den Elektrolyseur-Stack. Dadurch soll ein vollständig integriertes, containerisiertes und skalierbares Elektrolyseursystem entstehen. Für Nel bedeutet die Kooperation mehr Flexibilität in der Produktion, eine robustere Lieferkette und kürzere Wege zu wichtigen europäischen Absatzmärkten. Gleichzeitig reagiert das Unternehmen damit auf die wachsende Nachfrage nach standardisierten und modularen Elektrolyselösungen.
Für Hydrasun ist das Projekt zugleich ein Ausbau des Standorts Aberdeen in Richtung Clean-Tech-Produktion. Unterstützt wird die Initiative durch den Just Transition Fund der schottischen Regierung. Hydrasun will seine bestehenden Anlagen modernisieren und sieht Potenzial für neue Arbeitsplätze. Nel bezeichnet die Partnerschaft als wichtigen Schritt, um die MC Series in Europa breiter und skalierbarer ausrollen zu können.
Fazit
Die Probleme am Ölmarkt dürften die Welt noch länger beschäftigen. An der Börse dürften Unternehmen aus den Bereichen erneuerbare Energien und Energieeffizienz profitieren. Die dynaCERT-Story nimmt tatsächlich immer konkretere Formen an. Von der IAA können sich Anleger neue Impulse erhoffen. Die Wasserstoffbranche kann jeden Funken Hoffnung gebrauchen. Derzeit erscheint der Einstieg bei Unternehmen wie Nel ASA und thyssenkrupp nucera als reine Spekulation. Fundamental drängt sich der Kauf noch nicht auf.
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