Menü schließen




28.08.2025 | 04:30

PAUKENSCHLÄGE bei Hensoldt, SFC Energy, Argo Graphene Solutions Aktie!

  • Technologie
  • Bauwesen
  • Rüstung
Bildquelle: pixabay.com

Paukenschläge bei Small- und Midcaps: Argo Graphene Solutions sorgt mit einer spannenden Partnerschaft für Aufsehen und rückt einen großen Schritt näher an die Kommerzialisierung. Mit einem neuen Material soll die Art zu bauen revolutioniert werden. Das Potenzial für das Unternehmen und die Aktie ist riesig. Anders sieht es bei Hensoldt aus. Das Unternehmen scheint bei Wachstum und Marge nicht von der Stelle zu kommen. Analysten halten daher die Bewertung für zu hoch und raten zum Verkauf. Die Prognoseanpassung bei SFC Energy hat gezeigt, dass auch hier das Wachstum nicht ganz mit der Euphorie mithalten kann. Mit den jüngsten Aufträgen will man verlorenes Vertrauen zurückgewinnen.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: HENSOLDT AG INH O.N. | DE000HAG0005 , SFC ENERGY AG | DE0007568578 , ARGO GRAPHENE SOLUTIONS CORP | CA04021P1018

Inhaltsverzeichnis:


    Argo Graphene Solutions: Mit Paukenschlag Richtung Kommerzialisierung

    Paukenschlag bei Argo Graphene Solutions. Das Unternehmen hat entscheidende Schritte zur Kommerzialisierung seiner Graphen-basierten Baumaterialien vermeldet. Durch die Beimischung von Graphen in Beton, Zement und Asphalt will Argo die Art zu bauen revolutionieren. Denn durch Graphen werden die Baustoffe auf verschiedenste Weise verbessert. Die Druckfestigkeit soll um 30 % zunehmen und die Abriebfestigkeit sogar um 70 %. Insgesamt sollen die Lebensdauer verlängert, Wartungsanforderungen reduziert und der Materialverbrauch verringert werden.

    Nachdem kürzlich ein Standort in den USA eröffnet wurde, wurde vor wenigen Tagen ein weiterer Meilenstein für die Kommerzialisierung vermeldet: Die strategische Partnerschaft mit Ceylon Graphene Technologies. Der Konzern aus Sri Lanka wird Argo in Zukunft mit hochwertigem Rohmaterial versorgen. Demnach liefert Ceylon Graphenoxidpaste mit einem Reinheitsgrad von mindestens 20 %, die aus zu 99 % reinem Ganggraphit gewonnen wird. Argo verpflichtet sich zu einem Mindestbestellvolumen von 1.000 Kilogramm, mit dem Ziel, die Käufe während der zweijährigen Vertragslaufzeit auf mindestens 4.000 Kilogramm zu steigern.

    Die Partnerschaft sieht auch eine technologische Zusammenarbeit vor. So will man sich in den Bereichen Produktdesign, Mischverfahren und Flüssigdispersionstechniken austauschen, um die Entwicklung fortschrittlicher integraler Zusatzstoffe für Baumaterialien zu beschleunigen.

    Mit der Meldung im Rücken sollte jetzt auch wieder die Aktie durchstarten können.

    Hensoldt: Aktie verkaufen?

    Dass die Hensoldt-Aktie erneut durchstarten wird, glauben zumindest die Analysten von mwb Research nicht.

    Für sie ist Hensoldt ein Verkauf. Den fairen Wert der Aktie sehen die Experten bei 70 EUR und damit rund 20 % unter dem aktuellen Kursniveau. Der zentrale Kritikpunkt: Die Bewertung passt nicht mehr zum Geschäftsmodell. Hensoldt werde inzwischen nahezu zu den gleichen Bewertungsmultiplikatoren wie Rheinmetall gehandelt. Dabei notierte Hensoldt in der Vergangenheit stets mit einem Abschlag, da Wachstum und Profitabilität deutlich niedriger waren. Daran scheint sich auf Basis der aktuellen Prognosen nichts zu ändern: Während Rheinmetall bis 2033 rund 253 % Umsatzwachstum und EBIT-Margen von etwa 25 % erreichen soll, erwarten die Analysten bei Hensoldt lediglich 119 % Umsatzplus und Margen um 15 % bis 16 %.

    Auch strukturell sollte es einen Risikoabschlag geben, denn Hensoldt komme bei der Internationalisierung nicht wirklich voran und erziele rund 60 % des Umsatzes in Deutschland. Im Fazit warnen die mwb-Analysten: Anleger zahlen für Hensoldt derzeit „Rheinmetall-Preise“, erhalten dafür aber nur die Hälfte des Wachstums und eine deutlich schwächere Profitabilität. Deshalb bleibt es beim Verkaufsvotum.

    SFC

    Schlag auf Schlag geht es derzeit bei SFC Energy. Zuletzt hatten wir am Montag über einen Folgeauftrag der kanadischen Latium Technologies berichtet. SFC Energy wird demnach Brennstoffzellen und Methanol-Tankpatronen im Volumen von 1,2 Mio. CAD für KI-gestützte Lösungen mit 24/7-Live-Überwachung liefern.

    Jetzt klingelte es erneut im Orderbuch: Diesmal handelt es sich um einen Auftrag aus den USA mit einem Volumen von rund 4 Mio. USD. SFC zu Folge hat ein langjähriger Kunde aus dem Bereich zivile Sicherheitstechnik die EFOY-Pro-Brennstoffzellen bestellt. Auch dort setzt der Kunde die SFC-Brennstoffzellen zur netzunabhängigen Energieversorgung mobiler Überwachungs- und Sicherheitssysteme ein. Der Auftrag soll noch im laufenden Jahr umsatzwirksam werden. SFC-CEO Peter Podesser sieht in dem Auftrag einen weiteren Beleg für die Wettbewerbsstärke der eigenen Technologie.

    Zudem teilte SFC mit, dass man die Produktion in den USA ausbauen werden, um Zölle und Währungsrisiken zu minimieren. Von der lokalen US-Produktion erwartet sich SFC einen nachhaltigen Wachstumsschub im dynamisch wachsenden Markt für mobile Sicherheitstechnik.

    Im Anschluss an die Meldung hat Warburg Research die Kaufempfehlung für die SFC-Aktie bekräftigt. Das Kursziel liegt bei 21 EUR und damit gute 30 % über dem aktuellen Kurs von rund 16 EUR. Aus Sicht der Analysten seien die Wachstumstreiber Rüstung und Infrastruktur intakt.

    Fazit

    Mit der Meldung arbeitet SFC daran, verlorenes Vertrauen wieder herzustellen. Dass der Kurs auf die Meldung praktisch nicht reagiert hat, zeigt, dass Anleger von der Gewinnwarnung weiterhin geschockt sind. Dagegen gibt es bei Argo Graphene Solutions gute Gründe für steigende Kurse. Die jüngste Partnerschaft zeigt, dass man an der Kommerzialisierung arbeitet. Sollte dies gelingen, ist das Potenzial für das Unternehmen und die Aktie riesig. Bei Hensoldt ist schon viel Potenzial im Aktienkurs enthalten. Die Analysten von mwb legen den Finger in die Wunde. Hensoldt muss bei Wachstum und Margen besser werden.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.

    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

    Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.esg-aktien.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Fabian Lorenz vom 01.04.2026 | 04:30

    Übernahme, Kaufempfehlung! 150 % mit SAP, D-Wave und Aspermont?!

    • Technologie
    • KI
    • software
    • cloud
    • Quantum

    Wer sind die KI-Gewinner und wer die Verlierer? Diese Frage treibt die Börse in den vergangenen Monaten um. SAP wird dabei von vielen in die Ecke der Verlierer gestellt. So hat die Aktie der Walldorfer in den vergangenen Monaten kräftig verloren. Doch Analysten sehen SAP für die KI-Zeitenwende gut positioniert. Bringt eine Übernahme neue Impulse? Ein KI-Gewinner ist Aspermont. Die Australier verfügen über einen Datenschatz im Rohstoffsektor und haben diesen in den vergangenen Jahren digitalisiert. Mit KI soll er jetzt monetarisiert werden. Analysten erwarten deutlich steigende Umsätze und insbesondere Gewinne. Die Aktie hat über 150 % Luft nach oben. Mehr als halbiert hat sich im laufenden Jahr die Aktie von D-Wave. Ist der Quantum-Hype vorbei?

    Zum Kommentar

    Kommentar von Fabian Lorenz vom 31.03.2026 | 04:30

    Aktien für Schnäppchenjäger!? 50 % mit TKMS, Kontron oder Lahontan Gold möglich?

    • Rohstoffe
    • Edelmetalle
    • Gold
    • Rüstung
    • Technologie

    Über 50 % Kurspotenzial sehen Analysten bei TKMS. Sie verweisen auf die Visibilität im Marinegeschäft. Allerdings erwähnen sie nicht die Komplexität. Auch die Schätzungen für die kommenden Jahre sprechen eigentlich nicht für den Kauf der Aktie. Dagegen könnte Lahontan Gold zum Outperformer 2026 werden. Das Unternehmen macht den Schritt vom Explorer zum Produzenten und wird damit auch zum Übernahmekandidaten. Insbesondere wenn die Ressource bald tatsächlich deutlich über 2 Mio. Unzen steigt, sollten die großen Goldproduzenten anklopfen. Und was ist mit Kontron? Zuletzt hat man mit Zahlen und Ausblick enttäuscht. Nach dem Kursrutsch raten Analysten zum Einstieg. Ist die Aktie ein Schnäppchen?

    Zum Kommentar

    Kommentar von Fabian Lorenz vom 27.03.2026 | 04:30

    Übernahme! Drohnenfantasie! Volle Pipeline! Rheinmetall, DroneShield und First Hydrogen Aktie!

    • Rüstung
    • Technologie
    • Drohnen

    Drohnen und andere unbemannte Systeme drängen massiv in den militärischen und zivilen Alltag. Von dem Milliardenkuchen will sich First Hydrogen in Zukunft ein Stück abschneiden. Dafür hat man sich die Technologie für KI-gestützten Robotik-Bodendrohnen gesichert. Gelingt der Aufbau des neuen Geschäftsbereichs, ist die Aktie wahrscheinlich derzeit viel zu günstig. Günstig ist DroneShield sicher nicht. Doch in der jüngsten Investorenpräsentation sorgte eine prall gefüllte Vertriebspipeline für Aufmerksamkeit. Wird diese umgesetzt, sind Milliardenumsätze möglich. Milliarden macht Rheinmetall derzeit insbesondere mit Kampfpanzern, Munition und anderen Systemen der klassischen "alten" Kriegsführung. Doch auch die Düsseldorfer haben die Entwicklung erkannt und haben die Mehrheit an einem Spezialisten für autonome Systeme übernommen.

    Zum Kommentar